Massenbierhaltung

Zu den beliebtesten Getränken weltweit gehört Bier. Dieses Getränk hat eine Geschichte, die bis zu den ältesten Kulturen der verschiedenen Erdteile zurückzuführen ist. Aus der Zeit um das Jahr 3000 v. Chr. stammen die ersten schriftlichen Nachweise über Bier. Um ein beliebtes Volksgetränk handelte es sich zudem in Mesopotamien. Die Herstellung erfolgte aus Bierbroten, die zum Gären in Wasser gegeben wurden. Heute setzen die Betriebe längst auf andere Brauverfahren. Was einem mit Bier noch alles passieren kann, zeigt Volker Keidel in diesem Buch auf.

Die Einleitung im Allgemeinen

Das Leben, welches Volker Keidel führt, verläuft sehr ruhig. Zum Leben braucht man doch auch nicht viel. Lediglich Grillwurst und Bier reichen aus, um ein glückliches Leben zu führen. Doch was wäre der schönste Frieden, wenn es da nicht plötzlich den Perfektionismus geben würde. Die eben noch geschätzte Wurst reicht nicht aus. Viel angenehmer klingt doch das Steak mit einer Ingwer-Orangen-Marinade. Selbst Bier ist auf einmal nichts mehr Wert – viel zu einfach. Höchst interessant klingt es statt dessen, das Sekundäraroma auf Weinproben zu loben. Dann steht allerdings das Finale der Champions-League an. Genau an diesem Tag feiert sein Vater ausgerechnet Geburtstag. Und diesmal ist es kein gewöhnlicher Geburtstag. Es handelt sich um den 80. Geburtstag. Nun muss Volker das beste aus dieser Situation herausholen.

Der tiefere Blick in die Handlung

Ein Fußballabend ist geplant. Doch beim Blick in den Kühlschrank erschrickt er. Dort sind gerade vier Flaschen zu finden. Das würde für ihn allein reichen, nicht jedoch für vier Leute. Schließlich wollen in 30 Minuten Lauer, Breiti und Murphy zum gemeinsamen Fußballabend vorbei kommen. Da er mit einer Flasche Bier auf wenig Verständnis stoßen würde, ist nunmehr schnelles Handeln von ihm gefragt. Nach wenigen Überlegungen telefoniert er mit Michi, der ihm sagt, das er vorbei kommen soll. Als er dort eintrifft, begrüßt ihn dieser mit dem Wort Amateur. Er kenne diese Probleme auch. Jedoch hat er inzwischen einen festen Job, so dass sich die Planung geändert hat. Stets würde er darauf achten, mehr als 100 Flaschen für solche Anlässe zu bevorraten. Das würde etwa 100 Euro kosten und wäre zu verkraften. Dann erklärt ihm Michi, wie es dazu kam, dass er einen solchen Vorrat im Hause hat. Michi’s Frau Anja schüttelt den Kopf und lässt sich von ihr nicht stören. Während eines Sturzhalben im Türrahmen erhält er von Michi Einkaufstipps. Er empfiehlt ihm, das Schild „Werbung verboten“ am Briefkasten abzumachen. Schließlich müsse er alle Anbieter von Bier regelmäßig checken. Eines ist ihm jedoch unklar, was er Michi dann erzählt. Schließlich sei Bier aus Sonderangeboten in der Regel nur zwei bis drei Monate haltbar. Das würde man in dieser Zeit gar nicht trinken können. Mit strengem Blick erklärt Michi ihm, das ein ambitionierter Maurer diesen Vorrat in einer Woche schaffen würde. Selbst im Auto würde es genug Platz geben, um Bier mit in den Urlaub zu nehmen. Als er dann einige Zeit später nach Hause kommt, sind die Freunde schon da. Jedoch stellt es sich heraus, dass der Aufwand etwas überhöht war. Jeder kann aus verschiedenen Gründen nur wenig Bier trinken. Er ist zudem mit dem Großeinkauf am nächsten Tag beschäftigt. Deshalb kratzt er in der Halbzeitpause vom Spiel erst einmal das Schild mit der Werbung vom Briefkasten. Als er dann endlich sein Bier zu Hause hat, klingelt es bei ihm. Vor ihm steht ein Freund, der ihn um Hilfe bittet, da in Kürze ein paar Freunde zu ihm kommen…

In einer anderen Episode schildert er, dass er endlich erwachsen werden will. Zwar ist es schön, an fünf von sieben Tagen wegzugehen. Selbst wenn der Abend gelingt, fühlt sich der Morgen danach nicht immer gut an. Wieder wird er verkatert wach. Sein Traum, dass eine schöne Frau neben ihm liegt, erfüllt sich allerdings. Neben ihm liegt Murphy und an Füßen kann er Breiti erkennen.

Mehr zum Autor

Zunächst nahm Volker Keidel Gelegenheitsjobs an. Dabei handelte es sich um Positionen wie als fahrender Bäcker oder als Eisverkäufer. Später nahm er eine Stelle als Buchhändler an. Zu seinen Aufgaben gehört es inzwischen, Lesungen zu organisieren.

Weitere Werke des Autors

Bierquälerei

Das Wunder von Bernd

Fazit

Im Buch schildert der Autor viele Situationen aus dem Alltag, in denen sich Männer und auch Frauen wieder erkennen werden. Inwieweit man nun derart viel Bier im Hause haben muss, werden wohl nur Bierkenner für sich entscheiden können. Viele Frauen werden sich schon in dieser Situation wieder erkennen, wenn sie kopfschütteld beobachten, wie ihr Mann den Biereinkauf eines anderen Mannes bewundert. Der Autor schildert noch eine Reihe weiterer Erlebnisse auf eine teilweise recht amüsante Weise. Die dabei entstehenden Pointen sind den Blick in das Buch wert. (Marina Teuscher – 08.02.2016)