Vergessen wirst Du nie

Erschienen ist das Buch im Rahmen der Hammarby-Reihe. Es handelt sich dabei um einen Namen, den mehrere schwedische Ortsteile und Orte tragen. So ist ein Ortsteil Hammerby im Stockholmer Stadtbezirk Södermalm. Dieses Gebiet zeichnet sich durch seine zentrale Lage aus. Gleichzeitig ist das Bild von                   sieben Ortsteilen gekennzeichnet, zu denen die Binneninsel Riddarholmen gehört. Unter den Stockholmer Ortsteilen stellt die Insel den kleinsten Ortsteil dar. Gekennzeichnet ist der Ortsteil von einer Reihe von administrativen Gebäuden. Unmittelbar in der Nähe liegt mit Södermalm ein zum Ortsteil Hammerby gehörender Stadtteil. Neben den verschiedenen Ortsteilen trägt die Reihe um Kommissar Conny Sjörberg ebenfalls den Namen Hammerby.

Die Einleitung im Allgemeinen

Sie trifft den Richtigen, auch wenn es sich scheinbar um eine falsche Anschuldigung handelt – Für Schülerinnen war er mehr als ein Klavierlehrer – nur ist er inzwischen tot – Zudem ist das Begleichen einer alten Rechnung erforderlich.

Im Mittelpunkt steht Stockholm. Merkwürdiges spielt sich vor der Wohnung von einem Klavierlehrer ab. Aufgegriffen wird dort eine junge Frau, die keine Kleidung am Leib trägt. Sie wirkt traumatisiert und kann nichts erzählen. Nur kurze Zeit später kommt es zum Fund der Leichte vom Klavierlehrer. Nun wird Kommissar Conny Sjörberg eingeschaltet. Ihm und seinem Team wird schnell klar, dass sich die Ermittlungen schwierig gestalten. Immer tiefer dringen sie in den Fall ein. Doch damit steigt auch die Zahl der Verdächtigen schnell an. Schließlich waren bei dem Lehrer viele Mädchen zu Besuch. Über diesen Tatbestand redet jedoch keiner gern. Daher stellen sich zwei Fragen: Handelt es sich bei ihm um einen Zuhälter? Oder ist er einfach nur ein Opfer, das unschuldig in die Geschichte geraten ist.

Der tiefere Blick

Der tiefere Blick beginnt bei der Geschichte im Juni 2010. An diesem Samstag schaute zunächst die Sonne zwischen den Dächern hervor. Mittlerweile jedoch war es hell. Einige Spaziergänger waren an diesem frühen Morgen bereits unterwegs. Die junge Frau, die an diesem Morgen unterwegs war, war nicht zu übersehen. Sie war an diesem kühlen Sommermorgen unterwegs, an dem die Vögel schon fröhlich zwitscherten. Das waren neben dem angestrengten Arbeiten und den Geräuschen von ihren nackten Füßen die einzig wahrnehmbaren Laute. Dann kam sie an die Stelle, wo sich die Grindsgatan und die Hallandsgatan trafen. Ohne einen Moment des Zögern bog sie rechts ab. Während sie unterwegs war, wurde sie fast von einer romantischen Stimmung umgeben.

Es war keiner da,  der auch nur etwas für die junge Frau tun konnte. Ohne sich umzuschauen, war die junge Frau zunächst mitten auf der Straße gezielt unterwegs. Dann wählte sie jedoch eine Abkürzung durch den Park. Sie lief an prachtvollen Bäumen vorbei. Der Boden auf dem sie lief, wechselte sich immer wieder ab und bestand mal aus Kies oder aus Gras. Dann kam sie an ein Haus, wo sie zum Betreten des Treppenhauses einen Code eingab. Plötzlich wurde sie von der Dunkelheit des Hauses verschluckt.

