Die Augen der Heather Grace

In der Geschichte der Literatur und des Films gibt es eine Vielzahl von Figuren, die sich sehr prägend auf viele Facetten des Lebens ausgewirkt haben. Das zeigt ein Blick auf die vergangenen Jahrhunderte. Dies gilt ohne Zweifel auch für die Figur, die vom britischen Arzt und Schriftsteller Sir Arthur Conan Doyle entwickelt worden ist. Es handelt sich dabei um keinen geringeren als Sherlock Holmes, der heute wohl auch als Figur eine echte Legende sein dürfte. Als treuen Begleiter hat der Arzt Dr. Watson ins Leben gerufen. Seit der ersten Geschichte erleben die beiden eine Vielzahl von Abenteuern, die sie mitunter stark an ihre Grenzen bringen. Alle Geschichten spielen dabei in der viktorianischen Zeit. Nun allerdings erlebt der Arzt Doyle selber ein großes Abenteuer, als er Heather Grace kennen lernt.

Die Einleitung im Allgemeinen
Arthur Conan Doyle arbeitet im viktorianischen Zeitalter als Arzt. Gerade sind die ersten Tage seiner Tätigkeit angebrochen und die ersten Patienten finden sich bei ihm ein. So jung und schön sie doch ist, verwirrt sie den Arzt doch noch auf eine andere Weise. Heather hat Visionen, die sich um ein Phantom drehen. Inzwischen suchen sie diese Visionen immer öfter heim. Doch als wäre das nicht schon kompliziert genug, weckt ein noch schwierigerer Fall die Aufmerksamkeit von Arthur. Ein reicher Geschäftsmann wird ermordet. Das gravierende an dieser Situation ist, dass sogar Doyle des Mordes verdächtigt wird. Nun braucht er selber Hilfe, so dass er seinen alten Mentor aufsucht. Dabei handelt es sich um Dr. Joseph Bell, der sich schon bald auf die schwierige Spurensuche begibt. Die Spur, die er dann findet, ist allerdings eine ziemlich heikle Angelegenheit. Es sind die Augen von Heather, die offenbar viel mehr Aussagekraft haben als erahnt.

Der tiefe Einblick in die Geschichte
Zunächst beginnt die Geschichte mit einem der wichtigsten Zitate von Sir Arthur Conan Doyle:

Zitat Anfang: Die bemerkenswertesten Erfahrungen im Leben eines Menschen, bei denen er am tiefsten empfindet, sind genau jene, über die er am wenigsten zu reden gewillt ist. Zitat Ende.

Dann geht die Erzählung mit dem Vorwort weiter. Darin erzählt David Pirie, wie er sich auf diese Entdeckungsfahrt begeben hat. Er berichtet darin auch, dass es noch immer Streit über das Leben vor Arthur Conan Doyle im Hinblick auf sein Leben als junger Mann gibt. Er verweist außerdem darauf es so noch viel mehr Geheimnisse um die viktorianische Zeit zu entdecken gibt. Erst dann beginnt die Geschichte, mit der Leser eben in das viktorianische Zeitalter reisen. Die Reise führt dabei zurück in den Herbst des Jahres 1898. In einem Prolog wird davon gesprochen, dass sich ein Autor allen den Fällen vom Doktor widmen will. Er weiß von mehr als 15 Fällen. Aufgeschrieben hat er die Geschichte, wobei der Doktor diese erst viele Jahre später gelesen hat. So ganz einverstanden war der Doktor nicht und doch sind die Geschichten entstanden. Natürlich gab es auch einige Wendepunkte. Unter anderem erwähnt er auch noch, dass er den Doktor schon im Alter von 19 Jahren kennengelernt hat. Während dieser Zeit hat es bereits einige Ereignisse gegeben, die doch ziemlich harte Anforderungen an ihn gestellt haben. Vor dem Ende des Vorwortes greift er zur Feder und reist in die Vergangenheit nach Edinburgh zurück. Genauer gesagt erfolgt ein Rückblick auf das Jahr 1878, als er sich im zweiten Jahr seines Medizinstudiums befand. Das Wetter an diesem Abend war nun wirklich nicht das schönste. Dieser Abend hatte wirklich etwas ungewöhnliches an sich, was noch an anderer Stelle deutlich wurde. Mitunter war abend immer ein Schrei zu hören. Doch der Schrei an diesem Abend war doch von ungewöhnlicher Natur.

Mehr zum Autor
Zunächst hat David Pirie als Kritiker und Journalist gearbeitet. Dann begann seine Laufbahn als Drehbuchautor. Inzwischen wurden ihm mehreren Auszeichnungen für seinen Arbeiten überreicht. So hat er eine Auszeichnung für seine Adaption von „Die Frau in weiß“ vornahm. Dieses Werk wurde von Wilkie Collins geschrieben und wurde von der BBC verwirklicht. Außerdem erhielt er auch eine Auszeichnung für das Ergebnis der Zusammenarbeit mit Lars von Trier. Entwickelt wurde dabei das Skript für „Breaking the Waves“. Bei der BBC läuft ebenfalls die Reihe „Murder Rooms – The Dark of Sherlock Holmes“, die inzwischen einen Kultstatus erlangt hat. Die Romane, die sich um Arthur Conan Doyle und Dr. Joseph Bell drehen, basieren auf dieser Fernsehserie.

Fazit
Das Buch ist recht interessant aufgebaut. Es gibt nämlich mal wieder ein Inhaltsverzeichnis, das einen ersten Einblick in die Abgründe dieser Geschichte bietet. Beginnt man mit dem Lesen, trifft man auf eine Geschichte, die sehr reizvoll ist. Sie führt in eine überraschende Welt und zeigt auch einmal Sir Arthur Conan Doyle von einer ganz anderen Seite. Bisher kannte man ihn ja nur so, dass er die Geschichten von Sherlock Holmes geschrieben hat. Aber es gab auch ein Leben davor und auf diese Zeit geht David Pirie nun mit diesem Buch ein. Das geschieht in einer überzeugenden Weise, so dass man sich dem Buch nicht entziehen, kann wenn man erst einmal mit dem Lesen begonnen hat. Vor allem versteckt sich in der Geschichte auch einiges an rätselhaftem, was der Geschichte noch einmal eine besondere Variante verleiht. Durchzogen wird die Geschichte also von einem schaurig-schönen Wechselspiel, was einmal mehr zeigt, dass sich das Lesen der Geschichten von Sir Arthur Conan Doyle lohnt. (Marina Teuscher – 01.04.2014)