Agatha Raisin und der tote Ehemann

In England ist die Region der Cowolds zu erreichen, bei der zugleich vom Herzen Englands die Rede ist. Vom Nordosten verläuft die Region mit ihrem hügeligen Bild durch sechs Grafschaften nach Südwesten. Dazu gehören Warwickshire, Oxfordshire und Gloucestershire. Seit etwa fünf Jahrzehnten bezüglich der Cotwold Hills eine Klassifizierung als Area of Outstanding Natural Beauty vor. Als charakteristisch für die Region gilt der Kalkstein. In vielen Dörfern und Kleinstädten würde auf dieses Material zum Bauen gesetzt. Ein Beispiel in diesem Bereich stellen die Wollkirchen dar. In dieser Gegend, wo viele Londoner an ihrem zweiten Wohnsitz zu erreichen sind, hat M. C. Beaton ihre Geschichten um Agatha Raisin angelegt.

Die Einleitung im Allgemeinen

Das Dorf in den Cotworlds wird von feierlicher Stimmung umgeben. Lange schon war dieser Tag erwartet worden. Nun soll es endlich soweit sein. Die Hochzeit von Agatha Raisin und James Lacey steht bevor. Doch plötzlich fällt ein Schatten auf die Hochzeit. Agatha war verheiratet und glaubte allerdings, dass ihr Mann Jimmy tot sei. Jedoch steht dieser wenige Minuten vor der Hochzeit vor Agatha, wobei diese ziemlich aufgebracht reagiert. James fühlt sich schrecklich gedemütigt und verschwindet erst einmal. Damit ist die Hochzeit erst einmal geplatzt. Einen Tag später verändert sich die Welt in den Cotworlds rapide. Dann jedoch wird Agathas Mann in einem Straßengraben gefunden. Nur ist er nicht mehr am Leben. Daraufhin geraten sofort Agatha und James unter Verdacht. Erneut ist Agathas Spürnase, allerdings mehr denn je, gefragt. Immerhin gilt es, James und sie von einem Hauptverdacht zu befreien.

Der tiefere Blick in die Geschichte

Nur noch sieben Tage – dann ist es endlich soweit. Agatha und ihr Nachbar James werden heiraten. Allerdings herrscht in dem Dorf Carsely bei den Bewohnern riesige Enttäuschung vor. Eine Hochzeit in der Dorfkirche wird es nicht geben. Agatha und James werden auf dem Standesamt in Mircester heiraten. Das ist sogar für die Vikarsfrau Mrs. Bloxby ein harter Schlag. Dieser reagiert verwundert und gekränkt. Jedoch verbirgt sich hinter der Entscheidung für eine Hochzeit im Standesamt ein handfester Grund. Es gibt keinen Nachweis darüber, das sie wirklich verwitwet ist. Damit liegt der Schluss nahe, das sie sich mit der Hochzeit auf die Position einer Bigamistin begibt. Dem Charme von James kann sie jedoch nicht widerstehen und wollte nicht mehr ohne ihn sein. In Bezug auf ihren ersten Mann ging Agatha ganz fest davon aus, dass ihr Mann tot sei. Schließlich war er, der sich als Trunkenbold einen Namen gemacht hatte, schon seit Jahren nicht mehr aufgetaucht. Gezielt erfolgte daher die Auswahl des Standesantes in Mircester. Der dortige Standesbeamte war alt und auch taub. Zudem war dieser nicht neugierig. Eine Vorlage von Dokumenten außerdem dem Reisepass war nicht erforderlich. Das tat sie gern, weil in diesem Pass noch immer ihr Mädchenname eingetragen war. Zudem waren noch Formulare und Erklärungen zu unterschreiben. Im Anschluss sollte ein Empfang in Carsely im Gemeindesaal stattfinden. Fast die ganze Bürgerschaft sollte zum Empfang war beim Empfang eingeplant. Doch es gab Kräfte, die bereits gegen sie wirkten, ohne das Agatha etwas davon ahnt. Dies geschah in Form von Roy Silver. Einstmals waren er und Agatha befreundet. Jedoch hegte er tiefen Groll gegen Agatha. Schließlich sie ihm eine einzigartige PR-Chance genommen. Zu Zeiten der Existenz von Agathas Werbeagentur, hatte Roy dort gearbeitet. Dann ging Agatha jedoch vorzeitig in den Ruhestand und verkaufte ihre Firma an ein anderes Unternehmen. Dorthin wechselte Roy ebenfalls, war jedoch zugleich erbost und beleidigt. Daher engagierte er mit dem Ziel des Aufspürens von Agatha’s Ehemann einen Privatdetektiv. Schließlich kann er ihr nicht verzeihen, was sie ihm beim Lösen des letzten Falles angetan hat.

Mehr zur Autorin

Die schottische Autorin ist unter mehreren Pseudonymen tätig, so auch unter M.C.Beaton. Zunächst schrieb sie lange Zeit Theaterkritiken und hat für verschiedene britische Zeitungen als Journalistin gearbeitet. Neben der Krimireihe um Agatha Raisin stammt von ihr die Reihe Hamish McBeth, den schottischen Dorfpolizisten.

Werke der Autorin

Agatha Raisin und der tote Richter

Agatha Raisin und der tote Tierarzt

Agatha Raisin und die tote Gärtnerin

Agatha Raisin und die Tote im Feld

Fazit

Es ist die gewisse Form von Beharrlichkeit, die Agatha auszeichnet. Zudem merkt man bei den Ermittlungen, dass James und Agatha das perfekte Team abgeben. Dabei sind es nicht die großen action-reichen Elemente, die die Geschichte auszeichnen. Vielmehr ist es außerdem die gewisse englische Gemütlichkeit, die die Kriminalromane umgibt. Sicher fühlt man sich an frühere bekannte Hobby-Detektivinnen erinnert. Doch hat Agatha ihren eigenen Reiz, lebt sie doch in einer modernen Zeit und kann sich vieles Gutes tun. Schaut man aus einem sozialen Aspekt auf die Geschichte, so zeigt diese, dass mit dem Vorruhestand noch längst nicht alles vorbei ist. Es lässt sich einiges anfangen und in vieles ist Agatha auch in den vergangenen Geschichten bereits hineingewachsen. (Marina Teuscher – 26.07.2015)