Femme Fatale

Die weibliche Schönheit ist ein Thema, das schon vielfach in die Kunst eingeflossen ist. Mit dem Buch Femme Fatale widmet sich nun auch der Kunsthistoriker bekannte Joachim Nagel diesem Thema, das auch mit „Faszinierenden Frauen“ gleichzusetzen ist. Bei der „Femme Fatale“ handelt es sich um eine Frau, die von Stärke und Unabhängigkeit umgeben wird. Gleichzeitig besitzt sie eine Verführungsmacht, die magisch anziehend auf sehr viele Männer wirkt. In der Geschichte der Kunst findet die „Femme Fatale“ einen starken Einfluss.

In dem gleichnamigen Buch wird die Geschichte der Entwicklung der „Femme Fatale“ seit der Antike berücksichtigt. Eingegangen wird bei der Schilderung beispielsweise auf die Gemälde der berühmtesten Frauen, die die weibliche Schönheit teilweise wiedergeben können. Dazu gehört beispielsweise das Werk „Salome“ von Franz von Stuck, das im Jahr 1906 erschaffen wurde. Doch dies war nicht das einzige Gemälde, wo es zur Verewigung der Salome kam. Nur vier Jahre zuvor hat Edvard Munch das Gemälde „Das Biest“ geschaffen.

Ob die Sirenen, die Medusa oder Aphrodite, kaum eine der faszinierenden Schönheiten, die die Geschichte auf ihre Weise beeinflusst haben. Doch wird auch auf die Frauen des 20. Jahrhunderts eingegangen, die im Film die Rollen der bedeutenden Frauen in der Weltgeschichte gespielt haben.

Joachim Nagel hat sich ja gerade als Experte für die Schwarze Romantik einen Namen gemacht. So wird dieser Zeit auch Aufmerksamkeit geschenkt.

Heute wird die „Femme Fatale“ als moderne Frau gesehen, die zudem über ein gesundes Selbstbewusstsein verfügt. Doch der Weg dahin war lang und wird faszinierend geschildert. Schließlich kann die „Femme Fatale“ viele tausend Facetten haben. Noch dazu bekommen viele Meisterwerke großer Künstler in diesem Buch eine völlig neue Bedeutung. Schon für Kunstliebhaber ist das Buch sehr empfehlenswert. (Marina Teuscher – 2009)