Die Trappfamilie

In den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts eroberte eine musikalische Familie die Bildschirme in Deutschland. Zu sehen war in der Hauptrolle Ruth Leuwerik. Dabei ging es um die Trappfamilie, deren Leben durch den zweiten Weltkrieg sich drastisch verändert hat. Diese wahre Geschichte erlebte die österreichische Sängerin und Schriftstellerin Maria Augusta Trapp. Als Österreich sich an das dritte Reich anschloss, emigrierte sie in die USA. Im Jahr 1944 beantragte sie dort die amerikanische Staatsbürgerschaft. Schon Jahre zuvor hat sie mit ihrem Mann die Grundlagen für die Zukunft gelegt. Bereits im Jahr 1935 gründete sie mit ihrem Mann den Familienchor, der auch in den USA durch die Lande reiste. Diese Geschichte wurde jetzt erneut verfilmt.

Agathe kann auf ein recht erfülltes Leben zurückblicken. Schließlich ist sie in einer harmonischen Umgebung aufgewachsen. Sie lebt auf einem gut und übt mit ihren Geschwistern Lieder ein. Diese tragen sie auch ihrem Vater vor, bei dem es sich um einen Marine-Offizier handelt. Eines Tages bekommen sie mitten während der Musikstunden Besuch. Es ist die neue Kinderfrau Gustl, die  die Familie nun unterstützen soll. Während diese vom Vater herzlich begrüßt wird, lässt Agathe die Ankunft kalt. Allerdings geht ihr Vater dazwischen und bitte Agathe, das sie Gustl das Zimmer zeigt. Er beschreibt ihr das Zimmer sehr genau, woraufhin Gustl ihr den Koffer in die Hand drückt. Dann gehen die beiden nach oben, wobei die neue Kinderfrau feststellt, dass sie wohl doch einen Kompass brauchen wird. Agathe ist noch immer nicht begeistert und will Gustl auch gar nicht an sich ran lassen. Brenzliger wird die Situation nach einigen Wochen, als der Vater Gustl bittet, seine Frau zu werden. Inzwischen entwickelt sich die Situation immer mehr zum Nachteil der Familie. Da scheint es fast wie ein Wink des Schicksals, das eine Freundin bei der Familie von Trapp zu Besuch kommt. Sie erzählt davon, dass sie in Amerika engagiert ist und bittet die Familie mitzukommen.

Es ist gut möglich, dass es viele gibt, die die Filme aus den 50er Jahren nicht oder nur wenig kennen. Dann wird ihnen die Geschichte auf Anhieb nicht unbedingt so viel sagen. Allerdings ist die Familie Trapp ziemlich bekannt, wie der Einführung zu entnehmen ist. Daher ist es ein interessanter Aspekt, die Geschichte mal aus Sicht von Agathe von Trapp zu zeigen. Die Geschichte zeigt zugleich deutlich, welch problematische Zeit die Kriegsjahre mit sich brachten. Dazu kommen die schwierigeren Verhältnisse innerhalb der Familie. Schließlich kommen Agathe und Gustl, die zweite Frau, nicht unbedingt miteinander klar. Das ganze spielt teilweise in malerischer Umgebung und zeigt, wie harmonisch das Leben verlaufen könnte. Eine gute Voraussetzung, um den Wert des Filmes zu erkennen, ist es, wenn die anderen Werke nicht bekannt sind. Diese sollte man sich erst im Anschluss an den Film anschauen. Dann gelingen alle Filmabende mit der Trappfamilie. Eine interessante Rolle kommt übrigens Yvonne Catterfield zu. (Marina Teuscher – 05.08.2016)