Tödlicher Stolz

Die Polizeiarbeit hat heute viele Fortschritte gemacht. Schließlich leistet der Computer perfekte Dienste. Dies bietet viele Vorteile für die Bearbeitung der unterschiedlichsten Kriminalfälle. Es gab allerdings einmal eine ganz andere Zeit, von der sich Besucher in den Polizeimuseen der Welt umschauen können. So lädt das Deutsche Polizeimuseum in Salzkotten zu einem Besuch ein. Eröffnet wurde das Museum in einem alten Polizeigebäude im Jahr 1997. Unter anderem werden dort die verschiedenen Uniformen aus der Geschichte der Polizeiarbeit präsentiert. Wie komplex sich Polizeiarbeit mitunter gestalten kann, zeigt der Roman um Theresia Pfeffer, der jetzt erhältlich ist.

Die Einleitung im Allgemeinen

Zitat Anfang: Wenn die Polizei selbst ins Visier gerät, ist niemand sicher…“ Zitat Ende.

Es handelt sich um den ersten Fall für Theresia Pfeffer und Rita Seidel. Theresia wird die erste sein, die am Tatort ist. Das Unglück spielt sich in einer Essener Fußgänger Zone ab. Ein Anwärter für den Posten eines Kommissars wurde ermordet. Geschehen ist dies zu einem Zeitpunkt, als er seine Uniform trug. Das ist jedoch noch nicht alles, was die Aufmerksamkeit der Polizei findet. Ein Stern aus Blut wurde um seinen Körper gezeichnet. Die Unruhe greift auch in anderen Städten um sich. Dort verlieren ebenfalls Anwärter ihr Leben. Nun wird klar – ein Serientäter ist also unterwegs. Sein Ziel sind die Nachwuchskräfte der Polizei. Daher übernimmt nun das BKA den Fall. Dort arbeitet Rita Seidel und ist inzwischen die beste operative Fallanalytikerin. Sie soll ein Profil des Täters erstellen. Dazu soll sie mit Theresia Pfeffer zusammen arbeiten. Bald schon haben sie die Spur des Täters aufgenommen. Sie erkennen so, wer als nächstes das Opfer werden könnte.

Der tiefere Einblick in die Geschichte

Im Prolog beginnt die Geschichte mit Nadeln, die zustechen. Auf und nieder schnellen sie, wobei sie sich durch die Oberhaut bohren. Sie bahnen sich ihren Weg bis in die Lederhaut. Daher wird der Schmerz immer stärker, den er jedoch aushalten will und muss . Etwas später beginnt die Geschichte am 1. September in Essen am Kirschgarten. Nicht-Schießen ist das bestimmende Element, wenn es um einen Einsatz der Waffe geht. So denkt jedenfalls Theresia an die Waffe, der das Schießen eher liegt. Sie ist Polizistin und neu im Dienst. Beim Hineinschieben des vollen Magazins seufzt sie. Das liegt daran, dass sie im Nicht-Schießen nie wirklich gut war. Wesentlich besser ist sie im Schießen. Nun allerdings tätigt sie alle Schritte, damit sie ihre Waffe in Holster zurückschieben kann. Im Anschluss daran geht sie in die Umkleidekabine, um ihre Dienstmütze zu holen. Nachdem sie aus der Kabine kommt begrüßt sie Jonas Frick auf dem Gang und erwähnt ihre vorbildliche Haltung am ersten Tag. Mit Frick hat sie zugleich auch ihren Partner getroffen, mit dem sie ab diesem Tag auf Streife fahren wird. Sie gehört zu den 95 Schutzpolizisten, die ab nun ihren Dienst auf der Essener Hauptwache versehen. Natürlich kommen Pfeffer und Frick noch weiter ins Gespräch, während sie sich auf die Streife vorbereiten und auch im Laufe der Fahrt. Doch Theresia Pfeffer hat sich vorgenommen, sich dabei an eine Regel zu halten. Sie will nicht über ihre Verwandtschaft sprechen. Das hat auch einen guten Grund. Immerhin handelt es sich um den Polizeipräsidenten Karl Illner. Nicht jeder mag es schließlich so, sich auf Verwandtschaftsbeziehungen zu berufen. Im Laufe der Fahrt spendiert Frick Theresia später einen Kaffee. Dann plötzlich macht sich eine Stimme bemerkbar. Es wurde eine Leiche gefunden. Da es noch recht früh am Tag ist, verzichten sie beide auf das Martinshorn. Somit ist nur das Blaulicht an, als sie zum Tatort kommen. Schon bald steht fest, dass es jemand aus den Reihen der Polizei ist. Inzwischen hat Frick in der Zentrale alles veranlasst, was in so einem Fall zu tun ist. Während dessen sieht sich Theresia um und muss plötzlich erkennen, dass sie den Mann auf dem Boden kennt…

Mehr zur Autorin

Geschrieben wurde das Buch von Alina Falkner, die Kulturwissenschaften studiert hat. In verschiedenen Genres hat sie Romanhefte publiziert. Tätig war sie auch für Radio und Fernsehen. Dabei hat sie mehrmals für ein Happyend gesorgt. Doch sie wollte auch andere Geschichten schreiben. So hat sie sich mit der Polizeiarbeit beschäftigt und entsprechend recherchiert. Nun hat sie ihr erstes Buch geschrieben.

Fazit

Freunde und Fans der Polizeiarbeit kommen schon einmal voll auf ihre Kosten. Schließlich erleben sie, wie sich Theresia an ihre Arbeit bei der Polizei macht und welche Hürden sie bewältigen muss. Sie erleben dabei auf beeindruckende Weise, wie es sich anfühlt, wenn ein erfahrener Polizist auf eine junge Polizistin trifft. Dabei ergeben sich natürlich allerhand Unterschiede zwischen den beiden Partnern. Letztendlich stimmt jedoch das Timing, was sich in unzähligen Situationen zeigt. Dabei ist das Buch von einer flüssigen Schreibweise gekennzeichnet, was das Leben zu einem angenehmen Erlebnis macht. Dann ist da noch die Polizistin, die trotz aller Härte in ihrem Job auch noch die menschliche Seite nicht vernachlässigt. Der Fall besitzt einiges, was die Geschichte zugleich spannend und faszinierend macht. Insgesamt stellt das Buch ein recht angenehmes Lesevergnügen dar. (Marina Teuscher – 11.03.2015)