Verdorbenes Blut

Vor Jahren gab es ein Experiment, das für ziemlich viel Aufmerksamkeit gesorgt hat. Es ging dabei um das Klonschaf Dolly, das erzeugt wurde. Damit wurde ein Thema in den Mittelpunkt der Öffentlichkeit gerückt, welches bisher eher tabu war. Schließlich geht es um das Thema der Erzeugung von genetisch identischen Individuen, die also wie eine bereits existierende Person aussehen. Dabei werden beim Klonen auch noch Unterschiede gemacht. So wird heute auch vom therapeutischen Klonen und vom reproduktiven Klonen gesprochen. Das Klonen steht auch im Mittelpunkt des Thrillers „Verdorbenes Blut“, der jetzt erhältlich ist.

Die Einleitung im Allgemeinen
Im Mittelpunkt steht dabei eine Einrichtung für gewalttätige Jugendliche. Dort ist durch sechs Jungs ein Ausbruch erfolgt. Das darf natürlich nicht so stehen bleiben und so wird der Kontakt zu Shawn Castillo gesucht. Dieser bekommt den Auftrag, auf die Suche nach den Jungs zu gehen. Wenn er sie gefunden hat, soll er diese wieder in die Einrichtung bringen. Allerdings ist er noch genug in Übung, um zu merken, das mit dieser Einrichtung etwas nicht stimmt. Es scheint sich doch um ein Projekt zu handeln, welches eher als fragwürdig einzustufen ist. Zudem wird es immer deutlicher, dass es sich bei den Jungs um keine gewöhnlichen Jungs handelt. Schließlich tragen sie Namen wie Jeffrey Dahmer und Ted Bundy. Es sind die Namen berüchtigter Serienmörder, die es ursprünglich nicht mehr gibt. Und doch gibt es sie, weil es sich mit den Jungs um eine zu 100 % übereinstimmende Kopie dieser Männer. Die Jungs sollen ebenfalls das tief verwurzelte böse in sich besitzen und befinden sich nun unterwegs.

Ein tieferer Einblick in die Geschichte
Nach einer Einführung zum Klonen mit Bezug zu Gregor Mendel geht die Geschichte weiter mit einem Prolog. Dieser führt zu einem Feldversuch, wie es Tausende davon gab und gibt. Das eignet sich auch gut um neue Taktiken und Wirkungen auszuprobieren. Unterwegs sind dabei unter anderem auch zwei Black Hawks, bei denen es sich um Hubschrauber handelt. Sie waren unterwegs in einer Region, in der die Taliban noch zu sehen waren. In einem Dorf leben dort noch einige Menschen, die nicht dort weg wollten. Dazu gehört auch Tahir mit seiner Frau und den beiden Kindern. Es kommt unter anderem soweit, dass im Dorf alle aufeinander losgehen. Und dann soll dabei sogar eine junge Frau geopfert werden. Doch dann passiert etwas, was viele in ihren Sinnen verwirrt. Dann kommt der Moment, an dem Tahir nach Hause kommt und gerade so seine Familie retten kann. Doch dann sind auch seine Sinne nicht mehr so ganz orientierungsfähig, was Folgen haben wird. Am 3. Juni an einem Freitag beginnt die Geschichte in Pennsylvania richtig. Zunächst fällt der Blick dabei auf Theodore, einem Jungen im Alter von 12 Jahren. Obwohl er noch Kind sein sollte, steht er auch schon für Schmerzen und für viel vergossenes Blut.

Mehr zum Autor
Als Autor ist Geoffrey Girard für seine Arbeit inzwischen mehrfach ausgezeichnet worden. Außerdem hat er sich einen Namen auch durch die Arbeit als Herausgeber gemacht. Zahlreiche Magazine und Anthologien veröffentlichen regelmäßig Werke des Autors. Geboren wurde Geoffrey Girard in Deutschland. Einige Zeit später erfolgte der Umzug in die USA. Dort lies er dem Studium der Literatur ein Masterstudium, das sich um das kreative Schreiben drehte, folgen.

Fazit
Bestätigen lässt sich in diesem Fall eines schon Mal auf jeden Fall: Der Thriller ist auf eine faszinierende Weise real geschildert und zieht einen gleich auf der ersten Seite in seinen Bann. Die Geschichte dreht sich dabei um ganz aktuelle Themen und ist auch eine fantastische Weise aufgebaut. Schon, wenn man sich in das Buch einliest, bekommt man als Leser einen Eindruck davon (gerade wenn man den Autor noch nicht gelesen hat), warum er so viele Preise bekommen hat. Das ganze hauptsächliche Geschehen spielt sich innerhalb von 14 Tagen ab. Und da passiert eine ganze Menge, was wiederum die Thrillerfans doch ziemlich begeistern dürfte. Vor allem besitzt die Geschichte auch etwas Mysteriöses, was besonders zum Schluss zum Tragen kommt. Geoffrey Girard versteht es wunderbar, das Element Spannung während der ganzen Geschichte auf einem hohen Level zu halten. Er versteht es wirklich, zu schreiben. (Marina Teuscher – 26.05.2014)