Großstadtrevier

Es gibt Serien, die es auf bis zu sieben Staffeln bringen. Fast fühlt man sich dabei wie in einer Familie. Man leidet mit seinen Schauspielern mit. Und dann gibt es die Serien, die Zuschauer über Jahrzehnte erfreuen, weil sie mitunter mit ihren Geschichten sehr nah am Pulsschlag der Zeit aufgebaut sind. Zu den Serien, die die Zuschauer mittlerweile seit Jahrzehnten erfreuen, gehört das Hamburger Großstadtrevier.

Der Einstieg in die Serie führt in der Zeit bis ins Jahr 1986 zurück. Damals stand Ellen Wegener im Mittelpunkt der Serie. Zweieinhalb Jahre hat die Ausbildung gedauert, die nun abgeschlossen ist. Endlich geht es an den Tag des ersten Einsatzes. Allerdings läuft alles nicht so wie sie sich es vorgestellt hat. Schließlich findet das Hamburger Sportfest statt und dort werden sich auch VIPs aufhalten. Natürlich verläuft nicht alles so wie Ellen es sich vorgestellt hat. Doch schon bald verläuft das Leben anders, als sie ihrem Kollegen zugeteilt wird, der ebenfalls wie später Dirk Matthies raubeinig ist. Das spürt dann auch schon einmal ein Vorgesetzter bei ihm. Als sie Ellen und Dirk zum ersten Mal in den Streifenwagen einsteigen, scheint der Dienst noch harmlos zu beginnen. 

Es scheint wohl nicht viel an Worten erforderlich zu sein, wenn eine Serie mehr als 30 Staffeln hat. Dies bedeutet, sie begeistert ihre Fans auch im Wandel der Zeiten. Schließlich begannen die Aktivitäten auf dem Großstadtrevier zu einer Zeit, als der Computer noch nicht so ins Alltagsleben eingezogen ist. Da wird selbst ein harter Kritiker wie Dirk zu jemand, der mal neugierig auf Portale im Internet. Überhaupt hat das Portal die Arbeit der Polizei um ein vielfaches erleichtert. Doch es ist nicht nur das neue, was geschickt in die Serie integriert wird. Vielmehr ist es auch das menschliche, was in der Serie groß geschrieben wird. Mögen die Charaktere auch unterschiedliche Seiten haben – im Teamwork verstehen sich alle. Eine interessante Note ist außerdem, dass Dirk Matthies oder vielmehr Jan Fedder mittlerweile seit gut 400 Folgen in der Serie zu sehen ist. Das bedeutet, dass die Zuschauer auch zugleich die Entwicklung von Dirk mit beobachten konnten, der inzwischen Polizeioberkommissar ist. Der kleine positive Effekt, der daraus entsteht, ist die Tatsache, dass Dirk es ihnen vorlebt, wie so eine Berufslaufbahn aussehen kann. Natürlich sind auch die weiteren Charaktere in ihren Rollen stimmig wie an Maria Ketikidou, Saskia Fischer oder Marc Zwinz deutlich wird. Natürlich kommt auch die schöne Hamburger Atmosphäre nicht zu kurz. Möge die Hamburger Polizeifamilie der Serie noch viele Abende ihre Fans verwöhnen.

Vielen Dank Jan Fedder für dieses dauerhaft bleibende Geschenk.

22.01.2021: Im Herzen der Beamten der Hamburger Polizei und vieler Fans wird Jan Fedder immer bleiben. Jetzt soll Hamburg die Jan-Fedder-Promenade erhalten.