Deutsche Filmgeschichte Teil 15

Einst begann das Wirken von Dr. Marianne Koch als Schauspielerin. Obwohl sie nicht einmal ausreichend Bühnenerfahrung hatte oder ein Schauspielstudium vorweisen konnte, begeisterte sie auf Anhieb. Zwischenzeitlich hatte sie ein Medizin-Studium begonnen und jobbte auch in Filmstudios. Zu den etwa 70 Filmen, die sie während dieser Jahre drehte, gehört der Film „Die Landärztin“. Doch im Jahr 1971 nahm sie ihr Medizinstudium wieder auf und legte das Staatsexamen ab. Ihre Filme bleiben als Erinnerung an ihre Zeit als Schauspielerin.

Der Blick fällt zunächst auf ein städtisches Klinikum. Dort arbeitet Dr. Petra Jensen, deren Weg stets voranführt. Eines Tages entschließt sie sich jedoch, einen anderen Weg zu gehen. Als Landärztin möchte sie in dem Dorf Kürzlingen neu beginnen. Allerdings ist ihr gegenüber die Stimmung zunächst nicht so freundlich. Das Problem liegt darin, dass der Bürgermeister in den ihm zugesandten Unterlagen den Namen Peter statt Petra gelesen hat.

In dem Dorf trifft sie auf Dr. Rinner, den Tierarzt. Im Laufe der Zeit entwickelt er Sympathie für die Ärztin und hilft ihr. Auch der Pfarrer stellt sich mit einem kleinen „Trick“ auf ihre Seite. Probleme gibt es jedoch immer noch mit der Frau des Bürgermeisters, bis herauskommt, dass die Tochter im achten Monat schwanger ist.

Gerade in einer so komischen Zeit wie im Jahr 2020 vermittelt der Film noch Wohlfühlatmosphäre. Der Film ist einer der Werke aus der großen Ära der Heimatfilme aus den Jahren um 1960.