Alter, was geht? Wie ich lernte, dass es für neues nie zu spät ist

Eine Chance zu haben, bedeutet oft, dass etwas großes erschaffen werden kann. Dies gilt für die unterschiedlichsten Bereiche. Manch einer träumt von einer Reise um die Welt. Auch wenn das Chancenverhältnis gering ist, so hoffen zahlreiche Spieler und Spielerinnen auf den ganz großen Lottogewinn. Chancen können ein sehr vielfältiges Bild haben. Dann gibt es noch die verpaßten Chancen, denen Menschen hinterher trauern. Doch gibt es überhaupt verpaßte Chancen? Diese Frage stellt jetzt Jörg Thomann in dem Buch „Alter was geht“?

Die Einleitung im Allgemeinen

Zitat Anfang „Verpasste Chancen gibt es nicht“. Zitat Ende

Dieser Spruch durfte wohl unzähligen Menschen bekannt sein. Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr. Aber sind alle Chancen wirklich immer vertan. Ist es vielleicht auch noch mit über 40 möglich, sich zu einem Wunderkind zu entwickeln? Nun hat sich Jörg Thomann näher mit der Thematik beschäftigt. Es schmerzt ihn noch immer, dass er einiges verpasst hat. Nun begibt er sich mit 42 auf den Weg, um einiges nachzuholen. Er lässt sich von der Geschwindigkeit des Skateboards anziehen. Er versucht zudem herauszufinden, welche Künste er vorweisen kann. Vor allem möchte er kraulen lernen. Das Resultat sind allerdings nicht nur Leistungen, die ihn stolz machen könnten. Vielmehr gerät er in Situationen mit einem absurden und teilweise komischen Charakter. Gerade die Erfolge sind es allerdings, die ihm aufzeigen, dass auch mit über 40 Jahren noch verdammt viel Leben drin ist.

Der tiefere Blick in die Geschichte
Mit einer Frage nach der Schuhgröße wird Autor Jörg Thomann zurück in die Schulzeit geführt. Beruflich soll er an einem zweitätigen Kurzurlaub teilnehmen. Das angenehme Zusatzgeschenk stellt die Tatsache dar, dass die Familie mitdarf. Als er nach der Schuhgröße gefragt wird, ist klar, auch er soll auf das Eis gehen. Nun denkt er die Zeit zurück als seine Mitschüler bereits Schlittschuhlaufen konnten. Ihm wäre zur damaligen Zeit niemals die Idee gekommen, selbst in die Eishalle zu gehen. Sein Blick führt noch intensiver in die Schulzeit zurück. Als er dann endlich zum Eislaufen kommt, verläuft dieses nicht ganz so einfach. Es kommt zu einem Sturz, der einige Prellungen verursacht. Allerdings werden noch ein paar ungewöhnliche Gedanken freigesetzt.

Mehr zum Autor
Geschrieben hat das Buch Jörg Thormann, der 1971 in Berlin geboren ist. Bereits seit dem Jahr 1995 schreibt er für die FAZ. Zunächst ist er dort als Medienredakteur tätig. Außerdem hat er für die Berliner Seiten geschrieben. Heute arbeitet er für die Frankfurter Allgemeine Zeitung im Bereich Leben. Dort ist er sogar als Kolumnist tätig und verfasst die Herzblatt-Geschichten.

Fazit
Der Untertitel lautet „Wie ich lernte, dass es für Neues nie zu spät ist“. Eines sollte man sich vor Augen halten: Es ist tatsächlich nie zu spät, etwas Neues anzufangen. Es kommt nur darauf an, dass diejenigen auch den Weg finden und den Mut haben, diesen Weg zu gehen. Solange dies alles im Rahmen des Redlichen bleibt, kann man sich seinen Weg in die Zukunft selbst ebnen. Immerhin sollte man mindestens den Versuch wagen. Dies kann nämlich ganz ungeahnte Kräfte freisetzen, die man bei sich selber nicht einmal erahnt hat. Von daher geht von dem Buch ein schöner motivierender Gedanke aus – nämlich einmal über seinen eigenen Schatten zu springen. Bei der Schilderung dürfte es manchen auch so gehen, das man sich in der Handlung schnell wiedererkennt. Insofern bietet es sich an, reinzuschauen und zu schmunzeln, weil es ein Buch aus dem Leben ist. (Marina Teuscher – 22.01.2015)