Zwischen Historienfilm und Gegenwartskomödie

Als Filmregisseur und Drehbuchautor hat der Günter Reisch sich einen Namen gemacht. Gedreht hat er die Filme für die DEFA, über die er zum Regisseur ausgebildet worden ist. Darunter befinden sich Filme wie

Junges Gemüse

Das Lied der Matrosen

Der schwerwiegende Stern

Gewissen in Aufruhr und

Ein Lord am Alexanderplatz.

Bei einigen Filmen hat Günter Reisch gleichzeitig auch Co-Drehbuch geschrieben. Mitunter war er dann auch nur in einem Kurzauftritt zu sehen. Seine Arbeit war in den Jahren stark von Erfolg gekrönt. So erhielt er mehrfach den Nationalpreis der DDR sowie den Kunstpreis der FDGB. Ausgezeichnet wurde er ferner unter anderem beim Sydney Film Festival sowie beim nationalen Spielfilmfestival der DDR. Jetzt wird sein Werk im Rahmen von Studien betrachtet, so dass jetzt das Buch „Zwischen Historienfilm und Gegenwartskomödie“ erschienen ist.

Einführung in die Thematik des Buches

Nach dem Grußwort schreibt Dieter Wiedemann über seine Begegnungen mit Günter Reisch. Dabei geht es um die Stationen in Biografien. Dann ist die Einführung zu Günter Reisch zu lesen, die von Michael Grisko geschrieben ist. Abgehandelt wird dabei auch die Tatsache, warum er Filme gemacht hat und warum gerade diese. Ganz ausführlich erfolgt auch eine Betrachtung vom Debütfilm des Regisseurs. Der Film wird vor allem auch aus der Sicht betrachtet, da mit ihm eine Zusammenarbeit von drei Menschen begann, die in den nächsten Jahren immer wieder gemeinsam aktiv waren. Es handelte sich dabei um Günter Rücker, Horst E. Brandt und eben Günter Reisch. Gemeinsam hatten sie, dass ihr Debüt mit einem Gegenwartsfilm stattfand. Daher werden die Anfänge auch ziemlich ausführlich besprochen. Auch die folgenden Jahren kommen ziemlich ausführlich ins Gespräch.

Stichworte zu den Shortcuts

Aufgeführt werden eine Reihe von Shortcuts, denen ebenfalls wichtige Inhalte zu der Arbeit von Günter Reisch entnommen werden können:

I        Spur in die Nacht

II      Das Lied der Matrosen

III     Günter Reisch auf Abwegen

IV      Der Dieb von San Marengo

V       Biografie und Revolution

VI      Reisch und Becker

VII     Weiße Wände und Backpfeifen

 

Mehr Informationen zum Autor

Michael Grisko studierte Europäische Medienwissenschaften, Germanistik und Politik. Unter anderem war er ferner Mitglied des Vorstandes bei Cinegraph Babelsberg. Mittlerweile arbeitet er seit dem Jahr 2010 als Referent. Bei seinem Arbeitgeber handelt es sich um die Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen.Mehrere Publikationen kamen bereits zur Veröffentlichung. Dazu gehörten „Texte zur Theorie und Geschichte des Fernsehens“ sowie „Nachdenken über Wolfgang Staudte“. Nun ist seine Publikation „Zwischen Historienfilm und Gegenwartskomödie erschienen. Entstanden ist das Buch in Zusammenarbeit mit dem Filmmuseum Potsdam. Die Förderung des Films erfolgte durch die DEFA-Stiftung, die HFF Konrad Wolf sowie durch CineGraph Babelsberg e. V.

Fazit

 Mit dem Buch wurde gleich aus zweifacher Hinsicht eine schöne Würdigung geschaffen. Zum einen erinnert das Buch an das doch beeindruckende Werk, was seitens der DEFA geschaffen worden ist. Günter Reisch war dabei einer der wichtigen Regisseure, der sich nicht auf ein Genre festgelegt hat. Vielmehr war es die Vielfältigkeit, die auf diesem Wege sich auch angenehm auf die Erfolgsgeschichte der DEFA ausgewirkt hat. Und dann war da noch die Geschichte von Günter Reisch, die sich ebenfalls sehr erfolgreich entwickelt hat. Grundlage war auch hierfür, dass er sich nicht auf ein Genre nur festgelegt hat. Vor allem ist in den Filmen auch immer wieder zu spüren, dass an die Geschichte der DDR gedacht wird. Diese bildet einen ganz wichtigen Teil von Deutschland und ist es somit wert, ausreichend gewürdigt zu werden, wie in den Filmen und auch im Werk geschehen. Marina Teuscher – Datum folgt