Wo anders ist auch Alltag

Der Alltag ist die Zeit, in der das ganz normale Leben mit seinen teilweise wechselhaften Ereignissen oft tiefe Spuren schneidet. Begleitet wird der Alltag von vielen Gewohnheiten wie Cappuccino trinken oder ein Stück Kuchen essen. Um welche Gewohnheiten es dabei jedoch auch geht – sie stellen für den Einzelnen in Deutschland den Alltag dar. Dieser sieht jedoch in vielen Ländern ganz anders aus. Jetzt werden Leser in die Welt des Alltags in viele andere Länder entführt.

Die Einleitung im Allgemeinen
Im Ausland tätige Korrespondenten reden in besonders häufigen Fällen über die Politik. Für viele Menschen ist jedoch nicht dieses Geschehen entscheidend. Mit dem, was die Auslandskorrespondenten über ihren Alltag zu erzählen haben, teilen sie die ganz wichtigen Dinge des Lebens mit. Dabei stehen das Busfahren in Los Angeles, die Highways von Buenos Aires und die öffentlichen Telefonzellen im Mittelpunkt. Teilweise kann einem das Alltagsleben an anderen Orten der Welt fremd und doch wieder vertraut vorkommen.

Der tiefere Blick in die Geschichte
Beschrieben wird der Alltag in den vier großen Bereichen Freuden, Leiden, Privates und öffentliches. Nach einem Vorwort dreht sich alles zunächst um das Thema Brot. Dabei wird die Bedeutung des Brotes für die Städte Los Angeles, Istanbul, Peking, Buenos Aires und Brüssel erläutert. Von nicht zu unterschätzender Bedeutung ist der Feierabend. Gerichtet wird der Blick nach Israel, wo der Feierabend gegen 20.00 Uhr beginnt. Besonders viele Menschen versuchen dann in ihren eigenen vier Wänden zu sein. Als weiteres Kapitel erwartet die Leser unter anderem der Blick auf die Feiertage. Dort sticht besonders Mexiko hervor. Die Menschen haben viele Feiertage, die für sie teilweise einen lustigen Hintergrund haben. Mehr Informationen werden auch zum Tag der Unabhängigkeit vermittelt.

Folgende Auslandskorrespondenten schildern in diesem Buch ihre Erfahrungen:

Gesine Dornbluth Moskau
Nicole Markwald Los Angeles
Ruth Kirche Peking
Markus Rimmele Shanghai
Peter Kujath Tokio
Jochen Spengler London

Mehr zu den Autoren
Geschrieben wurde das Buch von Matthias Baxmann und Matthias Eckoldt. Während es sich bei M. Baxmann um einen diplomierten Puppenspieler handelt, hat M. Eckoldt Philosophie studiert. Für das Deutschlandradio Kultur entwickelten beide Autoren die Reihen „Alltag anders“ und „Mensch Müller“.

Fazit
Es ist immer wieder eine spannende Perspektive, zu erfahren, wie Menschen in anderen Ländern den Alltag verbringen. Leicht lassen sich doch Alternativen entdecken, dass sich das Leben einiger Menschen von Deutschland doch mit anderen Ländern ziemlich ähnlich ist. Deutlich wird das am geschätzten Brot in Los Angeles. Noch deutlich wird dies allerdings bei einem Vergleich der Gewohnheiten am Feierabend. Für viele Menschen ist es in Deutschland zu einer Tradition geworden, spätestens zum Feierabend zu Hause zu sein. Schließlich sollen die Nachrichten auf keinen Fall versäumt werden. Diese Vorliebe teilen viele Menschen in Israel. Sie wollen spätestens zu den Nachrichten vor dem eigenen Fernseher sitzen. Auf diese Weise lassen sich noch interessante Vergleiche ziehen, die das Buch zu einem spannenden Lese-Erlebnis machen. (Marina Teuscher – 26.01.2015)