Lobster

Die Karriere des irischen Schauspielers Colin Farrell nahm im Jahr 1996 seinen Anfang. Zuvor war er seiner Schwester Catherine gefolgt. Ziel war die Gaiety School of Drama. Im gleichen Jahr war er zum ersten Mal in einer Fernsehserie zu sehen. In den kommenden Jahren spielte er in „The War Zone“ sowie in der Miniserie „David Copperfield“ mit. Dann wagte er den Sprung nach Los Angeles. Schließlich sollte es in seiner Karriere weiter vorangehen. Inzwischen spielt er regelmäßig in abendfüllenden Spielfilmen mit wie im hier vorliegenden Film „The Lobster“.

In der Stadt, in der David ankommt, gibt es feste Regeln. Schließlich dürfen dort nur Paare leben, die ein gültiges Ehezertifikat haben. David allerdings ist Single, da er von seiner Frau verlassen wurde. Wer dort ankommt, zieht sofort in ein Hotel ein. Dort gibt es eine Frist von 45 Tagen, in denen die ankommenden Gäste einen Partner finden müssen. David ist da etwas negativ belastet. Verhindern möchte er schon, das er verwandelt wird und ihm anschließend die Verbannung in den Wald droht. Er reist mit seinem Hund an, bei dem es sich um seinen Bruder handelt. Dieser war dort auch zu Gast, war aber bei seiner Partnersuche nicht erfolgreich, so dass er in einen Hund verwandelt wurde. Allerdings gibt es eine Möglichkeit, die Frist zu verlängern. Dafür müssen die Gäste auf die Jagd gehen. Welche Versuche David jedoch auch startet – nichts will ihm richtig gelingen. Schließlich leben in den Wäldern unregistrierte Singles. Diese sollen unter Mithilfe eines Betäubungspfeils „erlegt“ werden. Es ist der Ort, an dem einige hinflüchten, wenn ihnen die Partnersuche nicht gelingt. Allerdings lernt er dann eine Frau kennen, die extrem kurzsichtig ist.

Beschäftigt man sich zunächst mit dem Film, mutet die Story etwas sonderbar an. Schließlich bleiben gerade 45 Tage, um zu verhindern, das man in ein Tier verwandelt wird. Schaut man jedoch mehr in den Film rein, so fällt auf, dass eine ganz interessante Konstellation zustande gekommen ist. Auf der einen Seite steht das bürgerliche Leben, das durch die Suche nach einer Partnerschaft bereichert werden soll. Andererseits ist das Risiko, dass die 45 Tage ohne eine neue Partnerschaft verstreichen. Da erwarten die Zuschauer einige komische Situationen, wenn er beispielsweise seinen Hund vorstellt, bei dem es sich um seinen Bruder handelt. In ähnlicher Weise gibt es eine Vielzahl von Situationen – wie bei der Busfahrt -, die zwar etwas absurd wirken und den Film doch sehenswert machen. Marina Teuscher – 10.07.2016