Ostseesühne

Das baltische Meer, vielen besser als Ostsee bekannt, zeichnet sich durch eine hohe Ausstrahlungskraft aus. Dies wird schon daran deutlich, dass in dieser Region des Großraums 50 bis 85 Millionen Menschen leben. Abhängig ist das davon, wie dieser Raum definiert wird. Hinsichtlich des gesamten Gebietes überhaupt kann eine Gliederung in acht verschiedene Regionen vorgenommen werden. Zum einen handelt es sich dabei um das Kattegat sowie um das südliche Kattegat mit der nördlichen Beltsee. Außerdem werden hier die Gebiete der Beltsee und die südliche Beltsee in Verbindung mit der westlichen eigentlichen Ostsee erreicht. Komplettiert werden die Regionen durch die Gebiete der eigentlichen Ostsee, dem Rigaer Meerbusen sowie dem finnischen Meerbusen und der nördlichen Ostsee. Urlauber und Gäste erwartet hier eine sehr vielfältige Landschaft auf dem Festland sowie eine Vielzahl von Inseln, die der Küste vorgelagert sind. Es herrscht eine idyllische Stimmung, von der man meint, dass sie niemals ins Wanken kommen würde. Doch in dem Roman „Ostseesühne“ ist auf einmal alles ein wenig anders.

Die Einleitung im Allgemeinen

In den Mittelpunkt rückt ein Feuerlöschteich, der sich auf einem Bauernhof befindet. Es ist der Postbote, der dort eine schreckliche Entdeckung macht. Es stellt sich dabei die Frage, wo die Bewohner des Hofes sind. Es handelt sich dabei um ein Ehepaar, das einen 16jährigen Sohn hat. Dieser soll allerdings zurückgeblieben sein. Nun gibt es keine Spur, wo die Familie sein kann. Das ist ein Moment, wo Pia Korittke ins Spiel kommt. Sie ermittelt und findet bald die erste Spur, die einige Jahre zurückführt. Es soll nämlich einmal ein merkwürdiges Gerücht im Dorf gegeben haben. Nur hat auf dieses Gerücht niemand reagiert. Dabei geht es um eine angebliche Gefangenschaft eines Mädchens auf eben diesen Hof.

Der tiefere Einblick in die Geschichte

Zunächst einmal erwartet die Leser eine Einführung, die sich um Ulf Nielsen dreht. Dieser ist wieder einmal unterwegs, um Fotos zu machen. Er ist gerade in einem Wald unterwegs, der seine interessante Note vom Dämmerlicht erhält. Es ist am frühen Sonntagmorgen, wo der größte Teil der Menschen noch im Bett liegt und die Chance des Ausschlafens nutzt. Sein Ziel ist die mittelalterliche Turmhügelburg, von der es noch immer Reste zu sehen gibt. Wann immer er sich hier zu Foto-Aufnahmen einfand, gab er sich auch den aufkommenden Fantasien in Bezug auf das Mittelalter hin. An diesem Tag jedoch wollte die Freude nicht so richtig aufkommen. Auch war es irgendwie recht unruhig, was mit einem häufigeren Knacken verbunden war. Und dann kommt der Moment, als er den ersten Schlag verspürte. An diesem Morgen ist Kommissarin Pia Korittke in ihrer Wohnung noch in ganz bequemer Kleidung unterwegs. Allerdings lässt der nächste Termin nicht lange auf sich warten. Sie muss zu einer Gerichtsverhandlung. Plötzlich jedoch wird es problematisch, da ihr Babysitter wegen Zahnschmerzen abgesagt. Das ist schon deswegen problematisch, da Sohn Felix gerade einmal zwei Jahre jung ist. Daher kann er schon gar nicht zu Hause allein bleiben. Ihre beiden Ersatz-Babysitter haben auch keine Zeit, was sie noch nachdenklicher werden lässt. Schließlich ist ein Gericht auch kein Ort, an dem ein Kind – wenn auch nur für kurze Zeit – bleiben sollte. Mit Lars war es auch nicht möglich zu sprechen, da zwischen den beiden gerade Funkstille herrschte. Also bleibt als letzter Ausweg nur Hinnerk. Während dessen wartete man im Dorf auf die Post. Unterwegs waren gerade auch Gernot und seine Frau unterwegs. Diese war inzwischen zur Einkäuferin für einen Textilkonzern aufgestiegen. Etwas später kommt der Postbote vor, der darüber berichtet, das ihm am Fischlöschteich etwas Seltsames aufgefallen sei.

Mehr zur Autorin

Geschrieben wurde der Roman von Eva Almstädt. Es waren die Fernsehproduktionsanstalten der Studio Hamburg GmbH, wo sie zunächst ihre Ausbildung absolvierte. Im Anschluss daran studierte sie in Hannover das Fach der Innenarchitektur. Vor einiger Zeit schrieb sie ihren ersten Roman „Kalter Grund“. Bei diesem Fall ermittelt die Kommissarin Pia Korittke zum ersten Mal. Dieser Roman stellte zudem den Auftakt für eine Fernsehserie dar, die sich um Pia Korittke dreht. Bei ihren Fällen ermittelt die Kommissarin in Lübeck. Selbst wohnt die Autorin zusammen mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern in Schleswig-Holstein. Dort hat sie auch den jetzt erschienenen Roman „Ostseesühne“ geschrieben.

Fazit:

Wenn ein Roman schon so gut ist, dass er als Ausgangspunkt für eine Fernsehserie ausgewählt wird, dann sagt das doch bereits etwas über die Qualität der Story aus. Auch dieser Roman von Eva Almstädt zeichnet sich durch eine hervorragende Geschichte aus. Diese wird gleich sehr präzise mit einem Prolog begonnen. Somit erhalten Leser einen perfekten Einstieg in die Geschichte, der zugleich angenehm neugierig macht. Nach dem Prolog geht dann die Geschichte richtig los, wobei man als zunächst Pia’s Welt wieder etwas näher kennen lernt. Dies ist gut, da wahrscheinlich noch nicht alle mit dem Leben von Pia, der Kommissarin aus Lübeck, vertraut sind. Wenn es nicht gerade um die Ermittlungen von Pia geht, spiegeln sich aber auch sämtliche Facetten des Lebens wider, die sehr ansprechend geschildert werden. Man spürt sehr schnell, das man das Buch nicht aus der Hand legen will. Den Lesern seien daher noch viele spannende Lesestunden gewünscht. (Marina Teuscher – 22.05.2014)