Noch einmal kommt es zu einem Blick zurück. Es ist Dienstagnachmittag. Im Mittelpunkt steht zunächst ein Spielplatz. Einige Kinder und Eltern befanden sich auf dem Spielplatz. Auf einem Schaukelgerüst befand sich ein Mädchen. In etwas weiterer Entfernung befand sich ein Mann, der auf einer Bank saß. Die Zeitung hatte er längst zusammen geklappt und hielt sie nun in den Händen. Schließlich hatte das zehnjährige Mädchen seine Aufmerksamkeit geweckt. Nachdem das Mädchen von der Schaukel absprang, kamen der Mann und sie ins Gespräch. Etwas später hatte er das Mädchen soweit, dass sie sich ein paar Süßigkeiten nahm und mit ihm mitging.

Dann kommt Freitagabend, ein warmer und sommerlicher Tag. Bis zu den Ferien würde es nur noch wenige Tage dauern. Sie befand sich am Gymnasium, wo sie inzwischen zwei von drei Jahren überstanden hatte. Nur noch ein Jahr und sie würde ihr Abitur machen. Neun mehr als durchwachsene Jahre hatte sie die Grundschule und die Mittelstufe besucht. Die Zeit auf dem Gymnasium verlief wesentlich besser, wie die vergangenen zwei Jahre bewiesen. Nur noch ein Jahr dauert es, bis Veronica mit der Schule fertig ist. Ihren 18. Geburtstag feierte Veronica im Februar. Ein Kind war sie nun nicht mehr. Dies war nicht nur aus ihrer eigenen Sicht so. Selbst in den Augen der Gesellschaft war sie nun erwachsen. Damit war sie in der Lage, verantwortlich für ihr Handeln zu sein. Nunmehr konnte sie die Versorgung für sich selbst übernehmen. Erneut fiel auf, dass sich die Welt für sie zum Besseren verändert hatte. Schließlich erledigte sie verantwortungsbewusst ihre Hausaufgaben und erreichte sogar gute Noten. Außerdem hat sie sogar Zeit für Feiern. Jetzt war sie gerade mit einigen Jugendlichen auf einem Anhänger unterwegs. Das sie sich so wohl fühlte lag auch daran, dass sich die Hierarchien auf dem Gymnasium neu bildeten Da es immerhin einen Schulabschluss gab, fuhr sie zu Madde mit und duschte sich dort. Dann teilen sie sich eine Flasche des billigsten Rotweins.

Schon seit einer Woche saß er auf einem Stuhl und dachte an all die Mädchen, die bei ihm aus- und eingingen.

Mehr zur Autorin

Geboren ist die Mathematikerin Carin Gerhardsen in Katrineholm. Inzwischen lebt sie in Stockholm. Mit großem Erfolg ging sie einst der Arbeit in der IT-Branche nach.

Bei „Vergessen wirst Du nie“ handelt es sich um den fünften Roman der Hammerby-Serie. In Schweden erzielt jeder Band einen sensationellen Erfolg und findet den Weg auf Platz 1 in der Bestsellerliste.

Weitere Titel der Autorin

Pfefferkuchenhaus

Nur der Mann im Mond schaut zu

Und raus bist Du

Falsch gespielt

Fazit

Vorweg sei betont, dass ich die ersten vier Bände noch nicht kenne. Daher kann sich die Bewertung nur auf diesen Band beziehen. Dabei handelt es sich um eine solide Geschichte, die mit der Zeit einen spannenden Handlungsbogen aufbaut. Vor allem weckt die Geschichte auch die Neugier. Immerhin blickt man als Leser anders auf die Geschichte, wenn es darum geht, dass ein Mann von vielen Mädchen Besuch bekommt. Zudem gibt es guten und nicht zu schnellen Handlungsaufbau, was die Geschichte fördert. In einigen Passagen ist zu spüren, dass möglicherweise Wissen in den vorher erschienenen Bänden enthalten ist. Dies tut jedoch der Spannung keinen Abbruch und sorgt für lesenswerte Stunden. Das liegt auch an den Charakteren, die gut in die Geschichte eingebaut werden. (Marina Teuscher – 22.01.2017)