Mit Rosen bedacht

„Mit Rosen bedacht“ ist eine Zeile aus einem alten deutschen Lied. Dabei kommt der Rose noch eine edle Bedeutung zu. Es handelt sich um die Pflanze, die der Familie der Rosengewächse den Namen gibt. Zeischen 100 und 250 Arten sind in dieser Gattung zu finden. Gegeben sind typische Merkmale wie Hagebutten und Stacheln. In gärtnerischer Hinsicht kommt es zu einer Unterscheidung zwischen Kulturrosen und Wildrosen. Die als Königin der Blumen bekannte Pflanze spielt eine wichtige Rolle bei Liebenden wie Wanda und Karim, die im Mittelpunkt und der Geschichte stehen.

Der allgemeine Blick auf die Handlung

Wanda glaubt, dass sie in einer heilen Welt lebt. Doch dann wird ihr Verlobter das Opfer eines Unfalls. Dieser geschieht auch noch kurz vor der Hochzeit. Karim fällt dadurch ins Koma. Ob er überhaupt wieder aufwachen wird, kann niemand vorhersagen. Während dieser Zeit tauchen Ungereimtheiten auf, die das Leben von Karim doch in einem anderen Licht zeigen. Dies weckt die Neugier in Wanda, die sich intensiver mit dem Leben von Karim auseinander setzt. Plötzlich ist sie von einem tiefen Netz von Geheimnissen und Lügen umgeben. Das geht soweit, bis sie selbst Bedrohungen ausgesetzt ist. Langsam wird wWanda eines immer klarer: Hat sie Karim wirklich gekannt?  Zudem stellt sich die Frage, ob Karim eine grauenvolle Tat begehen könnte.

Der tiefere Blick in die Geschichte

Sie bekam dieses alte Kinderlied nicht aus dem Kopf. Welche Antwort sie von ihrer Mutter erhielt, konnte sie nicht mehr sagen. Sie wusste nicht einmal, ob sie überhaupt jemals eine Antwort erhalten hatte. Allerdings war sie auch erst vier oder fünf Jahre alt. Allerdings hat sie nach der Frage dieses Lied nie wieder von ihrer Mutter gehört. Doch gab es da etwas tröstendes an sich, wonach sie sich gerade in diesem Moment sehnte. Doch gab es kein Gespräch und auch keinen Trost. Eine Krankenschwester nahm Anteil an ihrer Stimmung und wies ihr einen Platz zu. Sie versuchte sie noch etwas zu trösten, bevor die Krankenschwester wegging. Sie stand unter Schock. Schließlich ist sie doch die Braut. Da kann das doch nicht wahr sein. Wenig später klopfte es an der Tür des Zimmers, in dem sie sich befand. Ein Arzt kam herein, dessen Stimmung sehr ernst wahr. Er entschuldigte sich mit ernstem Blick und machte sich zugleich Sorgen um ihr Wohlbefinden. Daraufhin sagte sie, dass es schon gehen würde. Sie jedoch ein paar Rescue-Tropfen in ihrer Tasche, die jetzt in dem Moment passten. Gedacht waren diese Tropfen für die aufregende Zeit der Hochzeitsvorbereitungen. Der Arzt meinte daraufhin, dass er ihr ein wirksameres Mittel geben könne. Dann kam er auf ihren Verlobten sowie dessen Verletzungen zu sprechen. Eine sichere Prognose seit nicht möglich. Niemand wissen, ob Karim jemals wieder gesund wird. Wanda kommt sich wie in einem nicht enden wollenden Alptraum vor. Dabei hat doch alles einmal so harmonisch angefangen, als sie sich kennen lernten.

Mehr zur Autorin

Jennifer Benkau hat sich einen Namen als Autorin von Jugend- und Fantasyromanen gemacht. Im Jahr 2013 erhielt sie die Auszeichnung mit dem Delia-Literaturpreis. Bei „Mit Rosen bedacht“ handelt es sich um ihren Spannungsroman mit psychologischer Ausrichtung. Heute lebt sie mit ihrer Familie im Rheinland.

Fazit

Es ist diese Geschichte, die sich so mancher wünscht, das sie niemals eintreffen möchte. Das ganze Leben scheint wunderbar zu sein. Und dann bricht auf einmal alles auseinander. Genauso geht es Wanda in diesem Buch. Da wird teilweise ein richtig hohes Spannungspotential mit viel psychologischem Spielraum aufgebaut. Wer wird denn da nicht neugierig, wenn der Mensch, den man liebt, keine Papiere wie eine Krankenkassenkarte besitzt.  Allein die Vorstellung reicht ja schon aus, dass eines Tages die heile Welt könnte auseinander brechen, um einen erschaudern zu lassen. Daher spürt man auch in dem Buch sehr deutlich den Wunsch aufkommen, dass man nie vor einer solchen Situation stehen möchte. Schließlich kann das, was einen in so einem Fall erwartet, Dimensionen erreichen, die man nur schwer abzuschätzen weiß. Aufgrund des psychologischen Gehaltes dieser Geschichte ist der Debütroman von Jennifer Benkau empfehlenswert. (Marina Teuscher – 17.07.2016)