Total vergurkt – Die dümmsten EU-Verordnungen

Jeder hat schon mindestens ein- oder zweimal mit der Verwaltung Bekanntschaft gemacht. Schließlich gibt es die unterschiedlichsten Aufgaben, die die Verwaltung wahrnimmt. Dazu gehört das Ausstellen von Personalausweisen für Menschen ab 18 Jahren. Doch auch für Kinder gibt es bereits Möglichkeiten, für diese einen Ausweis zu beantragen. Unverzichtbar ist für einen großen Teil der Menschen der Führerschein. Diese und weitere Unterlagen basieren auf gesetzlichen Grundlagen, die durch die zuständigen Ministerien in Bundesrat und Bundestag eingebracht wurden. Dort erfolgt die Verabschiedung, wobei seit dem Inkrafttreten mitunter durch ergänzende Verordnungen Erweiterungen der gesetzlichen Grundlagen erfolgt sind. Dies klingt jetzt alles ziemlich theoriebezogen, kann sich jedoch in der Einführung als durchaus kompliziert erweisen. Über alledem steht die europäische Union mit ihrem mächtigen Verwaltungsapparat. Selbst dort werden Verordnungen erlassen, die allerdings im Nachgang von den europäischen Ländern umzusetzen sind. Das hat allerdings schon des Öfteren zur Verblüffung von unzähligen Menschen beigetragen. Was da so alles im Verwaltungsapparat geschieht und nicht gerade gescheit wirkt, ist im Buch „Total vergurkt – die dümmsten EU-Verordnungen“ nachzulesen.

Die Einleitung im Allgemeinen

Darf eine Gurke krumm sein? Wenn ja, wie stark darf der krumme Charakter ausgeprägt sein? Fragen nach der Länge stellen sich bei einer Schnullerkette. Wie sieht denn die Situation für eine Hauskatze aus. Ist diese im Freien an der Leine zu führen. Dann ist da noch die Frage nach dem Führerschein für einen Rollator. Jetzt können sich Leser näher mit den schrägsten Gesetzen, Verordnungen und weiteren Richtlinien beschäftigen. Präsentiert werden diese durch Norbert Golluch. Er zeigt auf, wie komisch die Regulierungswut aus Brüssel mitunter wirken kann. Wer Realsatiren mag, kommt hier auf seine Kosten. Immerhin gibt es noch keine Regelung der EU für das Lachen.

Der intensive Blick auf die EU-Verordnungen

Zunächst nimmt der Autor in einem Vorwort Stellung dazu, wie ein Autor mitunter in Europa leiden kann. Dies ist nämlich dann der Fall, wenn man sich näher mit den europäischen Gesetzen und Verordnungen beschäftigt. Wer damit nicht seit seiner Ausbildung vertraut ist oder dies über einen längeren Zeitraum damit in anderer Form beruflich betraut war, hat teilweise Schwierigkeiten mit der Interpretation.

Der etwas tiefere Blick in das Buch

Bevor der heitere Blick beginnt, erfolgen zunächst allgemeine Worte zur EU und ihrer Regulierungsverantwortung. Manchmal wird auch schon von einer Regulierungswut gesprochen. Das, was daraus genau resultiert, sei allerdings an dieser Stelle nicht ganz so genau verraten. Es soll ja etwas Neugier bleiben.  Doch ein Beispiel sei genannt. Es geht darin um das Schwein, für das tatsächlich Regelungen verabschiedet worden sind.

Fazit

Es ist schon ziemlich beeindruckend, was so alles geschieht, was man nicht wirklich wahrnimmt. Doch können diese Dinge eben eine Bedeutung für manche Menschen haben, die täglich im Gebrauch sind. Kaum eine Mutter dürfte sich allerdings groß Gedanken darüber machen, wenn es um den Schnuller und die Gesamtlänge der Kette Gedanken machen. Doch meint die EU eben, das dies unheimlich wichtig sei. Wer versucht sich zudem darüber Gedanken zu machen, wie krumm denn eine Banane sein darf oder kann. Wahrscheinlich wird sich dies ähnlich verhalten wie bei Medikamenten. Vor einiger Zeit fiel beispielsweise eine Entscheidung über zu treffende Neuregelungen. Dies konnte geschehen, wenn eine Unverträglichkeit auf ein Medikament vorliegt. Teilweise kommt auf diesem Weg sogar die EU ins Spiel. Das Bizarre ist allerdings darin zu sehen, um was sich die EU alles kümmern muss. Da geht es mal eben um die Farbe vom Rettungswagen, um einen Fahrtstuhl für den Weinkeller oder um die EU-Cookie-Richtlinie (Ups, die war mir nun unbekannt) oder eine Kostenerstattung für Viagra. Wer noch mehr Schmankerl wie den Ausbildungszwang für Aquarianer kennen lernen möchte, liegt mit dem Buch goldrichtig. (Marina Teuscher – 20.01.2015)