Die Kehrseite der Medaille

Austin in Texas hat schon früh hohe Bekanntheit erlangt, obwohl die Stadt erst im Jahr 1835 gegründet wurde. Damals war die Stadt unter dem Namen Waterloo bekannt. Drei Jahre später erfolgte die Umbenennung der Stadt in Austin. Dabei handelte es sich um den Nachnamen von Stephen F. Austin. Er war für die Gründung der Stadt verantwortlich. Langweilig ist es in der Stadt nicht, was schon an den Seen liegt. Allerdings wird sich auch jede landschaftliche Umgebung im Laufe der Zeit verändern, so wie es bei Menschen der Fall ist. Genau auf diese Erfahrung trifft Michael in diesen Film.

In zehn Jahren kann viel Gutes und auch Schlechtes passieren. Solange war Michael Chambers gezwungen, von der Bildfläche zu verschwinden. Immerhin hatte er eine Menge Spielschulden, da er ein Glücksspieler und Zocker ist. Dies bedeutete zugleich, dass er seine Frau verlassen musste. Diese saß plötzlich auch mit einem Berg Schulden allein da. Mittlerweile hat Rachel einen neuen Lebensgefährten. Bei diesem handelt es sich um Tommy, den umstrittenen Besitzer eines Nachtclubs. Davon erfährt Michael, als er wieder in Leben zurückkehrt. Dabei muss er erst einmal die Strecke bis nach Austin in Texas bewältigen. Auf der Fahrt hat er zunächst nette Begleitung, was ihm gut tut. Schließlich ist so ein Weg zurück nicht immer einfach. Nun möchte er endlich wieder festen Boden unter den Füßen spüren. Sein Ziel ist jedoch auch, dass Rachel zurück erobern kann. Aus diesem Grund fängt er sogar mit der Arbeit an. Er findet einen Job bei einer Firma, die sich Geldtransporten widmet. Das er diesen Job annehmen kann, verdankt er dem Freund seiner Mutter. Dieser arbeitet dort und schlägt Michael als neuen Mitarbeiter vor. Allerdings läuft es dann nicht so, wie er es gerne hätte. Sein Charme alleine bringt ihn nicht weiter. Schließlich will Rachel nicht zu ihm zurück und am besten gar nichts mehr von ihm wissen. So bleibt nur noch eines übrig: Er muss den Geldtransporter, den er fährt, überfallen. Diesen Vorschlag macht er auch dem Freund seiner Mutter.

Dass das Glücksspiel nicht immer Glück bringt, ist schon seit vielen Jahrzehnten bekannt. Mitunter ist dieses Spiel mit einem sehr hohen Risiko verbunden. Diese Erfahrung musste auch Michael machen und sucht sich nun seinen neuen Weg. Wie es im realen Leben mitunter so ist, muss er dabei eine Menge aushalten. Das ist gut dargestellt, wobei es jedoch unverständlich ist, warum Michael wieder auf die schiefe Bahn gerät. Zudem muss Michael mehrere Wendungen erleben, die für ihn nicht so einfach zu bewältigen sind. Beeindruckend ist dargestellt, welche negativen Folgen eine Sucht haben kann.  Alle Handlungsfäden sind geschickt miteinander verknüpft und laden zum Anschauen ein (Marina Teuscher – 25.05.2016).