Bronze

Es gibt einige Menschen, denen die enge Verbindung von Olympia mit Griechenland ein Begriff ist. Beim griechischen Olympia handelte es sich um das Heiligtum von Zeus, das sich in Elis befand. Während der Antike befand sich an dieser Stelle der Austragungsort der olympischen Spiele. Über eine lange Zeit kam es jedoch nicht zur Veranstaltung dieser Spiele.

Erst über Baron Pierre de Coubertin fanden die Olympischen Spiele den Weg in die Neuzeit. Bis heute finden alle vier Jahre die Sommerspiele statt, die Turnerin Hope noch Jahre nach ihrem Gewinn beschäftigen.

Es ist mittlerweile nämlich 12 Jahre her, seit Hope Ann bei den Olympischen Spielen eine Bronzemedaille gewonnen hat. Sie galt als vielversprechendes Talent. Doch dieser Ruhm ist inzwischen weitgehend verblasst. Hope kann allerdings nicht loslassen und fühlt sich, als wenn sie erst gestern auf dem Siegertreppchen gestanden hat. Dabei lebt sie noch nicht einmal besonders schön. Für wenig Geld posiert sie in ihrem Turnanzug. Allerdings soll sie schon bald auf eine Krise hinsteuern, in deren Rahmen es zur Bedrohung ihres Promistatus kommt. Schließlich wird sie doch einfach gefragt, ob sie das junge Talent Maggie trainiert. Es erwartet sie dafür eine ausreichende Belohnung. Damit Maggie die Aufmerksamkeit von Hope gewinnt, turnt sie dieser sogar auf einer Straße vor einem Cafe vor. Das Angebot Maggie zu coachen, stellt sie jedoch wiederum vor ein Problem. Schließlich ist sie die einzige Berühmtheit in der Stadt. Doch jetzt droht Maggie ihren so mühevollen erhaltenen Ruf zu beschädigen. So wird sie sich zu einer Entscheidung durchringen müssen. Trainiert sie Maggie und nimmt das Geld? Dann ist sie möglicherweise die nächste Prominente, so dass Hope Ann sich nicht mehr die einzige Berühmtheit innerhalb des Ortes ist. Oder soll sie Maggie nach allen Regeln der Kunst behindern, damit sie die einzige Berühmtheit in der Stadt bleibt?

Der Film zeigt auf eine intensive Weise, dass es sich nicht lohnt, der Vergangenheit zu lange hinterher zu schauen. Schließlich kann es sein, dass einem die besten Chancen dadurch entgehen. Hope ist ein klassisches Beispiel, hält sie doch an ihrem Erfolg auch nach 12 Jahren fest, ohne sich auf neue Wege einzulassen. Daher hat es niemand so ganz leicht, mit ihr klarzukommen. Selbst Maggie findet nicht so leicht Zugang zu ihr. Doch gibt Maggie ihren Traum nicht auf, einmal so wie Hope turnen zu können. Das ist zwischendurch auch recht witzig anzuhören, so dass kaum Langeweile aufkommt. Wer einmal den olympischen Geist mit dem nötigen Humor aus einer anderen Sicht erleben will, liegt mit dem Film richtig. (Marina Teuscher – 30.09.2016)