Die Wahrheit des Blutes

Der französischen Hauptstadt Paris wird schon durch die sechs Kopfbahnhöfe Leben eingehaucht. Zu diesen Bahnhöfen gehört Gare Saint-Lazare, der unweit der bedeutenden Kaufhäuser der Stadt liegt. Über diesen Bahnhof erfolgt überwiegend die Abwicklung des Regionalverkehrs. Ungefähr 100 Millionen Menschen sind dort innerhalb eines zu Gast. Unter den sechs Bahnhöfen von Paris liegt St. Lazare auf Platz 2. Doch es gibt auch noch den Pariser Vorort St. Lazare, in den es zwei Kommissare in dem Buch führt.

Die Einleitung im Allgemeinen
Olivier Passan arbeitet als Kommissar. Sein Arbeitsgebiet befindet sich in der Pariser Mordkommission. Bei ihm handelt es sich eher um einen Einzelgänger. Nun hat er die Spur von einem Täter aufgenommen. Bei dessen Ziel handelt es sich um schwangere Frauen. Zeitgleich ist er mit privaten Problemen belastet. Es scheint, als wenn die Ehe mit seiner aus Japan stammenden Frau nicht mehr lange gut geht. Dann geschieht in seinem Haus so einiges Bedrohliches. Fast scheint es möglich zu sein, als wenn der Killer sich rächen will. Allerdings gibt es da noch die Vergangenheit von Naoko, die geheimnisumwittert zu sein scheint. Könnten die Anschläge damit zu tun haben?

Der tiefere Blick in die Geschichte
Es war ein regnerischer Tag im Juni. Es hatte wohl seit Beginn der Aufzeichnungen kein schlechteres Wetter gegeben. Die Wetterdiagnose war von kalt, feucht und grau gekennzeichnet, was sich insbesondere in den Nächten niederschlug. Zum einen griff er gerade nach dem Lenkrad, während er andererseits mit dem iPhone hantierte. Auf dem Schoß von Kommissar Passan befand sich außerdem eine entsicherte Waffe. Fifi wollte noch wissen, wo die beiden gerade unterwegs sind. So richtig konnte er das nicht erkennen. Doch Passan beantwortete die Fragen nicht. Langsam führte die Fahrt mit ausgeschalteten Scheinwerfern weiter. Unterwegs waren sie in einem Wohnviertel von Paris – Le Clos – Saint-Lazare. Bei dieser Vorstadt von Paris war ein sozialer Brennpunkt gegeben. Fifi verwies darauf, dass die beiden gar nicht mehr dort unterwegs sein durften. Dann wies Passan Fifi an, dass er die Schussweste anlegen solle. Widerstrebend fügte sich Philippe Delloc alias Fifi. Manchmal dachte Passan darüber nach, was sein Kollege wohl auf der Polizeischule gelernt hatte und wie er diese überstanden hatte. Allerdings besaß Fifi seine Qualitäten. Schließlich traf er seine Ziele mit der Waffe aus einer Entfernung von über 50 Metern. Dabei spielte es keine Rolle, ob er mit rechts oder mit links schoss. Nach einem Zwischenfall waren sie endlich am Ziel angekommen. Auf einmal waren sie mitten im Einsatz, als sie zunächst eine Frau schreien hören. Sie wurde von drei Jugendlichen festgehalten, mit denen sich die Kommissare zunächst beschäftigten. Doch da war auch noch Guillard und das bedeutete, dass ihn kein schöner Anblick erwartete. Einige Zeit später befand sich Passan in einer Diskussion mit Tom Poue. Es geht um den Einsatz und sein eigenmächtiges Handeln. Beide befinden sich gerade an dem Einsatzort, wo Kommissar Passan dem Fund machte. Vor allem erweist sich die Zeit als nicht einfach. Am Abend zuvor erfolgte die Vermißtenmeldung und nun diese Situation. Vor allem macht der neue Fall deutlich, dass diese Geschichte nicht so schnell beendet sein würde.

Mehr Informationen zum Autor
Bei Jean-Christopher Grange handelt es sich um den Thrillerautor Nummer eins in Frankreich. Bereits sein Debüt mit „Der Flug der Störche“ galt als besonders gelungen. Ebenso besitzen die weiteren Werke des Autors eine hohe Qualität. Damit konnte er sich auch international unter die Top-Autoren dieses Genres etablieren. Mittlerweile zieht er Leser in über 30 Ländern in seinen Bann, wo seine Bücher mittlerweile erscheinen. Von einem Großteil dieser Werke liegt inzwischen eine Verfilmung mit prominenter Besetzung vor.

Weitere Titel des Autors
Der Flug der Störche
Die purpurnen Flüsse
Der steinerne Kreis
Das Imperium der Wölfe
Das Herz der Hölle
Choral des Todes
Der Ursprung des Bösen
Im Wald der stummen Schreibe

Fazit
Die Position des erstklassigen Thrillerautors in Frankreich hat der Autor zu Recht Hinsichtlich der Spannung mit den anderen Büchern ist ein Vergleich nicht möglich, da mir bisher nur dieses Buch vorlag. Allerdings bietet dieses Buch einiges an erstklassiger Spannung. Das beginnt schon auf den ersten Seiten, wo man sich ziemlich schnell in die Geschichte hineindenkt. Was natürlich ein bisschen negativ aufgefallen ist, ist die Tatsache, dass der Kommissar im Auto bei der Fahrt mit dem Handy hantiert. Natürlich ist nun nicht die Rechtslage in Frankreich bekannt. Da ist allerdings ein kleiner Nachteil, der aber der Spannung nicht das geringste nimmt. Dabei geht es ziemlich hoch her, wobei sich der Spannungsfaden über das Buch auf einem sehr guten Level befindet. Dies kommt schon dadurch, dass der Autor Elemente wie „feuerrote“ Augen mit in die Geschichte aufnimmt. (Marina Teuscher – 15.01.2015)