Sissi – Schicksalsjahre einer Kaiserin

Das Leben von Kaiser Franz-Josef und Kaiserin Sissi könnte kaum schöner sein. Sie haben eine kleine Tochter, um die sich Sissi nach einigen Differenzen mit ihrer Schwiegermutter oft kümmert. Längst ist jedoch nicht alles so einfach wie es scheint, was an der Zeit liegt.

Allerdings scheint das auch an der Distanz zu liegen, die gerade zwischen Sissi und Franz in dem Moment gegeben ist. Während der Kaiser in Wien ist, befindet sich Sissi mit ihrer Tochter im ungarischen Gödele. Gerade ist sie mit dem Grafen Andrazy unterwegs, mit dem sie sich in der Nähe von einer Gruppe von Zigeunern zu einer Pause niederlässt. Ins Gespräch kommt Sissi mit einer Wahrsagerin, erfährt aber nicht alles von ihr. Während eines Spazierganges bekommt Sissi mit, wie es Streit in der Gruppe gibt und möchte helfen. Als „Dank“ dafür erwartet sie eine Wasserdusche. Sissi meint auf Anfrage des Grafen, dass das nicht so schlimm sei, sodass sie weitergehen. Die Folgen der Wasserdusche zeigen sich erst später.

Sissi ist nun auch Königin von Ungarn, weshalb sie die Gelegenheit nutzen möchte, die Länder mehr zu einen. Also lädt sie zu einem Ball auf ihr Anwesen in Gödele ein. Es sollen natürlich einige ungarische Persönlichkeiten aus Ungarn kommen. Nach dem Ball sitzen Kaiserin Sissi und Graf Andrazy noch eine Weile zusammen. Dies nutzt der Graf für ein besonders Gespräch, woraus sich für die Kaiserin der Schluss ergibt, dass sie mit ihrer Tochter und den Begleitern zurück nach Hause fahren will.Zugleich beschließt der Kaiser, dass er Sissi vor lauter Sehnsucht nach Hause holen möchte. An einem Gasthaus hält die Kutsche an, weil die Pferde frisches Wasser bekommen sollen. Die kleine Prinzessin soll ein Glas Milch erhalten, sodass Sissi mit ihrer in die Gaststube geht. Den dort anwesenden Gast bittet Oberst Böckl, das Zimmer zu verlassen. Als dieser sich umdreht, ist die Überraschung groß. Schließlich ist es der Kaiser, der sich freut, endlich seine Frau wieder bei sich zu haben.

Allgemeines

Bei den beiden anderen Teilen der Trilogie handelt es sich um „Sissi“ und „Sissi, die junge Kaiserin“. Zu sehen sind in den Hauptrollen Romy Schneider, Magda Schneider als Mutter der Kaiserin sowie Karl-Heinz Böhm, zu sehen. Gelungen ist auch die Besetzung der Rolle des Oberst Böckl mit Josef Meinrad, der dabei war, als Sissi und Franz-Josef sich das erste Mal begegnet sind. Es ist eine dreiteilige Produktion, die den Blick auf Österreich, Italien und Ungarn wirft.

Als es zur Realisierung dieser Trilogie kam, waren die Zeiten nach dem zweiten Weltkrieg auch 12 Jahre danach noch nicht immer einfach. Insofern tat und tut es gut, dass die realen Ereignisse bei dieser Verfilmung nicht so im Vordergrund standen. Vielmehr wurde Wert auf den Aufbau der Liebesgeschichte zwischen Sissi und Franz-Josef im Mittelpunkt. Es gibt viele charmante Sequenzen, die die Serie auszeichnen – zum Beispiel als Sissi in Teil 2 nach Possenhofen in ihre Heimat fährt, weil ihre Schwiegermutter am liebsten die Erziehung der Tochter von Sissi übernehmen möchte. Franz-Josef fährt ihr hinterher und will ihr fast Vorwürfe machen – ein Anliegen, von dem beim Wiedersehen keine Spur übrig ist. Reizvoll – wahrscheinlich auch schon bei vielen Zuschauern bekannt – ist die Schlusssequenz auf dem Markusplatz in Venedig. Das sind Momente, die einen in dieser manchmal kalten Welt aufatmen lassen.