War Room

In der Regel gibt es die großen und kleinen Kriege. Sehr häufig tragen kleine Missverständnisse zu den großen Kriegen bei. Zu spüren ist dies anhand der Geschichte. Allerdings gibt es auch die Kleinkriege, die sich bei einer Ehe unbewusst in das Leben einschleichen. Mitunter ist das Aufklären dieser Probleme gar nicht einfach. Eines Tages steht auch Elisabeth vor dem Problem, dass sie eher wie ihr Mann merkt, das die Ehe in der Krise steckt.

Es hat den Anschein, als wäre die Ehe der Jordans perfekt. Sie haben alles, was man für ein glückliches Leben braucht. Beide haben Jobs, die sie glücklich machen. Während er Pharma-Vertreter ist, arbeitet seine Frau als Immobilienmaklerin. Sie haben eine gemeinsame Tochter. Zudem bewohnen sie als Familie ein schönes Eigenheim. Doch ist das alles nur schöner Schein. Dabei ist die Ehe im Gegenteil zerrüttet. Bei Ehemann T.C. zählt nur der Beruf. Er fühlt sich gut damit, dass er einen Erfolg nach dem anderen feiern kann. Dann ist es so, dass er sowieso nicht die geringste Lust hat, sich um seine Familie hat er schon nicht mehr. Unter dieser Situation leidet natürlich Ehefrau Elisabeth. Noch schlimmer davon betroffen ist jedoch Tochter Danielle. Sie sitzt, wenn ihre Eltern streiten, zwischen den Stühlen. Und so droht die Welt der einstmals glücklichen Familie bei allen den Belastungen zu zerbrechen. Eines Tages muss sie anhören, wie ihre Tochter zu einer Freundin sagt, dass sie lieber zu deren Familie gehören möchte. Schließlich versteht es Tony auch, zu flirten. Plötzlich ändern sich die Zeiten, als Elisabeth die Bekanntschaft mit Miss Clara macht. Diese möchte nämlich ihr Haus verkaufen und zeigt Elisabeth das Haus. Dort befindet sich auch ein Gebetsraum, in dem sich Miss Clara des Öfteren aufhält. Durch die Gespräche mit Miss Clara schöpft sie neue Kraft. So richtet sie mit deren Hilfe eine Gebetskammer in ihrem Haus ein und hängt auch Zettel an die Wand. Dort führt sie Gespräche mit Gott, die ihr die Kraft zum Bekämpfen ihrer negativen Gedanken geben. Somit wird sie eine bessere Möglichkeit finden, um für ihre Familie einzustehen. Bald findet auch ihr Ehemann den Gebetsraum und bekommt zum ersten Mal die Schwierigkeiten mit.

Dieser Film hat ein beachtliches Potential, dass er einen nicht so schnell loslässt. Immerhin geht es um eine Familie, die scheinbar alles hat. Das Entsetzen ist groß, als sie die Wahrheit erkennen, dass dem doch nicht so ist. Elisabeth beschreitet einen ungewöhnlichen Weg, um wieder ins Glück zu finden. Es ist anstrengend, weil das Einstehen von Wahrheiten einem nicht immer leicht fällt. Das ist die Botschaft, die der Film zum einen bereithält. Sie versäumen es nämlich auch auf ihre Tochter aufzupassen. Beachtlich ist allerdings, die Darstellung des Weges, den die Familie wählt, was den Film zu einem besonderen Erlebnis macht. (Marina Teuscher – 15.10.2016)