Totenlichter

Bei einem Geheimnis handelt es sich um sensible Informationen. Es ist in der Regel nur auf einen Personenkreis ausgerichtet, die mit der Geschichte um diese Information vertraut sind. Natürlich werden diese Geheimnisse auch nur einem kleinen Personenkreis zur Verfügung gestellt. Deutlich wird dies auch an der Vielzahl der Geheimnisse, zu denen das Amtsgeheimnis sowie das Bankgeheimnis gehören. Die Banken werden in diesem Fall dazu verpflichtet, dass Dritte über die Vermögensverhältnisse ihrer Kunden nichts erfahren dürfen. Zu den weiteren bekannten Formen der Geheimnisse gehören unter anderem das Betriebsgeheimnis sowie das Briefgeheimnis. Allerdings gibt es noch viele weitere Formen von Geheimnissen, bei denen es gilt, diese Informationen nur bestimmten Leuten weiterzugeben. Und es gibt manche Geheimnisse, die besser niemals entdeckt worden wären. Davon erzählt der Roman „Totenlichter“, der jetzt bei Bastei Lübbe erhältlich ist.

Die Einleiitung im Allgemeinen
Das Leben von Amelia Gray verläuft anders wie bei anderen Menschen. Sie führt nämlich ein Leben mit den Verstorbenen. Ihre Aufgabe ist es, Friedhöfe zu restaurieren. Ihr wird allerdings auch noch eine besondere Fähigkeit in Bezug auf diese Welt nachgesagt. Dabei handelt es sich allerdings nicht nur um eine These, sondern um die Realität. Nur ist das niemand wirklich bekannt, dass die Geister der Verstorbenen für sie sichtbar sind. Nun erhält Amanda den nächsten Auftrag, bei dem sie den Friedhof in Asher Falls restaurieren soll. Es handelt sich dabei um eine abgelegene Kleinstadt. Erneut gerät sie in Kontakt mit den Toten, was diesmal aber ziemlich gefährlich werden soll. In einem Wald entdeckt sie ein verborgenes Grab. Bald darauf lüftet sie das Geheimnis. Allerdings wäre es wohl besser gewesen, das Geheimnis wäre niemals entdeckt worden.

Mehr zur Geschichte
Es gibt Tage, die schon durch kleine Dinge verraten können, das sie zu etwas Besonderem werden. So war das auch an diesem Morgen, als Amelia ihren Blick über die See richtete. Zu spüren war eine leichte Kühle. Und noch etwas war an diesem Tag für sie zu spüren. Sie bemerkt ihre Gänsehaut im Nacken. Das ist eine Empfindung, die nur dann auftritt, wenn etwas Übernatürliches in der Nähe ist. Diesmal allerdings hat sich dazu entschlossen, sich nicht gleich danach umzuschauen. Schließlich lebt Amelia schon seit Jahren mit den Geistern. Gerade jetzt befindet sie sich auf einer Fähre, da es einen neuen Auftrag für sie gibt. Natürlich befinden sich noch andere Passagiere, darunter auch ein glückliches Pärchen. Das erinnert sie an die Zeit mit John Devlin, den Detective. Wie immer würde dieser wahrscheinlich an seinem Schreibtisch sitzen und Berichte schreiben sowie auch Tatort-Fotos begutachten. Beide verbindet die Tatsache, dass sie Geister sehen können. Nur sind das im Fall von John Devlin dessen verstorbene Frau und die gemeinsame Tochter. Allerdings war John Devlin dadurch auch nicht wirklich für Amelia frei. Jetzt will sie ihren Blick aber doch auf den nächsten Auftrag richten. Noch immer war diese Empfindung in ihrem Nacken zu spüren, als die Fähre langsam auf das Ufer zusteuert. Was sie über den Ort weiß, ist die Tatsache, dass Asher Falls einmal eine Landschaft mit besonders blühendem Charakter war und wußte diesmal noch nichts über den betreffenden Friedhof. Engagiert wurde sie diesmal sogar ohne jegliches Vorgespräch. Als sie dann letzten Endes auf Land angekommen ist, trifft sie auf ihren Gesprächspartner. Dieser erläutert ihr eine interessante Tatsache. Es gibt nämlich zwei Thorngate Friedhöfe, von denen einer in den Tiefen des Sees liegt.

Weitere Informationen zur Autorin
In der Nähe des Ozark-Plateaus im amerikanischen Missiouri wurde Amanda Stevens geboren. Ihr Hauptinteresse galt schon immer den düsteren Themen. Besonders gern liest sie daher auch Geistergeschichten und ist ein großer Fan von Alfred Hitchkock. Spürbar wird dies auch an den Roman von Amanda Stevens, in denen sie ihre Vorlieben miteinfließen lässt. Mehr Informationen sind auf ihrer Website www.amandastevens.com zu finden.

Fazit
Bei diesem Buch wird die Geschichte von Amelia selbst erzählt. Und dies geschieht auf eine doch sehr angenehme Weise. Dabei kommt es in vierzig Kapiteln zu recht spannenden Verwicklungen rund um die Geisterwelt. Interessant wird das Geschehen zum einen natürlich dadurch, dass es zunächst um zwei Friedhöfe geht. Zudem wird das Interesse natürlich doch auch dadurch gesteigert, dass plötzlich noch Bilder aus dem 19. Jahrhundert auftauchen. Auch der Moment, als Amelia das Grab findet, bringt ziemlich viel an Spannung in die Geschichte. Schließlich wird dabei auch deutlich, wieviel Hintergrundwissen sie sich angeeignet hat. Insgesamt eine Geschichte, die nicht nur Spannung mit sich bringt, sondern auch einige interessante Fakten, die sich zum recherchieren für Interessierte anbieten. (Marina Teuscher – 04.07.2014)