Tödliche Hoffnung

Netzwerke sind insbesondere in den letzten Jahren durch den Computer besonders bekannt geworden. Dabei gab es Netzwerke schon viel früher. Es handelt sich nach heutiger Abgrenzung dabei häufig um Systeme, bei denen die Struktur mathematisch als Graph modelliert vorliegt. Zudem bestehen eine Reihe von Knoten, die über Kanten miteinander verbunden sind. Ist ein derartiger Zug aus Knoten und Kanten geschlossen, wird von einer Masche gesprochen. Doch die Vielfalt der Netzwerke ist auch heute noch viel größer.

Die Einleitung im Allgemeinen
Patrick ist mit Ally verheiratet. Als sie das letzte Mal telefoniert haben, hat Patrick ihr einiges erzählt. Es gäbe eine entsetzliche und grausame Story, der er auf der Spur sei. Inzwischen sind einige Tage vergangen. Von Patrick hat Ally nichts mehr gehört. Langsam wachsen die Befürchtungen eines schrecklichen Unglückes in ihr. So entschließt sich Ally zum Handeln. Sie geht zur Bank und holt ihrer Ersparnisse von der Bank. Um Patrick zu finden, fährt Ally nach Paris. Dort verfolgt sie seine Spuren. Dabei gerät sie an ein Netzwerk von Menschenhändlern, die besonders skrupellos agieren. Es stellt sich die Frage, ob Patrick auch in deren Fänge geraten ist.

Der genauere Blick in die Geschichte
Das Geschehen beginnt an einem 22. September in Tarifa. Auf dem Schiff befand sie sich ursprünglich aus einem anderen Grund. Und doch hat sie Lust an Land zu gehen, als sie das vertäute Schiff bemerkt. Sie kann das allerdings nur langsam, da nur ein Bein gesund ist. Dort an Land bemerkt Terese auch, was sich die Fischer alles noch einfallen lassen. Sie nutzten oft so gar Teppiche als Abdeckung. Terese stolpert fast ein bisschen über die Landfläche und gelangt dann am Hafen an. Das das Laufen nicht ganz einfach ist, liegt neben dem schmerzenden Bein auch an dem Verlust von einem Teil der Kleidung. Sie denkt noch an den Moment zurück, als sie mitbekam, dass ihre Kleidung nicht komplett ist. Und doch kommt plötzlich der Moment, der sie kräftig erschauern, als sie am Wasser langläuft. Aus dem Wasser ragt sie raus, diese schwarze Hand mit dem Arm, der deutlich macht, dass da jemand im Wasser liegt. Für Terese ist die Vorstellung schlimm, dass der Mann sich aus dem Wasser vor sie stellen könnte. Doch diese Möglichkeit gibt es nicht mehr. Am gleichen Tag ist Ally etwas aufgeregt. Schließlich hat sie gerade einen Schwangerschaftstest gemacht. Nach dem Ergebnis ist sie in der 7. Woche schwanger. Schöner wäre es natürlich gewesen, wenn Patrick dabei gewesen wäre, als sie den Test gemacht hat. Doch er ist immer noch nicht von seiner Reise zurück gekommen. Nunmehr gab es schon seit 10 Tagen keinen Anruf mehr. Es stellt sich die Frage, was nun getan werden kann…

Über die Autorin
Heute lebt die in Malmö geborene Autorin in Stockholm. Über viele Jahre hat Tove Alsterdal als Journalistin gearbeitet. Außerdem war sie als Autorin für Film und Theater tätig. Bei dem jetzt erschienenen Buch handelt es sich um ihr Romandebut. Der zweite Roman ist unter dem Titel „Tödliches Schweigen“ als bester schwedischer Krimi nominiert. Mittlerweile werden ihre Krimis in zehn Ländern veröffentlicht.

Fazit
Es ist eine spannende Geschichte, weil sie schon auf den ersten Seite einige interessante Charaktere besitzt. Da ist beispielsweise Terese, die an Bord des Kutters keine guten Gedanken in sich trägt. Und sind da noch der Fischer sowie einige andere wie Ally. Wie sie sich der Geschichte annimmt, ist beeindruckend in der Ich-Perpektive erzählt. Vor allem ist es realitätsnah und doch auch gut strukturiert. Gezeigt wird eine Frau, die viel bewegen kann, was andererseits auch wieder Mut macht. Schließlich kann man doch viel erreichen, wenn man es wirklich möchte. Genau das macht doch das Lesen spannend, weil die Charaktere oft einen besonders sympathischen Hintergrund haben. Die Covergestaltung kann als sehr gelungen bezeichnet werden. Schließlich zeigt sie eine Brücke, bei der nicht deutlich wird, wohin der Weg führt. Und genau das ist das Problem von Ally, weil sie bei dieser Suche nicht weiß, wohin der Weg sie führen wird. Es ist bei dem Cover auch kein Ziel zu erkennen, was die schwierige Thematik der Geschichte verdeutlicht. (Marina Teuscher – 17.11.2014)