Saint Amour

Messen gibt es innerhalb eines Jahres unzählige. Dies ist in vielen Städten von Deutschland so und erst recht in Frankreich. Häufig präsentieren die Messen neue landwirtschaftliche Geräte. Einen besonderen Höhepunkt stellen viele Messen dar, weil sie kulinarische Spezialitäten anbieten. Mitunter kombinieren Messen ihr Angebot und bieten neben Produkten für die Landwirtschaft einen Einblick in die Welt des Gartenbaus an. Eine Landwirtschaftsmesse steht im Mittelpunkt des hier vorliegenden Films.

Den Höhepunkt des Jahres stellt für Bruno die Landwirtschaftsmesse in Paris dar. In diesem Jahr ist die Situation besonders kompliziert. Schließlich haben Bruno und sein Vater Jean schon lange nicht mehr viel miteinander geredet. Dabei fahren sie schon seit Jahren gemeinsam zur Landwirtschaftsmesse. Es ist die Zeit, in der traditionell Bruno eine „Weinreise“ beginnt. Das bedeutet, er besucht auf der Messe einen Weinstand nach dem anderen. In jedem Jahr verläuft die Messe in anderer Richtungen in den Hallen. Während der gleichen Zeit pflegt Jean die Hoffnung, dass er einen Preis mit seinem Zuchtbullen gewinnt. Nun soll eine andere Zeit anbrechen. So denkt sich das jedenfalls Sohn Bruno, der den Ausstieg aus dem Familienbetrieb plant. Dabei entschließt sich Jean zu einer richtigen Weinreise, die in die Natur führt, während Bruno sonst nur in der Halle wäre. Das Ziel ist eine Weinreise, die einen echten Hintergrund hat. Allerdings ist die Stimmung nicht gut und man müsste beide wegen ihrer Unterschiedlichkeit trennen. Auf einmal sitzen sie trotzdem in einem Taxi mit Ziel Saint Amour, einem malerisch gelegenen Weinort. In der idyllischen Umgebung könnte scheinbar alles möglich sein, vielleicht sogar das Zusammenfinden von Vater und Sohn. Immerhin ist da noch Taxifahrer Mike, der das ungleiche Gespann auf einmal verstärkt. Somit treffen drei Generationen aufeinander, die ganz unterschiedliche Vorstellungen vom Leben haben.

Ein nettes Extra stellt das Bonusmaterial dar. Mit einem Making-Of, den Interviews, dem Punkt „Komödiant beim Dreh“ sowie dem Deutschen und dem Original-Kinotrailer fällt das Bonusmaterial ordentlich aus.

Recht gelungen ist die Besetzung in dem Film mit Gerard Depardieu. Deutlich wird dies auch bei der Synchronisation, die ein stimmiges Bild ergibt. In dem Film treffen nun drei Männer aufeinander, wie sie unterschiedlicher kaum sein können. Während Jean der kluge Stratege ist, lebt Bruno einfach so darauf los und zeigt dies auf der Messe, da er „nur eine Woche“ Urlaub hat. Selbst Mike, der Taxifahrer, hat eigene Probleme. Gemeinsam sammeln sie Erfahrungen für das Leben, die sie nicht so schnell vergessen. Schließlich geraten schon bald die geschlossenen und offenen Beziehungen mit dem Leben in den Mittelpunkt, was gut präsentiert wird.