Der Bodyguard – sein letzter Auftrag

Die deutsche Schauspielerin Diane Kruger ist in der Regel in französisch- und englischsprachigen Filmen zu sehen. Zwei Jahre zuvor, bevor sie mit dem Film „Das Vermächtnis der Tempelritter“ bekannt wurde, begann ihre schauspielerische Laufbahn. Sie war bisher außerdem in Filmen wie „Michel Vaillant“, „Frankie“ und „Sky – der Himmel in mir“ zu sehen. Nun ist sie in diesem Film zu sehen, der einmal mehr die Faszination von Südfrankreich enthüllt.

Vincent ist Kriegsveteran und hat in Afghanistan viel schlimmes erlebt. Sehr oft denkt er an die Zeit zurück. Immerhin kam es zu einer Reihe von blutigen Kampfeinsätzen. So etwas hinterlässt Spuren, die sich in postraumatischem Stress zeigen. Beim Militär kann er nicht mehr zum Einsatz kommen. Deutlich wird dies nach einer Untersuchung, bei der der Arzt den erneuten Einsätzen von  Schließlich leidet er an Halluzinationen und an Angstzuständen. Das ist nicht gerade die beste Voraussetzung, um einen Job als Bodyguard anzunehmen. Und doch hat er diesen Job, der ihn nach seiner Rückkehr nach Frankreich jetzt zu Jessie führt. Sie ist die Frau von einem reichen Libanesen. Er soll nun als knallharter Security Jessie beschützen, deren zu Hause sich auf einem ultraluxuriösem Anwesen befindet.

Bald schon bemerkt er die ersten Gefühle für Jessie. Doch er spürt noch etwas anderes, was sich wie eine schwerwiegende Bedrohung für die ganze Familie anfühlt. Das gilt auch für die beiden Kinder. Die Situation ist für Vincent nicht einfach, der er immer wieder von Paranoia geplagt wird. Da ist es nicht leicht, eine Entscheidung in Bezug auf eine reale Gefahr zu treffen. Allerdings soll sich schon bald beweisen, dass er gar nicht so verkehrt liegt. Auch ein schwerreicher Geschäftsmann kann große Gegner haben. So erzählt Jessie eines Tages den Anruf, der ihr die Verhaftung von ihrem Mann an der Schweizer Grenze verkündete. Das würde sich alles schon regeln. Jedoch ist das ganze nicht so einfach wie es scheint. Aus dem Grund holt Vincent sich Verstärkung und der Wirbel soll auch schon bald losgehen.

Der Film führt an einigen Stellen recht beeindruckend vor Augen, wie intensiv sich die Erfahrungen aus den Kriegstagen auf die Soldaten auswirken. Man merkt, dass ihn die Situationen des Öfteren übermannen. Daher passt die aufgebaute düstere Szenerie sehr schön zur Thematik. Diese zeigt allerdings deutlich, wie schmal der Grad für einen Kriegsveteran sein kann, wenn er ins Leben finden will und wie leicht das Glück auf diesem Weg doch manchmal zerbricht. Ein sehenswerter Film, der sehr nachdenklich macht. (Marina Teuscher – November 2016)