Ich bin die Angst

Im Mittelpunkt der Geschichte steht Chicago, wo sich das Adler-Planetarium befindet. Es geht zu den wichtigsten Museen der Stadt. Die Errichtung des Museums erfolgte zusammen mit dem Astronomiemuseum im Jahr 1930. Dabei handelt es sich um eines der ältesten Planetarien von Nordamerika. Zu erreichen ist das Museum direkt neben dem Lake Michigan. Dort befindet sich das Museum in der Nähe vom Field Museum für Naturgeschichte sowie hinter dem Shedd-Aquarium. Dort, wo soviel Leben pulsiert, darf schon mal die eine oder andere spannende Geschichte spielen, wie jetzt der Roman „Ich bin die Angst“.

Die Einleitung im Allgemeinen

Zitat Anfang: „Ich bin ohne Seele geboren. Deshalb werde ich Deine Seele rauben. Es wird wehtun.“ Zitat Ende

Das Leben in Chicago wird von Angst und Schrecken bestimmt. Dort treibt ein mysteriöser Killer sein Unwesen. Er ist inzwischen als Anarchist bekannt. Das die Namensgebung zu Recht erfolgt ist, zeigt die Tatsache, dass er das Blut seiner Opfer trinkt. Dabei müssen ihm diese auch noch in die Augen sehen. In diesem Moment sehen Sie sein wahres Gesicht und nicht das Aufgesetzte, das er seit Jahren trägt. Diese Rolle zeigt ihn als liebevollen Ehemann und Vater. Vielmehr blicken Sie in das Gesicht vom Absoluten bösen. Nun kommt Marcus Willams ins Spiel, der zur Shepard Organisation gehört. Er soll und will den Anarchisten zur Strecke bringen. Dabei helfen kann ihm Francis Ackerman junior. Dieser ist allerdings der Todfeind von Marcus. Allerdings ist er auch der berüchtigste Serienkiller, den die Gegenwart je gesehen hat.

Der tiefere Blick in die Geschichte

Gewidmet ist das Buch seiner Frau Gina. Sie ist mit ihm zehn Meilen durch einen Schneesturm spaziert.

Der Bungalow steht am Mac Arthur Boulevard. Von dort bleibt Francis Ackermann Junior auf die Straße. Gegenüber steht auf einem großen grünen Schild mit gelber Schrift die Worte „Spielplatz Mosswood Garten- und Oakland. Dort befinden sich viele fröhliche Kinder, die mit strahlendem Lachen ihrem Spieltrieb freien Lauf lassen. Ebenfalls sind dort Mütter und Väter zu sehen. Die einen stoßen die Schaukeln an, während andere mit ihrem Handy beschäftigt waren. Das was Francis Ackermann dort beobachtet, hat er selber als Kind nie erlebt. Sein Vater hat zwar mit ihm gespielt. Doch geschah dies eher so, dass Narben bei ihm geblieben sind. Sein Leben verglühte in Schmerz und Chaos. Zum gleichen Zeitpunkt erstrahlte die Sonne und er machte sich daraus so seine eigenen Vorstellungen. Was würde wohl passieren, wenn die Sonne einfach ausbrannte. Dies würde den Menschen ganz gewiss nicht bekommen, was für ihn ein schöner Gedanke war. Dann drehte er sich um und schaute auf die drei Menschen, die dort gefesselt waren. Es handelte sich um zwei Polizisten unterschiedlichsten Alters, von denen der jüngere nicht unbedingt die Sympathie von Francis gewinnen konnte. Ferner befand sich noch Rosemarie unter den drei Geiseln, die ihm auf seine Frage erklärt, dass sie ihn kennt. Nachdem er ihr den Knebel aus dem Mund nimmt, kommt die beiden ins Gespräch. Francis kann dabei bemerken, dass Rosemary den jungen Polizisten auch nicht unbedingt als sympathisch empfindet. Diese beiden Beamten waren zu Beobachtungen vor Ort, wobei es ursprünglich um Ty geht. Diesen Mann will Francis finden, wobei sie jedoch nichts zu seinem Verbleib sagen kann. Francis ist sich allerdings sicher, dass sie ihm das sagen wird. Daraufhin erklärt sie ihm, dass dies ausgeschlossen sei, selbst wenn sie es wüsste. Jedoch sei jemand auf der Suche nach Ty. Daher habe sich Francis entschlossen, diesem zu helfen.

Mehr zum Autor
Bei dem Namen Ethan Cross handelt es sich um ein Pseudonym. Der amerikanische Thriller-Autor lebt mit seiner Familie in Illionois. Zunächst arbeitete Ethan Cross als Musiker. Dann begann er mit seiner Arbeit als Autor. Sein Ziel war es, einen ganz besonderen Charakter als fiktiven Serienkiller zu erschaffen.

Weitere Titel
Ich bin die Nacht

Fazit
Es ist eines dieser Bücher, bei denen man schon nach wenigen Seiten sich zu hundert Prozent für das Weiterlesen entscheidet. Man spürt diesen Zwiespalt bei Francis, der sich auf der einen Seite das gut bürgerliche Leben wünscht. Doch auf der anderen Seite steht da die Diagnose eines Arztes, dass ein Teil seines Gehirns nicht so ganz ordentlich arbeitet. Daher kann er schwer eingeschätzt werden. Dies wird bei den Gesprächen mit seinen Geiseln schon deutlich. Beklemmend ist zudem die Situation, wenn er auf Marcus trifft. Marcus will nun diesen Serienkiller treffen und bedient sich eben der Hilfe von Francis junior. Deutlich spürbar ist dabei, dass es eine Beziehung zwischen den beiden gibt. Das ganze ist von Anfang an mit einer klaren Sprache aufgeschrieben und lässt an der sauber aufgebauten Handlung keine Zweifel aufkommen. Bei der Geschichte kommt auch immer wieder neue Spannung auf, vor allem als sich das Rätsel zwischen dem Band auflöst. Die Handlung ist erfreulicherweise so aufgebaut, dass sie Fragen aufwirft, die noch nicht gelöst werden. Es wäre schön, wenn sich der dort aufbauende Spannungsfaktor wirklich in einem weiteren Roman geklärt wird. (Marina Teuscher – 16.02.2015)