Sissi

Jede Zeit hat ihre individuellen besonderen Erlebnisse oder Personen, die in gewissem Maße eine magische Ausstrahlung besitzen. Dazu gehört Prinzessin Elisabeth von Bayern, die als österreichische Kaiserin Sissi in die Geschichte eingegangen ist. In den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts kam es unter Federführung von Ernst Marischka zur Verfilmung der Geschichte von Kaiserin Sissi, die einen etwas anderen Weg einschlägt. Dieser Film bildet den Auftakt einer Trilogie. Seine Premiere in den Kinos feierte der Film am 21.12.1955. 

Das Leben in Possenhofen ist recht unbeschwert. Dort lebt Sissi mit ihren Eltern und ihren Geschwistern. Eines Tages kommt ein Brief, der die Welt der Familie verändern wird. Er stammt von Erzherzogin Sophie, der Mutter vom österreichischen Kaiser Franz Josef. Sie lädt Tochter Helene und ihre Eltern nach Wien ein, weil es ihr Plan ist, dass Helene die künftige Kaiserin von Österreich wird. Damit das ganze nicht zu auffällig wirkt, beschließt Herzogin Ludovika ihre Tochter Sissi mit auf die Reise zu nehmen. Sissi ist noch recht jung und besitzt ein ungeheures Temperament, was sie auch während der Reise zeigt. So kommt es ihr wiederum nicht gelegen, als ihre Mutter Sissi weitere Aktivitäten verbietet und diese im Zimmer einschließt.

Allerdings lässt sich Sissi nicht davon abhalten und geht allein auf die Pirsch. Schließlich gibt es da doch ein Fenster, aus dem man klettern kann., was dann auch tut. Dies bemerkt allerdings wiederum Oberst Böckl, der Sissi heimlich folgt. Auf ihrem Weg durch den Ort trifft sie auf einer Straße  eine Postkutsche mit Passagieren. Es handelt sich bei einem der Gäste um niemand geringeren als Kaiser Franz-Josef. Sissi und der Kaiser kommen ins Gespräch, wobei Sissi zunächst nicht ahnt, mit wem sie spricht.

Der Film stammt aus einer Zeit, in der noch keine Technik das Leben so stark geprägt hat. Es blieb mehr Zeit für wichtige Aufgaben, wobei das Leben nicht immer einfach gewesen ist. Deutlich werden in diesem Film viele höfische Verpflichtungen. Genau wird jedoch auch gezeigt, dass selbst das Familienleben der Kaiserin nicht einfach war. Konnte sie eben noch unbeschwert leben, besitzt sie von der einen auf die andere Minute plötzlich kaum noch Freiheit. Schön ist zudem zu beobachten, wie sich der Wandel von Erzherzogin Sophie vollzieht. Doch der Film lädt in dieser hektischen Zeit immer wieder zum Träumen ein. Schließlich zeichnet sich der Film durch schöne Landschaften und Traumhafte Innendekorationen zum Anschauen ein.