Girl on the Train – Juni 2017

Die britische Autorin Paula Hawkins hat durch ihren Thriller „The girl on the Train“ Berühmtheit erlangt. Im Mittelpunkt des Buches stehen die Themen Drogenmissbrauch, Alkohol und Gewalt. Geboren ist Paula Hawkins in Rhodesien. Später studierte Paula Hawkins am Collingham College in West London. Bei der Times hat sie als freie Journalistin gearbeitet.

Im Jahr 2016 kam es zur Verfilmung ihres Buches, wobei der Film jetzt veröffentlicht wurde. Mittlerweile hat sie ihren zweiten Roman mit dem Titel „Into the water“ veröffentlicht.

Die Scheidung von ihrem Mann Tom nimmt Rachel ziemlich mit. Der Zug bringt sie jeden Tag zur Arbeit, die in Manhattan zu erreichen ist. Während dieser Fahrt durchquert der Zug den Vorort, indem sie und ihr Mann Tom einst zusammen wohnten. Der Pendlerzug hält jedes Mal wie gewohnt an einem bestimmten Streckenabschnitt. Dabei fällt ihr ein Haus auf, welches scheinbar Harmonie ausstrahlt. Dort wohnt offenbar das glückliche Ehepaar Megan und Scott Hipwell, dessen Leben einen perfekten Eindruck macht. Es stellt sich heraus, dass Megan bei Tom und seiner neuen Frau Anna als Kindermädchen arbeitet. Deren Glück wird durch eine Tochter komplettiert. Jedoch verändert sich eines Tages das harmonische Bild. Schließlich kann sie Megan beim Austauschen von Zärtlichkeiten mit einem Fremden auf der Veranda beobachten. Als problematisch soll sich der Aussteig von Rachel an diesem Tag am Wohnort ihres ehemaligen Mannes erweisen. Erst am nächsten Tag wacht sie auf und ist von blauen Flecken übersät. Außerdem kennzeichnen Wunden ihren Körper. Nur kann sich Rachel nicht daran erinnern, was passiert ist. Dies könnte durchaus normal sein, da sie unter massiven Alkoholproblemen leidet. Allerdings ist Megan inzwischen verschwunden. Einige Zeit später wird die Meldung über das Verschwinden von Megan im Fernsehen gezeigt. Aus dem Grund begibt sich Rätsel auf eine Suche…

Bei Verfilmungen von Büchern bleibt ein gewisses Risiko. Schließlich können die Filme nie den ganzen Stoff von Büchern wiedergeben, der dort zu finden ist. Und doch zeichnet sich der Film durch ungewöhnliche Akzente aus. Dies wird bei den Zugfahrten deutlich, wenn Rachel sich nach und nach mehr von dem Vorort in den Bann ziehen lässt. Dabei besitzt der Film an manchen Stellen eher unterschwellige beziehungsweise feinfühlige Akzente. Dies geschieht beispielsweise in dem Moment, wenn Rachel mit ihren Schilderungen beginnt und ihre Empfindungen ins Spiel bringt. Diese sind allerdings nicht immer einfach. Zudem spielt es keine Rolle, ob der Kreis der Zuhörenden klein oder groß ist. Insofern dürfte es genügend Neugierige geben, die den recht gut umgesetzten Filmstoff sehenswert finden. Marina Teuscher – 17.06.2017