Ballade von der gebrochenen Nase

Beim Boxen handelt es sich um den sportlichen Faustkampf zwischen zwei Gegnern, für den feste Regeln vorgeschrieben sind. Allerdings gibt es diesen schon sehr viel länger. Zurück zu führen ist dieser Kampf bis in früheste geschichtliche Zeiten. Auch vielen Naturvölkern ist das Boxen ein guter Begriff. Sportlich begann die Zeit des Boxen um das Jahr 1700. Seinen Anfang nahm das Boxen in England. Noch zu Beginn kam es zum Austragen der Kämpfe mit bloßen Händen. Das Ziel war es, den Gegner nieder zu strecken. Das Ende des 19. Jahrhunderts brachte eine Änderung und zugleich eine Verbesserung der Regeln mit sich. Zudem kam es zur Einführung von gepolsterten Boxhandschuhen. Sie schützen die Hände der Sportler, zu denen in dieser Geschichte auch Bart gehört.

Der allgemeine Blick in die Handlung

Boxen ist nicht das, was Bart wirklich gern mag. Doch das Training nimmt Bart jede Woche wahr, auch wenn es ihm quälend erscheint. Schließlich möchte er seiner Mutter eine Freude machen. Sie ahnt nicht, dass Bart eine andere Leidenschaft hat. Es geht dabei um die Musik und genauer um die Opern. Jedoch singt er heimlich. Sein Geheimnis soll jedoch nie jemand erfahren – schon gar nicht in der Schule. Allerdings gibt es noch Ada, die von der Heimlichtuerei nichts hält. Sie hat so ein schönes Lächeln. Vor allem mag Ada seine Stimme. Das Leben von Bart wird schon bald nicht mehr das sein, was er einmal führte.

Der tiefere Blick in die Handlung

Das geht ja gleich gut los. Schon liegt Bart auf dem Boden. Dabei stand er gerade noch auf eigenen Füßen. Alles hatte seine richtige Sicht. Zudem laufen die Dinge doch gerade gut. Jedoch gibt es diese Schläge mit ihrem Überraschungscharakter, die schocken. Bart fühlt Seekrankheit in sich. Zudem will das Zimmer einfach nicht stillstehen. Als er gefragt wird, wie es ihm gut geht, nickt er. Doch spürt er in sich das Gefühl, als wenn er sich in einer Waschmaschine befindet. Er könne aufstehen, antwortet er dann auf die Frage danach. Allerdings würde er lieber liegen bleiben wollen – wenigstens noch eine kurze Zeit. Christian erklärt ihm, dass er gar nicht so perfekt treffen wollte. Und doch ist es halt geschehen. Bart ist sich darüber im klaren, dass er sich beim Training schon ein Stück weit gut fühlt. Er mag Christian und auch alle anderen Trainingskollegen. Er nimmt deshalb an, dass ihn auch die anderen mögen. Einige kurze Augenblicke später sagt der Trainer zu Christian, dass er Bart etwas Zeit zum Aufstehen lassen soll. Der Trainer sagte allerdings noch einige andere Dinge. So führt er an, dass der Glaube Berge versetzen kann. Auch Bart könne ein großer Boxer werden. Dies mag Bart vielleicht sogar glauben. Mitunter fällt ihm das Aufrechterhalten des Glaubens jedoch schwer. Nicht einfach ist das auch am Morgen nach dem Training oder mitunter auch in der Schule. Besonders fällt es ihm daran zu glauben, wenn er auf dem Boden liegt und sich übergeben müsste. Dann helfen Christian und der Trainer Bart wieder auf die Beine. Der Trainer empfhielt ihm, erst einmal eine Pause zu machen, woraufhin er eine Bank anvisiert und dort sitzen bleibt. Dies gilt solange, bis sich für ihn die Welt nicht mehr dreht und schüttelt. Kurze Zeit später kommt der Trainer mit einem Eisbeutel wieder und erklärt ihm, dass es beim Boxen nicht von Bedeutung ist, wie oft er nach einem Schlag auf den Boden fällt. Wichtig ist viel mehr, dass er nach den Schlägen wieder aufsteht – je öfter desto besser.

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Ein ganz schön starker Plan

Mehr zum Autor

Der Norweger Arne Svingen arbeitete als Journalist. Im Jahr 1999 gab er sein Debüt als Schriftsteller. Inzwischen ist er so erfolgreich, dass er sich ganz auf das Schreiben konzentriert. Für seine Arbeit erhielt er Würdigungen mit verschiedenen Preisen.

Fazit

Das Buch zeichnet sich schon durch den Hardcover-Einband und seine ansprechenden Illustrationen aus. Diese sind ebenfalls im Laufe der Geschichte zu sehen. Dabei tauchen Aspekte auf, die jeden Erwachsenen von heute als Kind begleitet haben. Schließlich machen Jugendliche so manches, was die Eltern gern möchten und man selber nicht so gern möchte. Dies ist auch bei Bart so, bei dessen Erlebnissen man sich an die eigene Kindheit erinnert fühlt. Da ist das Bestreben, doch immer wieder etwas gutes zu tun, um von außen an die Kids gestellte Ansprüche zu erfüllen. Es ist allerdings auch ein leidenschaftliches Plädoyer dafür, dass man seine eigenen Vorstellungen und Interessen besser pflegen sollte – selbst, wenn man 12 bis 15 Jahre jung ist. Geschrieben ist das Buch so, dass das Lesen Spaß macht und zugleich eine leichte Leselektüre bietet. (Marina Teuscher – 06.02.2016)