Wer wagt gewinnt – Leben als Experiment

Nicht so viele detaillierte Informationen sind über die Seenomaden bekannt. Es handelt sich um verschiedene Völker, die in der südostasiatischen Inselwelt zu Hause sind. In der Umgangssprache ist zugleich die Rede von Seezigeunern, wobei sie zugleich eine halbnomadische Lebensweise besitzen. Solange der Monsun das Leben beherrscht, verbleiben die Bewohner auf den in der Andamenensee liegenden Inseln. Auch Jenke von Wilmsdorff sind die Inseln ein Begriff. Dies passt zu dem Motto seines Buches „Wer wagt gewinnt“ – Leben als Experiment.

Die Einleitung im Allgemeinen

Das Beherrschen lassen von Ängsten kennt Jenke von Wilmsdorff nicht. So ist er schon einmal in der gefährlichsten Stadt der Welt unterwegs. Auch auf einem Flüchtlingskahn auf der Tour von Afrika nach Lampedusa befand er sich schon. Bewiesen hat er dies in seinen bekannten Experimenten immer wieder. Dabei kommt es zu geistigen und körperlichen Herausforderungen, die an ihn gestellt werden. Dabei gab es einmal ein anderes Leben für ihn. Er kennt Ängste, die einen ausbremsen und zugleich ausbremsen. Sie verhindern wiederum, dass neues in das Leben gelangt und lassen keine Veränderungen zu. Diesen Ängsten hat er sich gestellt, so dass es möglich war, die Muster zu durchschauen. Daher fällt es ihm heute leicht seinen Weg zu gehen, weil ihn die Ängste nicht mehr blockieren können. In seinem Buch beschreibt er, wie die Umwandlung negativer Gedanken in positive Energie erfolgen kann. Schließlich stehen einem mit dem Beherrschen seiner Ängste alle Türen offen.

Der tiefere Blick in die Geschichte

Einblick Nummer 1

Es heißt, dass „Wer wagt gewinnt“. Doch die Frage ist, was das Ergebnis ist! Da gibt es eine Reihe von Werten. Handeln kann es sich um Respekt, verwirktlichte Träume und erfüllte Lebenszeit. Allerdings bringt das Wagnis auch Erfahrung, Selbstvertrauen und Freiheit mit sich. Gewinnen kann nur, wer auch bereit ist, etwas zu wagen. Deshalb lautet die Empfehlung von dem Autor, dass seine Leser sich endlich ihren Ängsten stellen sollen.

Natütlich stellt sich die Frage, wer er ist, dass er sich jetzt hinstellt und sagt, das sich seine Leser ihren Ängsten stellen sollen. Als Kind hatte er vor vielem Angst. Irgendwann hat er jedoch genug von diesen Ängsten. Er wollte endlich frei sein und auch keine Grenzen mehr kennen. Daher empfand er es teilweise als hilfreich, sich mit seinen Ängsten zu verbünden. Andererseits hat er Ängste akzeptiert, sie rausgeschmissen oder ignoriert. Heute kann er ganz normal mit den Ängsten leben. In die Knie zwingen können ihn die Ängste nicht mehr. Des Weiteren bezieht er sich auf die Träume, die jeder hat. Viel Energie wird auf das Klein- oder Ausreden von Träumen verschwendet. Schließlich ist es einfach, sich Risiken und Gefahren vor Augen führen, wenn etwas zur Umsetzung kommt. Damit nicht Resignation und Nichterfüllung von Träumen das Leben beherrscht, ist nun Umdenken angesagt. Investiert wird jetzt in die Kraft der positiven Gedanken.

Einblick Nummer 2

Mit den Worten, dass er den allergrößten Respekt vor Menschen wie Edward Snowdon hat, beginnt das Buch dann richtig. Zunächst kommt eine Einteilung, in der Kapitel wie „Vom Mut Nein zu sagen“ oder „Keine Angst vor Experimenten“ zu finden sind. Nach dem Vorwort und dem Update beginnen die Erzählungen des Autors. Dabei dreht sich das erste Kapitel um das Freisein am Ende der Welt. Er ist gerade in den australischen Regenwald unterwegs. Dort will er einen Extremaussteiger treffen. Vor 20 Jahren ist er mit seiner Familie dahin ausgewandert. Nun soll er dort sehr glücklich sein, was doch für Jenke von Wilmsdorff eine sehr spannende Geschichte ist.

Mehr zum Autor

Jenke von Wilmsdorf arbeitet als Autor, Schauspieler und Journalist. Für Extra – das RTL-Magazin steht er mittlerweile seit dem Jahr 2001 vor der Kamera. Außergewöhnlichste Rollen und mutige Reportagen machten ihn dabei besonders bekannt. Über seine Reise mit nordafrikanischen Flüchtlingen drehte er eine Reportage. Dafür erhielt er im Jahr 2012 eine Nominierung für den Emmy. Große Aufmerksamkeit erregt er mit den Sendungen „Jenke – Ich bleibe über Nacht“ und „Das Jenke-Experiment“.

Fazit zum Buch

An der These von Jenke von Wilmsdorff ist etwas wahres dran. Man kann einer Entwicklung natürlich einfach zuschauen und sich seines Schicksals ergeben.            Die Frage ist allerdings, was das bringen kann. Es ist wesentlich besser, sich seinen Ängsten zu stellen und herauszufinden, was einen möglicherweise blockiert.Zudem ist das Buch in dem Punkt realistisch, da der Autor seinen Lesern aufzeigt, wie Veränderungen möglich sind und das es sich lohnt, das Eis der Angst zu überwinden. (Marina Teuscher – 18.02.2016)