Die Klassiker der Fernsehgeschichte

Schon einige Jahre lang gab es gerade in den USA einen Fernseher. Doch noch hatte er sich nicht weltweit durchgesetzt. Die Entwicklung, die der Fernseher zu einem Massenmedium nahm, begann nach dem Jahr 1950. Auf ungefähr 10.000.000 Zuschauer kamen nach Zählungen allein die USA. Bescheidener fielen dabei die Zahlen in den anderen Ländern aus. Insgesamt 600.000 Fernsehempfänger wurden für Großbritannien verzeichnet, während sich 4000 Menschen in Frankreich hinsichtlich der Fernsehempfänger unterhalten konnten. In den Folgejahren stieg die Zahl der Fernsehempfänger weltweit sehr stark an. Schon wurde das erste Fernsehereignis weltweit übertragen. Es handelte sich dabei um die Krönung von Königin Elisabeth. Inzwischen ist das Fernsehen aus der Welt schon lange nicht mehr wegzudenken. So gab es einige weltbewegende Ereignisse allein im Sport, wie die ganzen Fußball-Weltmeisterschaften. Und es wurden Filme gezeigt, die zu einzigartigen Klassikern der Filmgeschichte wurden. Jetzt ist das Beste aus 60 Jahren Fernsehgeschichte als Buch erschienen.

Dabei wird auf die Klassiker überhaupt zurückgeblickt. Nach einem einleitenden Vorwort beginnt die Aufführung der Fernsehfilme in alphabetischer Reihenfolge. Da kommt dann auch als erstes die schöne Filmreihe „Aber Vati“, die einst der DFF produzierte. Eingegangen wird dabei auch auf verschiedene Details, wie beispielsweise die Erfolge einzelner Filme. Als weitere Werke sind unter anderem detaillierte Informationen zu den „Comedian Harmonists“, „Der große Bellheim“ sowie auch Filme wie „Radetzkymarsch“ in der Auflistung zu finden.

Mir gefällt das Buch sehr gut, da es eine Vielzahl der Klassiker aufgreift, die Fernsehgeschichte geschrieben haben. Erinnerungen haben viele an Filme wie „Das Halstuch“. Es gab gerade in den 60er und Anfang der 70er Jahre eine Reihe von Klassikern, die auch als so genannte Straßenfeger bekannt wurden. Dazu gehörte unter anderem auch die Serie „Die Unverbesserlichen“. In den rund 300 Werken, deren Aufführung im Buch erfolgt, wird sicherlich jeder einige Filme wieder finden, die er gern sieht. Daher stellt das Buch gerade für Filmliebhaber eine Bereicherung dar. Für jeden dieser Filme ist eine kurze Beschreibung zu finden, wobei ein Überblick über Schauspieler und Regisseur nicht fehlen darf. Dabei sind zudem auch Kritiken aufgeführt, die einen Einblick in die jeweiligen Jahre des Films bieten.

Es bleibt nur zu hoffen, dass dieses Werk weiter fortgeführt wird und um weitere beeindruckende Filme ergänzt wird. Im Anschluss an die umfangreiche Auflistung der Filme ist noch eine Auflistung der Top 20 aufgeführt. Das soll dazu dienen, um eine Diskussion anzuregen. Und die tritt sicherlich auf, da viele ihre eigene Top 20-Liste haben. Insofern bietet sich hier ein interessanter Gesprächsstoff für unzählige Stunden. Besonders praktisch sind die Anhänge in Form von einem Personenregister sowie einer Bibliografie. Bezogen auf das Buch im ganzen stimmt die Mischung, da wirklich jede Zeit berücksichtigt wird. (Marina Teuscher – November 2013)