Küstenmorde

Als ein Schelfmeer erleben Gäste in den Regionen an den Küsten die Nordsee. Gelegen ist die See im Nordwesten Europas und zugleich am Rand vom Atlantischen Ozean. Unterschieden wird dabei oft zwischen der nördlichen und südlichen Nordsee. Wer mit den Schiffen auf der Nordsee unterwegs ist, erhält sogar intensive Einblicke in Fjorde wie beispielsweise den Geirangerfjord. Es ist also immer viel zu erleben, wie allein an den deutschen Inseln in der Nordsee deutlich wird. Bei dem Roman steht dann auch die Nordseeinsel Amrum im Mittelpunkt des Geschehens.

Die Einleitung im Allgemeinen
Auf der in der Nordsee liegenden Insel Amrum sind die Spuren der Herbsttage zu bemerken. Es ist eine sehr stürmische Nacht, als ein alter Mann sein Leben verliert. Er wurde kopfüber am Quermarkenfeuer aufgehangen. Bei diesem Gebäude handelt es sich um einen kleinen Inselleuchtturm. Doch auch seiner Frau wurde Gewalt angetan. Zeit also, dass die Kriminalpolizei die Ermittlungen aufnimmt. Zuständig dafür ist Hauptkommissar John Benthien, der bei der Flensburger Kripo arbeitet. In seiner Dienstzeit hat Kommissar Benthien schon so einiges erlebt. Doch dieser Fall scheint alles um Längen zu übertreffen. Die Frage ist, wer eigentlich hinter dem Verbrechen steckt. Handelt es sich eventuell um Rache? Zunächst scheinen sie bei ihren Ermittlungen keinen Erfolg zu haben. Dann jedoch stöbern sie tiefer in der Vergangenheit und finden zwei Ereignisse, hinter denen doch offenbar mehr steckt.

Der genauere Blick auf die Geschichte
Vater und Sohn Benthien sind an diesem Tag zusammen und sprechen darüber, dass die Wunschsessel seines Sohnes noch da sind. Dabei beschäftigt Vater Benthien gerade begierig mit dem Notebook seines Sohnes. Er surfte auf vielen Seiten, da er auch immer wieder das Bedürfnis hat, für seinen Sohn einzukaufen. Das ist allerdings das einzige, was John – der als Kommissar bei der Flensburger Kripo arbeitet, nicht an seinem Vater mag. Sonst war alles andere Okay. Schließlich waren sie ja auch beide Nachtmenschen. Während sein Vater nun stöberte, hatte sich John einen Krimi genommen, damit er ein wenig Entspannung finden konnte. Ab und zu ist dies auch nötig, da es in seinem Job schon manchmal recht heftig zu gehen kann. Wie arg es ihn, in der nächsten Zeit beschäftigen wird, ahnt er noch nicht. Inzwischen schaut sich sein Vater weiter nach diesen Sesseln um, die preiswerter geworden waren. Der Vater von John setzt sich sogar ein Ziel, wann er die Sessel kaufen möchte. In der Zwischenzeit führen Vater und Sohn auch noch ein Gespräch über das Liebesleben, bevor sich John zur Nachtruhe begeben will. Am nächsten Tag jedoch wird er zum Quermarkenfeuer auf Amrun gerufen. Dort hat man etwas gefunden, wobei ein zweiter Fund nicht lange auf sich warten lässt.

Mehr zur Autorin
Nina Ohlandt hat ein recht abwechslungsreiches Leben. Geboren wurde sie in Wuppertal, während sie ihre Kindheit in Karlsruhe verbrachte. Zur Sprachlehrerin lies sie sich in Paris ausbilden. Parallel hat sie dann das erste Kinderbuch geschrieben. Später hat sie unter anderem als Marktforscherin gearbeitet. Danach hat sie sich wieder dem Schreiben von Krimis zugewandt, so dass jetzt dieser neue Band erschienen ist.

Fazit
Na, das geht aber gleich ganz schön los. Wer ein gutes bildliches Vorstellungsvermögen hat, wird sich dabei leicht ertappen, das er sich wie in die Szenerie hinein versetzt fühlt und einzelne Momente vor sich sieht. Die Geschichte wird in einer sehr schönen Weise erzählt und zieht einen gleich auf den ersten Seiten in ihren Bann. So leicht mochte ich es auch nicht aus der Hand legen. Interessant wird das ganze dann, wenn man auch mal eine sympathische Note darin findet. Dies geschieht zu Kapitel 23, als Benthin nicht mehr im Haus bleiben will. Er muss raus und laufen, damit er denken kann. Das hat, wie gesagt, auch etwas Sympathisches an sich. Vor allem zählt aber auch eines bei dem Buch – die Sprache ist schön klar, fließend und angenehm. Es lohnt sich eben doch, zu lesen. (Marina Teuscher – 01.05.2014)