Plötzlich Zombie – So ein Mist

Bei Zombies handelt es sich in der Regel ja um untote Figuren, die zum Leben erwacht sind. Andere Zombies können sich beispielsweise als Wesen zeigen, die ihrer Seele beraubt wurden und völlig willenlos sind. Ganz besonders oft werden die Zombies auch als Kostüm ausgesucht, wenn die Feiern zu Halloween anstehen.

Die Geschichte beginnt, als gerade Pause ist. Es sind nur noch wenige Tage, bis es zur großen Halloweenparty kommt. Dabei ist von einer Party die Rede, von der einfach jeder weiß. Schließlich ist in den fünfer Klassen das ein Top-Thema. Einige haben dabei ja schon überlegt, mit wem sie wohl zur Party gehen würden. Doch es gibt auch andere wie Nathan, die mal eben in der Pause beim Essen erfahren, dass sie nicht eingeladen sind. Damit hat sich Shawna, die ohnehin sehr beliebt ist und die Party jedes Jahr veranstaltet, wieder in den Mittelpunkt gestellt.

Später wird gezeigt, wie es Nathan im Sportunterricht ergeht. Jeder möchte natürlich in das beste Team, auch wenn er kein großer Sportler ist. Doch auch vorher muss erst einmal das Laufen trainiert werden. Nathan fällt es dabei nicht leicht, mit allen Entscheidungen klar zu kommen, wie beispielsweise, dass er nicht zur Party eingeladen worden ist. Langfristig denkt er sich, dass es besser wäre, keine Gefühle zu haben. Allerdings passiert dann etwas anderes, als Abigail sich daran versucht, Nathan mit einem Trank etwas mehr positives Gefühl zu verleihen. Damit soll Nathan seine negativen Gefühle nicht mehr so spüren. Doch dummerweise wird das ganze Glas mit dem Trank über ihn geschüttet. Da er beginnt abzusterben, ist guter Rat teuer und die Suche nach einem Gegenmittel wird dringend.

Der Lesespaß für Jugendliche wird dadurch noch unterstützt, dass es möglich ist, sich sein eigenes Cover zu kleben. Insgesamt 18 Aufkleber bieten da so einiges, wenn der Fantasie freien Lauf gelassen wird.

Schön wurde dabei auch der Einband gestaltet, der einen völlig entsetzten Jungen zeigt. Es ist somit ganz passend zur Geschichte ausgearbeitet worden.

Geschrieben wurde die Geschichte von David Lubar und veröffentlicht im Baumhaus Verlag, der zur Bastei Lübbe GmbH & Co. KG gehört. Im Englischen lautet der Titel der Originalausgabe „Nathan Abercrombie, Accidental Zombie – My rotten life“. Übersetzt wurde die Ausgabe aus dem Englischen von Bernhard Schneider.

Das Buch passt doch einmal voll in die heutige Zeit, wo viel von Vampiren und ähnlichen Figuren gesprochen und geschrieben wird. Unter anderem wird dabei ein bisschen gezeigt, wie es an der Schule zugeht. Bei den Schilderungen vom Sportunterricht fühlte ich mich doch sehr an meine Schulzeit erinnert, da ich gerade das Laufen damals überhaupt nicht mochte (Heute ist das Gegenteil der Fall – ich kann davon nicht genug bekommen – wenigstens auf dem Laufband.) Schon die Einleitung zur Geschichte ist richtig genial. Einige Zeichnungen verleihen dem Buch ebenfalls eine abwechslungsreiche Seite. Richtig spannend wird es, als für Nathan die Entscheidung überhaupt ansteht, ob er bereits ist, für immer als Zombie zu leben. Immerhin hat er eine Weile Zeit, die Vorteile und Nachteile kennen zu lernen, die das Leben als Zombie mit sich bringt. Gezeigt wird aber auch, ob groß oder klein, Freundschaften sind wichtig. Und manchmal kann man auch ein Held werden, wenn man in einer Mannschaft nicht den Kapitän spielt. (Marina Teuscher – 09.05.2012)