Das Schweigen der Kinder

Kartenspiele brachten und bringen den Menschen zu allen Zeiten viel Spaß. Gut bekannt dürfte vielen Menschen das Kartenspiel Skat sein. Besonders reizvoll sind dabei Spiele wie Nullouvert, Revolution sowie Grand. Gerade dabei sollte man ein guter Stratege sein. Beweisen kann sich dies, wenn man sich mit zwei Buben auf einen Grand einlässt und das Hinterblatt leichte Wackelkandidaten enthält. Dann gibt es noch Kartenspiele wie Mau-Mau, Romme und Canasta. Ein besonders beliebtes Kartenspiel stellt Uno dar. Dabei handelt es sich um ein Kartenspiel, bei dem die Karten zu einem großen Teil von Zahlen gekennzeichnet sind. Es handelt sich um ein schönes Partyspiel, das sich gut für gemütliche Abende mit Freunden eignet. Eine Karte mit Zahlen steht im Mittelpunkt dieses Romans.

Die Einleitung im Allgemeinen

Zitat Anfang: Wenn die Suche nach der Wahrheit in die dunkelsten Kammern führt…“ Zitat Ende

Fliss Benson ist Journalistin. Eines Tages erhält sie eine Karte, auf der 16 Ziffern enthalten sind. Erst glaubt die Journalistin, dass sie das Opfer eines Scherzes geworden ist, der mißglückt ist. Doch noch der gleiche Tag soll für sie eine Überraschung bringen. Ein Kollege hat kurzfristig gekündigt. Nun soll sie dessen Projekt übernehmen. Darin geht es um drei Frauen. Alle sind zu Unrecht angeklagt worden, wobei es um Mord an ihren Kindern ging. Da das ganze Projekt doch sehr heikel ist, hat Fliss schon Bedenken. Dann ändert sich jedoch das Bild als die Leiche einer Frau auftaucht. Es ist ihre Rocktasche, die ein Geheimnis bewahrt. Es gibt eine weitere Karte mit Ziffern.

Der tiefere Einblick in die Geschichte

Zunächst beginnt die Geschichte mit einem Interview. Dies dreht sich zu einem Teil um Helen Yardley. Wie inzwischen feststeht, ist diese einst zu Unrecht verurteilt worden. Doch dann spielt die drogenabhängige Interviewpartnerin nicht mehr mit. Daher muss das Interview abgebrochen werden. Kurze Zeit später beginnt die Geschichte am 7.10.2009 richtig. Noch scheint am Morgen des Tages die Welt ganz in Ordnung zu sein, als der Ehemann von Helen Yardley das Haus verlässt. Als Paul am Abend nach Hause kommt findet er seine Frau tot auf. Laut der Polizei scheint es sich um ein Tötungsdelikt zu handeln. Daher wird eine Sonderkommission gebildet. Schließlich soll der Fall schnellstmöglich aufgeklärt werden. Der eingesetzte Superintendent versichert, dass alles getan werden soll, um diese Tragödie aufzuklären. Dabei hatten die Yardley’s ohnehin bereits viele Schickssalsschläge auszuhalten. Zwei Kinder haben sie am plötzlichen Kindstot verloren. Die Tochter wurde ihnen weggenommen und zur Adoption freigegeben. Demzufolge ist Paul Yardley natürlich besonders verzweifelt. Er denkt über das System nach, dass ihm und seiner Frau einfach die Tochter nahm. Immerhin hatte seine Frau stets ihre Unschuld beteuert. Doch dann kamen Zweifel an der Integrität von Dr. Judith Duffy auf. Somit wurde der Fall an eine Berufsinstanz verwiesen. Schließlich kam Mrs. Yardley im Februar 2005 frei. Im Jahr 2007 erschien die Autobiografie, die Mrs. Yardley mit Koautorin Gaynor Mundy schrieb. Alle wussten seinerzeit, dass Helen unschuldig war. Daher regiert in diesen Stunden viel Trauer und Wut – auch bei Laurie Nattras. Er ist Journalist und Filmemacher und hatte wesentlichen Anteil an der Freilassung von Helen.
Fliss ist am gleichen Tag gerade dabei, sich ein paar Zahlen anzuschauen. Diese Zahlen, die sich auf einer Karte befinden, sagen ihr allerdings nichts. Da ruft Laurie gerade an, während Fliss die Karte aus einem Umschlag holt, die vier Zeilen mit einstelligen Ziffern zeigt. Sie versteht gar nicht, was das bedeuten soll und erkennt gleichzeitig die Wichtigkeit von Laurie’s Anruf. Dieser erklärt ihr, dass er Fliss sofort im Büro braucht. Auf die Frage, ob Laurie ihm die Karte geschickt hat, erhält sie ein Nein als Antwort. Er hätte ihr keine Karte geschickt. Allerdings soll dies nicht die letzte Karte sein, die in diesem Fall auftauchen wird.

Mehr über die Autorin

Für ihre Arbeit ist die britische Autorin mit mehreren Auszeichnungen bedacht worden. Bereits mit ihrem ersten Roman konnte sie große Erfolge erzielen. Er galt als einer der besten Romane in seinem Veröffentlichungsjahr in England. Alle ihre Bücher sind in 20 Ländern veröffentlicht worden.

Weitere Titel der Autorin

Still, still
Schattenmesser
Nimmermehr
Totes Herz
Das fremde Haus
Der kalte Schlaf

Fazit

Das Buch bietet einige Facetten, die teilweise schon extrem unter die Haut gehen. Da gibt es Entscheidungen, die getroffen werden, ohne wirklich alle Tatbestände zu berücksichtigen. Deutlich wird dies an der Stelle, als den Yardley’s die Tochter weggenommen wird. Dies kommt ja auch in der Realität des Öfteren vor. Nicht immer erscheint es dabei gerecht zuzugehen. Doch auch bei dem Fehlurteil scheint sich die Gesellschaft widerzuspiegeln. Vor allem gibt es immer Handlungsmomente, die einen als Leser schon ein wenig überraschen. Mit Blick auf den sozialkritischen Aspekt ist das Buch schon recht interessant, da die Parallen zur Realität doch recht nah gezogen sind. Da es das erste Buch der Autorin ist, dass ich gelesen habe, kann ich keine Vergleiche zu den anderen Büchern anstellen. Allerdings verblüfft die Handlung am Ende doch ganz extrem. (Marina Teuscher – 19.02.2015)