Alles im grünen Bereich

Viele Menschen finden im eigenen Garten ihre größte Ruhe. Eine beliebte Gartenidylle stellt der Schrebergarten dar. Die Welt der Gärten ist allerdings noch vielfältiger ausgeprägt. Neben dem Haus- oder Nutzgarten stellen die Gemüse-, Kräuter- oder Obstgärten ein Paradies dar, indem mitunter Entspannung zählt. Besonders großer Beliebtheit erfreuen sich die botanischen Gärten, die weltweit mit den unterschiedlichsten Anlagen zum Verweilen einladen. Viele dieser Gärten existieren mehrere Jahrhunderte und sind bereits bei ihrer Anlage mit einer Pflanzensystematik bedacht worden. Ähnliche Aufteilungen gibt es in den eigenen Gärten, die jetzt Jörg Albrecht in den Mittelpunkt dieses Buches stellt.

Die Einleitung im Allgemeinen

Es gibt Botaniker, die streiten sich über den Thymus vulgaris. Beim Walnussbaum stellt sich die Frage, welche abstoßenden Eigenschaften er hat. Es stellt sich außerdem die Frage, welchen Einfluss der Klimawandet auf die Gartenpflanzen hat. Außerdem ist interessant, ob die selbst gezogenen Tomaten wirklich den besseren Geschmack haben. Diese und andere Thesen haben Jörg Albrecht beschäftigt, so dass er sich näher mit den Themen befasst hat. Dabei hat er sich im eigenen Garten umgesehen. Zu Rate zog er ebenfalls Studien der Wissenschaft und alle wichtigen Aufgaben ausgeführt: Es geht um säen, jäten, schneiden, graben und ernten. Darüber hat er ein etwas anderes Gartenbuch geschrieben. In Folge davon treffen sich an dieser Stelle die sprachliche Eleganz, Mythen, Alltagswissen und die Naturwissenschaft.

Der tiefere Blick in die Geschichte

Zunächst nimmt der Autor in einem Vorwort dazu Stellung, wie er überhaupt zum Schreiben des Buches fand. Beispielsweise geht das natürlich nicht ohne Rückenschmerzen. Vielmehr wurde bei ihm der Ehrgeiz geweckt. Er war nicht bereit, alles das zu glauben, was die Ratgeber einem „potentiellen“ Gärtner empfahlen. Vor allem wollten die Ratgeber vermitteln, dass es möglich sei, im eigenen Garten den Jahresbedarf an Salat zu decken.Ebenfalls sollten die Tomaten die bessere Qualität haben als an anderen Stellen. Ferner gibt es die These, dass die Wühlmaus kapituliert, wenn sie auf Knoblauch trifft. In Bezug auf den Garten gibt es viele Behauptungen. Nur stellt sich die Frage, ob diese wirklich erforscht wurden.

Etwas später steht der Geruch von Gras im Mittelpunkt, das am frühen Morgen eine besondere Qualität hat. In seiner Familie war das Gärtnern nicht unbedingt gerade zu Hause. Schließlich kam es zu einem Versuch des Anbaus von Kartoffeln, wobei dieses Kapitel nach einer Saison bereits ein Ende fand. Vom Rasenmähen war der Autor nicht unbedingt begeistert, da der damals vorhandene Handrasenmäher viel zu klein ist. Später lebte er als Student in einer Wohngemeinschaft, in der es so kleinbürgerlich zuging, wie man es von Studenten nicht unbedingt erwartet. Zunächst wollten sie einen Schrebergarten pachten, entschieden sich allerdings für einen Umzug in ein Haus, das am Stadtrand lag. Das Problem bezüglich des Gartens an diesem Haus lag darin, dass keiner mit den Aufgaben der Gartennutzung wirklich vertraut war. Es dauerte nicht lange, bis sich die Gemeinschaft trennte und er nach Hamburg Eppendorf zog. Mittlerweile wohnt er in einem Vorort von Frankfurt und arbeitet seit mehr als zehn Jahren daran, aus einem Grundstück hinter dem Haus ein Gartenparadies zu gestalten. Inzwischen hat die Freude am Gärtnern weiter zugenommen. In einem weiteren Kapitel geht es darum, was einen Mann zum Rasen bringt. Dabei stehen die Unterschiede zwischen einer Wiese und einem Rasen im Vordergrund.

Mehr zum Autor

Bei der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung leitet Jörg Albrecht das Ressort Wissenschaft. Mittlerweile erscheint eine Kolumne „Alles im Grünen Bereich“ seit dem Jahr 2012. Gerade die Originalität zeichnet die Kolumne aus. Daher gelang es Jörg Albrecht bisher nicht, die Kolumne zu beenden, da sie zu beliebt ist. Nun haben Leser die Möglichkeit, einige dieser Beiträge in dem Buch nachzulesen. Teilweise kam für die Veröffentlichung zu einer Überarbeitung der Beiträge.       

Fazit

Viele werden sich nun fragen, kann denn ein Buch einem wirklich noch etwas Neues über die Gärtnerei erzählen? Ja, ein Buch kann vieles Neues erzählen. Dies liegt schon daran, dass sich die Welt heute schneller denn je verändert. Vor allem zeigt der Autor auf eine interessante Weise auf, was ihm im Laufe der Jahre während seiner Entdeckungsreise alles geschieht. So sind auch die Funde interessant, die in einem neuen Garten zu entdecken sind. Dabei klärt er auch die Frage, inwieweit mit der Dekoration umzugehen ist. Ebenfalls beschäftigt er sich mit der Sicherheit von Kindern im Garten. Natürlich bleiben auch die Alltagsprobleme zwischen Gartennachbarn nicht aus. Insoweit sind für Gärtner mit Sicherheit mehrere Tipps in dem Buch enthalten, die bei kleinen oder größeren Problemen weiterhelfen. (Marina Teuscher – 15.02.2017)