Kalter Hass

Seit einigen Jahrzehnten schon wird gerade bei den Amerikanern die Tradition des Grillens ganz besonders gut gepflegt. Aus den vielfältigen Experimentierkünsten haben sich inzwischen einige Sonderformen des Grillens entwickelt. Dies hat sich, für viele nicht unbekannt, beispielsweise auch auf die Entwicklung von Gewürzen ausgewirkt. Zu den beliebtesten Grillevents gehört das Barbecue, das auch zu Beginn des Psychothrillers „Kalter Hass“ im Mittelpunkt steht.

Die Einleitung im Allgemeinen
Zitat Anfang: Niemand ist sicher – Nirgendwo… Zitat Ende.

Es sollte ein schöner Abend werden. Geplant war ein Barbecue zu viert. Doch das Ende ist grauenvoll – eine Bluttar mit brutaler Härte. So zeichnet sich das Bild ab, als die Polizei an den Tatort kommt. Die beiden Paare sind grausam zugerichtet und liegen gefesselt im Auto. Dann fällt der Blick auf die Windschutzscheibe, wo ein Zettel klebt. Darauf ist eine Nachricht zu finden, die an Sam Becket gerichtet ist. Obwohl die Nachricht sehr bizarr klingt,so ist sie doch auch wieder deutlich. Es liegt eine rassistische Motivation für die Tat vor. Dabei stellt die Tat erst den Auftakt einer Reihe von weiteren Bluttaten dar. Somit beginnt die Zeit zu laufen. Gegen diese versucht sich Sam nun in den Weg zu stellen. Schließlich haben die Killer auch ihn ins Visier genommen.

Der genauere Blick in die Geschichte
Alles beginnt am Abend des 2. Juni. Es ist Sonntag und alle sind bester Stimmung. Sie freuen sich darauf, dass die kleine Grillparty im Garten des Hauses von Gary und Molly Barton bald startet. Zu Gast sind Pete und Mary Ann, die zwei kleine Kinder haben und auf die an diesem Abend ein Babysitter aufpasst. Dieses Haus befindet sich in Miami Beach, wo gerade noch die Vorbereitungen für das Dinner laufen. Obwohl gerade erst die Party läuft, machen sie sich schon Gedanken darüber, was sie am 4. Juli für eine Party machen können. Schließlich feiert ganz Amerika diesen Tag auf eine besondere Weise. Doch weiter entfernt hört man ein Boot vorbeifahren. Zwei Häuser weiter legt das Boot dann an und es kommen vier Männer an Land. Zunächst scheint es sich noch um ein freundliches Gespräch zu handeln. Allerdings wird bald deutlich, dass schlimmes zu erwarten ist. Am späten Abend wartet der Babysitter noch immer auf die Rückkehr von Pete und Mary Ann. Schon längst ist die vereinbarte Zeit abgelaufen und die Mutter hat auch schon besorgt bei Andria angerufen. Mittlerweile ist sie sich klar, dass sie zum Haus der Bartons laufen wird, damit sich Pete und Mary Ann um ihre Kinder kümmern können. Noch hat sie die vage Hoffnung, dass man sich bei dem Barbecue einfach nur verplaudert hat. Doch im Garten des Hauses kann Andria nichts finden. Also tastet sie sich langsam voran. An ihrer Seite befindet sich der kleine Joshua, der nicht bei seiner kleineren Schwester bleiben wollte. Und dann kommt sie an einer Tür an, an der sie etwas riechen kann und dreht an dem Türknauf. Wenig später geht ein Anruf beim Police Department ein.

Mehr zur Autorin
Begonnen hat bei Hilary Norman einmal alles ganz anders. Doch zunächst wurchs sie in London. Ihr erster Weg führte sie beruflich ans Theater, wo sie ihre Karriere als Sprecherin begann. Dabei wurden vor allem die Bereiche beim Capitol Radio London, die BBC sowie das Hörspiel von ihrer Arbeit geprägt. Im Anschluss an diese Zeit hat Hilary zeitweilig in New York gelebt und gearbeitet. Es war eine Liebesgeschichte, mit der sie zunächst auf sich aufmerksam gemacht hat. Richtig an Popularität gewoinnen hat sie jedoch durch ihre Psychothriller, die sie geschrieben hat. Erschienen sind diese Bände mittlerweile in 17 Ländern.

Weitere Werke der Autorin
– Blinde Wut
– Blankes Entsetzen
– Teuflische List
– Zwanghafte Gier
– Letzte Weg
– Die Rache der Kinder
– Shimmer
– Geteilter Tod
– Das Herz der Dunkelheit
– Blinde Seele

Fazit
Dieses Buch gehört definitiv zu den Werken, bei denen man schon nach den ersten Seiten weiß, das man das nicht aus der Hand legen wird. Deutlich wird dies schon am ersten Tag, an dem das Grauen beginnt. Wie im gesamten Buch ist die Schilderung recht abwechslungsreich aufgebaut und spiegelt die Emotionenwieder, die mit den unterschiedlichsten Momenten des Lebens einhergehen. So sind alle Facetten der Vorfreude recht gut zu spüren, wie auch die Momente, als der Babysitter voller Angst in das Haus geht, sie wird etwas finden, was möglicherweise entsetzlich sein wird. Beklemmend kommen auch die Momente rüber, in denen später die Angehörigen vernommen werden. Bei dieser besonders guten Schreibweise freut man sich doch jetzt auch schon auf die weiteren Werke der Autorin. (Marina Teuscher – 10.07.2014)