Flammenkinder

Im Jahr 2009 wurde der Roman „Der Hypotiseur“ von Lars Keppler veröffentlicht. Die Geschichte spielt außerhalb von Stockholm und beginnt an einem Sportplatz. Dort wird die Leiche eines Mannes gefunden, der ermordet worden ist. Es dauert eine Weile, bis man Ehefrau und Tochter des Mannes ebenfalls auffindet. Was danach aussieht, als wenn die ganze Familie einfach ausgelöscht werden sollte. Doch es gibt noch den Sohn, der die Tat schwerverletzt überlebt hat. Dann plötzlich taucht jedoch die Nachricht auf, dass es da noch eine Schwester gibt. Nun muss Kriminalkommissarin Joona Linna handeln und nimmt die Verbindung mit einem Hypnotiseur auf, der gleichzeitig auch Arzt ist. Nun gehen die Abenteuer für Joona Linna weiter.

Die Einleitung im Allgemeinen
Der Blick richtet sich nach Sundsvall. Dort wird die Stimmung noch atemlos und mitunter verstörend werden. Genauer gesagt steht eine Einrichtung im Mittelpunkt, in der schwer erziehbare Jugendliche leben. Dort geschehen zwei brutale Morde. Bei den Opfern handelt es sich um eine Betreuerin und ein Mädchen. Plötzlich ist auch noch ein anderes Mädchen verschwunden. Dies scheint wiederum das Eingeständnis zu sein, dass das verschwundene Mädchen für die Taten verantwortlich ist. Allerdings bleibt die gesamte Geschichte sehr rätselhaft. Gesehen hat niemand eetwas und kann somit auch nicht das kleinste Detail zur Klärung des Falles beitragen. Dann jedoch ändert sich die Situation schlagartig. Eine verzweifelte3 Frau meldet sich mit der Nachricht, dass ihr Auto gestohlen worden ist. Es scheint so, als wäre das verschwundene Mädchen für die Tat verantwortlich. Das problematische an der Geschichte ist die Tatsache, dass sich ihr vierjähriger Sohn auf dem Rücksitz befand. Nun muss Kommissarin Jonna Linna unter Hochdruck ermitteln.

Der tiefere Einblick in die Geschichte
Nach einer Einleitung zu dem Thema „Das Medium“ beginnt die Geschichte. Elisabeth ist etwas über 50 Jahre alt und hat bereits leicht ergraute Haare. Sie arbeitet als Betreuerin in einem Jugendheim, bei dem es sich um eine halboffene Einrichtung handelt. Inzwischen ist es abends und Elisabeth ist als Betreuerin nur noch allein im Hause. Die Verwalterin ist für diesen Tag schon nach Hauses gefahren. Noch ahnt niemand, dass es an diesem Abend noch unruhiger werden wird. So wird sich eines der Mädchen nämlich noch absichtlich mit der Scherbe einer Teetasse an den Armen und am Bauch verletzen. Als dann letztendlich alle Mädchen schlafen, macht sich Elisabeth Grim daran, den Bericht über die Vorkommnisse des Abends zu schreiben. Normalerweise schläft sie um diese Zeit schon. Am nächsten Morgen sieht die Welt plötzlich ganz anders aus. Es gibt Stellen auf dem Boden, die mit viel Blut bedeckt sind. Eines der Mädchen will Elisabeth wecken, die aber einfach nicht wach werden will. So bleibt nichts anderes als Daniel Grim anzurufen, der natürlich sofort den Notdienst alamiert. Diese machen sich bald auf den Weg und versuchen auf dem Gelände jemand zu erreichen. Nur will einfach niemand ans Telefon gehen…

Mehr zum Autor
Lars Keppler hat nunmehr eine weitere spannende Geschichte geschrieben. Bereits der Krimi „Der Hypnotiseur“, bei dem es sich um das Krimidebüt gehandelt hat, war ein durchschlagender Erfolg. Für das Kino wurde die Geschichte von Lasse Hallström umgesetzt. Doch Lars Keppler ist nur das Pseudonym eines schwedischen Ehepaares. Genauer gesagt handelt es sich um Alexander Ahndoril und Alexandra Coelho Ahndoril. Sie leben mit ihren Töchtern in Stockholm. Dort arbeitet Alexander Ahndoril nicht nur als Schriftsteller, sondern auch als Dramatiker. Zu seinen Werken gehören Theaterstücke und Romane. Als Literaturkritikerin und als Schriftstellerin ist Alexandra Coelho Ahndoril tätig. Sie hat sich schon früh für das Theater interessiert. Gemeinsam haben sie als Lars Keppler bereits die folgenden Romane geschrieben:

Der Hypotiseur
Paganninis Fluch
Der Sandmann

Fazit
Kriminalromane haben auch immer etwas ganz besonderes, wie man jetzt auch wieder bei den Flammenkindern sieht. De Geschichte wurde ganz exakt aufgebaut, wobei auch keine Lücken zwischen den Zeilen zu erkennen sind. Recht gelungen scheint die Idee zu sein, das Buch in kurze Kapitel zu unterteilen. Das unterstützt den roten Faden der Geschichte noch ein wenig mehr. So lange dauert es ja letztendlich bei den Seiten auch nicht, bis in der Einrichtung das Chaos ausbricht. Danach fiebert man in den ganzen Situationen mit, ob der geheimnisvolle Täter gefunden wird. Auch die Stimmung wird dabei in den ganzen Momenten so wieder gegeben, dass man sich als Leser ganz gut in die Geschichte hineinversetzen kann. Allerdings hat das Buch auch am Ende einen Verlauf, der vielleicht einen Hauch von etwas Mysteriösem hat. (Marina Teuscher – 17.06.2014)