Nürnberger Frösche

Zu den Geschichten, die Menschen am frühesten kennen lernen, gehören ohne Zweifel die Märchen. Dabei gibt es viele bedeutende Werke wie

– Rotkäppchen
– Der Wolf und die 7 Geißlein
– Dornröschen

und natürlich Hänsel und Gretel. Es ist ihre Geschichte mit dem Pfefferkuchenhaus, die stets unvergessen bleibt. Diese beiden Figuren stehen jetzt im Mittelpunkt der jetzt erhältlichen Geschichte „Nürnberger Frösche“.

Die Einleitung im Allgemeinen

Der Roman spielt im Jahr 1777. Es kam zu einem Diebstahl der wertvollsten Bilder von Albrecht Dürer, dem Viel Viel Jüngeren. Daher möchte er nun, dass Gretel zu ihm kommt. Schließlich hat er die Bilder von einem Vorfahren geerbt, der fast genauso wie er heißt. In sehr beeindruckendem Ausmaß zeigen die Bilder Frösche. Das ganze Ausmaß wird insoweit dramatisch, da mehrere Verdächtige in Frage kommen. Zum einen ist da sein lottriger Sohns Leopold. In Frage kommt außerdem ein zwielichtigen Hotelmanager. Allerdings könnte es auch Albrechts Pflegerin sein, die auffallend freundlich ist. Selbst der skrupellose Kunstsammler. Als würde das noch nicht genug sein, taucht die etwas seltsame Gesellschaft der betenden Hände auf. Ein Mord lässt nicht lange auf sich warten.

Der tiefere Einblick in die Geschichten

Gretel steht im Vorraus, wo sie den Körper des Boten betrachtete. Dieser lag leblos auf ihrem türkischen Kelim. Dabei hatte er noch wenige Minuten zuvor mit ihr gesprochen. Während dieses Gespräches hat er ihr einen Brief übergeen. Dort drin stand alles wichtige an Informationen, was sie benötigen würde. Doch plötzlich entfuhr dem Mann ein leiser Schrei. Dann bekam er einen sonderbaren Teint und verlor sein Leben. Das sich etwas getan hat, bekam auch Hans mit, der sich in der Küche befand. Er stand plötzlich in der Küchentür und hatte vorsichtshalber den Pfannenwender in der Hand. Nach dem Hans auf zu viele Sirupbonbons tippt, weist Gretel ihn darauf hin, wer für die Geräusche verantwortlich war. Ihr Bruder reagiert etwas erschreckt und will sofort mehr wissen. Gretel beschäftigt sich jedoch wiederum mit dem Brief. Die Handschrift machte auf sie einen etwas wirren Eindruck. Scheinbar waren die Hände des Mannes zudem kraftlos. Auch der Geist scheint nicht der stärkste zu sein. Schaut Gretel auf Ihre Erfahrung als private Ermittlerin, so bot sich ihr wieder einmal ein idealer Klient. Sie arbeitet nun schon viele Jahre als private Ermittlerin. Da hat sie so ihre Erfahrungen sammeln können. Aller bestens waren die Voraussetzungen, wenn es sich bei den Klienten um Volltrottel und um Einfaltspinsel handelt. Man konnte sie zum einen problemlos hinhalten. Der Hauptgrund war jedoch, dass sie sehr leicht bereit waren, sich von ihrem Geld zu trennen. Sie schloss sich bezüglich der Meinung von Hans an, das diese nicht geschickt gewählt waren. Allerdings wusste sie jedoch, um wen es sich bei dem Mann handelte. Es war ein Bote, der im Dienst von Albrecht Dürer stand. Erstaunt fragt Hans nach diesem Künstlertyp. Daraufhin klärt ihn Gretel über den Unterschied zwischen den beiden Personen mit Namen Albrecht Dürer auf. Über die Einwürfe von Hans bezüglich des neuen Falls freut sie sich nicht und schickt diesen erst einmal in die Küche. Sie schaut ihm nach und denkt ein wenig über die früheren Jahre nach. Da war diese Geschichte, bei der Hans und sie auf einen Weg geführt wurden, um dann am Pfefferkuchenhaus vorbeizukommen.

Mehr über die Autorin

Geschrieben wurde das Buch von P.J. Brackston. Mit ihrer Familie lebt sie in den Black Mountains. Es handelt sich um eine wilde und bergige Region. Ausgebildet ist sie im Master of Arts im kreativen Schreiben. Zudem ist sie in Newport an der University of Wales als Gastdozentin tätig. Sie hat eine Vorliebe für Märchen, aus der die Idee für die private Ermittlerin Gretel entstand.

Fazit

Es mutet schon ein wenig seltsam an, wenn der Blick auf die Zeile „Hänsel und Gretels zweiter Fall“ fällt. Immerhin handelt es sich um zwei Märchenfiguren, die als lieb und brav bekannt sind. Am Anfang sieht man sie beim Einlesen auch bildlich an den Augen als Märchenfiguren vorbei laufen. Nun werden sie in ihrer Zeit als ganz anders präsentiert. Am Anfang wird bei dem einen oder anderen Leser sicherlich das eine oder andere Schmunzeln nicht ausbleiben. Doch werden die Charaktere für ihre Zeit auf eine sympathische Weise präsentiert. Dabei entstehen auch witzige Situationen, wenn sich beide zum Beispiel über Rollenverteilung unterhalten. Dann wäre da noch die Rolle der Privatdetektivin Gretel. Insgesamt ist es ein Buch, welches sich schon aufgrund der witzigen Konstruktion lohnt. (Marina Teuscher – 20.01.2015)