Valley of Love

Der französische Schauspieler Gerard Depardieu hat sich schon seit mehreren Jahrzehnten einen Namen als Charakterdarsteller gemacht. Seit mehreren Jahren besitzt er die russische Staatsbürgerschaft. Im Rahmen seiner Karriere hat er in Filmen wie „Der Bulle von Paris“, „Die siebente Saite“ oder „Coco Chanel – Der Beginn einer Leidenschaft“ mitgewirkt. Unvergessen sind ebenso die Asterix-Filme wie „Asterix bei den Olympischen Spielen“. Nun ist der im Jahr 2015 produzierte Film „Valley of Love – Tal der Liebe“ erschienen.

Isabelle und Gerard haben seltsame Post erhalten. Es handelt sich um einen Brief von ihrem Sohn. Nur hat sich dieser vor sechs Monaten aus dem Leben verabschiedet. Das Problem bei den Eltern liegt zudem darin, dass sie getrennt leben. Schon seit Jahren haben sie sich nicht gesehen. Nun treffen sie zum ersten Mal nach Jahren aufeinander. Die Situation hat schon etwas absurdes an sich. Immerhin hat keiner den Verlust des Sohnes richtig verarbeitet. Doch trotzdem haben sich beide mit dem Inhalt des Briefes ausführlich beschäftigt. Jetzt sind sie entschlossen, sich auf das Programm einzulassen, welches sich ihr Sohn ausgedacht hat. Dazu sollen sich beide von ihren jetzigen Wohnorten in das Death Valley begeben. Dies soll an einem bestimmten Tag geschehen. Dort, wo eine brütende Hitze herrscht, sollen sie sich eine Woche aufhalten. Während dieser Zeit sollen sie einige Plätze besuchen und dort auf Spuren achten. Allerdings ist die Stimmung zwischen Isabelle und Gerard nicht einfach. Bald schon kommt die Phase, in der jeder dem anderen Vorwürfe macht. Sie fangen an, sich zu streiten. Das dauert jedoch nur bis zu dem Zeitpunkt, bis es zu ersten Annäherungsversuchen kommt. Nun entschließen sie sich, das Geheimnis um ihren Sohn genauer zu entdecken.

Es ist eine sonderbare Reise, die Isabelle und Gerard antreten. Schließlich führt diese nicht nur durch das Death Valley. Sie lernen plötzlich wieder miteinander zu sprechen.Dabei ergibt sich ein interessantes Zusammenspiel zwischen den beiden. Zusammen entdecken sie wieder, was dem Leben doch etwas mehr Bedeutsamkeit schenkt. Neugierig machen auch die Dialoge insgesamt, die von anfänglichen Streitereien zu immer ruhigeren Gesprächen führen. Vielleicht fehlen Actionmomente, an die man sofort denkt, weil Gerard Depardieu so wandlungsfähig ist. Und doch ist der Film etwas besonderes, weil er nicht nur zwei Weltdarsteller zeigt. Der Film zeigt ein Paar, dass sich auf eine besondere Reise begibt, die tiefen Eindruck bei ihnen für alle Zeit hinterlässt. (Marina Teuscher – 25.11.2016)