Im Schatten der Lombardis

Finanzkrisen, die die Welt erschüttern, gibt es schon seit vielen Jahrzehnte. Erst im Jahr 2007 kam es zu einer Finanzkrise, in deren Folge es zu einer Weltwirtschaftskrise kam. Begonnen hatte alles im Sommer 2007, wobei es sich zu diesem Zeitpunkt noch um eine US-Immobilienkrise handelte. Damals war der Immobilienmarkt spekulativ aufgebläht. Als fester Termin für den Beginn der Krise gilt der 9. August 2007. Die Interbankfinanzkredite stiegen an diesem Tag sprunghaft an. Infolge dessen kann es auch zu Finanzkrisen bei Banken kommen. In einer solchen Situation steckt nun das Bankhaus Lombardi, das sich einer fast unerfüllbaren Forderung gegenüber sieht.

Die Einleitung im Allgemeinen

Bei Christian Lombardi handelt es sich um den ältesten Sohn einer Bankiersdynastie aus Genf. Ihm wird ein Tipp gegeben, der ihn schockiert. Es droht eine Forderung in Höhe von mehr als einer Milliarde Dollar. Die kommt von einer Investmentbank. Nun stehen die Lombardis extrem unter Zeitdruck. Plötzlich steht die Bank auf einmal vor Ruin. Daher muss das skandalöse Geschäft aufgeklärt werden. Auf einmal überschlagen sich die Ereignisse. Im Büro findet man den Geschäftsführer tot auf. Spurlos verschwindet zudem der Bruder von Christian. Machtkämpfe und Intrigen brechen auf. Plötzlich kommen Familiengeheimnisse ans Licht, die seit Jahrzehnten gehütet würden. Der Weg führt von Berlin über Hongkong nach Dubai und New York.

Der tiefere Blick in die Geschichte

Die Geschichte führt zum Anfang Januar 2011 zurück. Zunächst steht Joel Silverstein im Mittelpunkt Gerade hat er eine Mail aus New York bekommen. Diese las er nun bereits zum zweiten Mal. Natürlich musste er nochmal darüber nachdenken. Alles würde mit einer Zustimmung anders werden. Er musste bei den Gedanken lächeln. Konzentriert begab er sich daran, die E-Mail zu beantworten. Sein BlackBerry schaltete im Anschluss daran sofort wieder aus. Nun ging er zufrieden durch das Wohnzimmer zur Terrasse und öffnete dort die Tür der Terrasse. Er vernahm dabei die Laute vom Berliner Nachtleben, die sich mit der nasskalten Winterluft vermischten.

Bei seinen Gedanken handelte es sich um einen Plan, der ihn nun schon seit 25 Jahren beschäftigt. Ihm kommt es vor, als seit er mit einem großen Puzzle geschäftigt. Dies gehört eben bei einem komplizierten Plan dazu. Doch nun scheint jedes einzelne Teilchen zu passen. Daher kam es vor wenigen Minuten zur Genehmigung von Onbrage. Gleichzeitig war er sich darüber im klaren, dass er nun alles auf eine Karte setzt. Von der Terrasse ging er nun wieder ins Wohnzimmer, wo ein Kandinsky hing. Auf dieses Gemälde fiel sein Blick nun, dass immer noch an der selben Stelle wie vor Jahrzehnten hing. Gekauft hatte das Bild einst sein Großvater Julius Silverstein. Einige Zeit später denkt er an das Vermächtnis, was ihm sein Großvater hinterlassen hat.

Mit dem ersten Kapitel ist ein Monat vergangen. Am Wolkenhimmel und sind die ersten wärmeren Sonnenstrahlen zu bemerken. Langsam taut die Schneedecke und lockt die ersten zarten Blüten der lilafarbenen Krokusse hervor. Eine Spur von Frühling lag nun in der Luft. Dieses Naturschauspiel ist gerade in Genf zu sehen, wo die Bankiersfamilie Lombardi lebt. Beim Inhaber der Bank handlet es sich um Francois Lombardi. Sein Sohn Christian ist der älteste Sproß der Familie. Gerade befindet er mit seinem dunkelblauen Porsche in Richtung Grandhotel Dolda in Zürich auf den letzten Metern unterwegs. Im Wagen sitzt seine Frau Adrienne, mit der er rätselt was der Anlass für das Treffen sein könnte, um das sie Michael Bührer am Vorabend bat. Bei diesem handelt es sich um einen führenden Mitarbeiter von der Schweizer Nationalbank. Dagegen lief bei Christian Lombardi nicht immer alles einwandfrei. Einst war er Geschäftsführer in der familieneigenen Bank. Dann jedoch kam es zu einem Skandal in Hongkong. Infolge davon musste er von seinem Posten seinerzeit zurücktreten. Nun steht das Treffen unmittelbar bevor und es kommt erst einmal zu einigen Gesprächsfloskeln. Schon in diesem Moment spürte Christian die Anspannung bei dem Gesprächspartner, der blad das Thema wechselt. Er spricht davon, dass sich ein Sturm über der Lombardi-Bank zusammenbraut. Dann spricht er Christian darauf an, dass dieser genau wissen würde, was in der Bank vorgeht. Zwischenzeitlich verwies dieser darauf, das alles of the record sei. Außerdem kamen die Revisionen zur Sprache, die seitens der FED und SEC. Nach einigen weiteren Ausführungen zu einer alten Anleihe erfuhr Christian, das gegen die Lombardi Bank ein Anspruch auf eine Milliarde Dollar besteht.

Mehr zum Autor

Dem Studium der Sportwissenschaften in Berlin widmete sich Berit Paton Reid. In den darauffolgenden Jahren zog es sie zunächst nach Hamburg und dann in den Taunus. Im Jahr 2000 verließ sie jedoch Deutschland. Über Genf gelangte sie nach Dubai und nach Hongkong. Acht Jahre lang findet sie Bestätigung  in der Führung ihrer erfolgreichen Immobilienfirma. Ab dem Jahr 2011 widmet sie sich ausschließlich dem Schreiben. Bei „Im Schatten der Lombardis“ handelt es sich um ihren ersten Roman.

Fazit

Glücklicherweise hat die Zeit eine Vielzahl von Genres im Bereich der Thriller beschert. So besitzt auch dieser Thriller seine besonders individuelle Note. Schließlich werden Leser in die Finanzwelt gezogen. Und diese hat nun einmal ihre eigenen Gesetze sowie es in vielen Branchen üblich ist. Dies hängt schon damit zusammen, dass es die unterschiedlichsten Vorstandsebenen gibt und die Banken ein sehr unterschiedliches Kundenspektrum haben. Dies kann alles gut funktionieren, so lange bis ein Großereignis dazwischen kommt wie bei den Lombardis in der Form einer Milliardenforderung. Die Entwicklung ist spannend geschildert und dürfte Fans der Finanzwelt eine interessante Unterhaltung bieten – zeigt sich doch, dass das Leben der Bankiers doch nicht so einfach ist. Wie in einem Kartenhaus reicht ein Windhauch aus, um das ganze Gebäude zum Einsturz zu bringen. Wer um das Geschehen weiß, wird mit dem Buch einige interessante Stunden haben. (Marina Teuscher – 03.01.2016)