Hund Katze Graus – Geschichten aus der Tierarztpraxis

Tiere sind wundervolle Begleiter des Lebens. Sie fordern einen, weil man mit ihnen Verantwortung übernimmt. Man einer holt sich so beispielsweise vier oder sechs Meerschweinchen nach Hause, weil die Fellnasen einfach liebenswert sind. Wenn man elf Jahre Meerschweinchen hatte, die teilweise von Notstationen gekommen sind, weiß man genau, wovon man spricht. Mit viel Begeisterung sind auch die Helfer in den Notstationen dabei, die Tiere in Notfällen aufnehmen. Doch sie nehmen nicht nur Tiere auf. Sie vermitteln Tiere auch. Wer ein Tier aufnehmen möchte, sollte einmal schauen, ob es nicht vielleicht sogar eine Notstation in seiner Nähe gibt. Tiere können auch in Not geraten, wenn sie krank sind. In diesem Fall folgt also der Besuch beim Tierarzt, der durch seine Mitarbeiter in Form von Tierarzthelferinnen und Tierarzthelfer unterstützt wird. Mit Bettina Peters spricht nun zum ersten Mal eine frühere Tierarzthelferin über die ganz besonderen Erlebnisse in einer Tierarztpraxis.

Die Einleitung im Allgemeinen
Zitat Anfang „Da wird nicht nur der Hund in der Pfanne verrückt!“ Zitat Ende.

Das Hobby zum Beruf zu machen, ist wohl einer der schönsten Jobs der Welt. So ergeht dies auch Bettina, die als Tierarzthelferin arbeitet. Bald schon wird deutlich, dass es in dem Job noch ganz anders ist. Der Job bekommt lustige, verrückte und ungewöhnliche Akzente. Da erwartet einen das Treffen mit Killerkatzen, die in einem Mülleimer zu finden sind. Auch fliegende Hamster oder verkaterte Hunde sind Bettina inzwischen nicht mehr fremd. Wirklich interessant wird der Job – auch das kann ich mir als ehemalige Tierhalterin gut vorstellen – durch den Menschen. Da wird schon einmal eine Brustwarze für eine Zecke gehalten.

Der tiefere Einblick in die Geschichten
Es handelt sich um viele kleine Geschichten, die in dem Buch erzählt werden. Dabei beginnt es damit, dass Bettina über ihren Traumjob spricht. In der 9. Klasse unternahm ihre Klasse den standardmäßigen Ausflug in das Berufsinformationszentrum (BiZ). Schon immer hat sie sich mit Tieren besonders gut gefühlt. Der Computer im BIZ dann auch gleich den passenden Vorschlag. Sie könnte doch Fleischerin werden. Diesem Vorschlag stand Bettina doch etwas fassungslos gegenüber. Zwei Jahre später wurde das Thema zum ersten Mal ziemlich ernst. Auf dem Plan steht das dreiwöchige Berufspraktikum. Nach einigen Überlegungen bewarb sie sich um einen Praktikumsplatz bei einem Tierarzt beziehungsweise genauer gesagt in einer großen Tierklinik.

Mehr zur Autorin
Ausgebildet ist Bettina Peters als Tierphysiotherapeutin und als Tierarzthelferin. Tätig war sie in einer Tierklinik in Ostwestfalen-Lippe über einen Zeitraum von 12 Jahren. Dann schloss sie ein Studium der Sprach- und Literaturwissenschaften ab. Heute ist sie als freischaffende Autorin und als Texterin tätig.

Fazit
Das Buch dürfte besonders viele Tierliebhaber ansprechen. Schon wenn man selber Tiere hatte, weiß man um die liebenswerten „Macken“, die man als Tierbesitzer an den Tag legt. Umso schöner ist es einmal die Erlebnisse zu erfahren, die andere Tierhalter den Tierärzten und ihren Helfern bei ihrem Besuch in der Praxis bescheren. Dies beginnt ja oft schon damit, wenn Tierhalter mit ihren Hunden in die Praxis gehen. Manch ein Hund kann damit problemlos umgehen. Doch es gibt Hunde, die dabei schon einiges an Problemen bereiten können. Da ist zudem also viel Sensibilität der Helferinnen und Helfer gefragt, da die Besitzer oft dadurch auch unruhig werden. Da Tiere jedoch den Menschen auch besonders viel Freude bereiten, bietet es sich an, sich mit den Geschichten etwas Entspannung in den Alltag zu holen. Es lohnt sich, wenn man bedenkt, wie viel glückliche Stunden man geschenkt bekommt, wenn man am Morgen in die Augen von einigen Tieren (meine Meerschweinchen) schaut, die sagen, schön, dass Du da bist. Dieses Gefühl werden sicherlich viele Tierbesitzer teilen. (Marina Teuscher – 26.01.2015)