Das Beta Männchen

Die Welt der Männer ist nicht einfach. Sie üben besonders schwere Jobs aus, die nur wenige Frauen ausüben. Besonders deutlich wird dies bei der Feuerwehr oder beim Tauchen. Zudem bringt der Sport einige Anforderungen mit sich, wie das Skispringen zeigt. Die Flüge der Springer gehen immer weiter. Allerdings gibt es bei den Männern eine andere Seite, wie jetzt das Buch „Das Beta-Männchen“ aufzeigt. Das Buch stammt von Stefan Bonner und Anne Weiß, die bereits mit „Generation Doof“ sehr viel Erfolg hatten.

Mehr zur Einleitung

Für die Bezeichnung Beta Männchen gibt es eine Erklärung. Es soll sich um einen orientierungslosen, modernen Mann handeln, der kein festes Rollenbild hat. In der Umgangssprache ist die Rede von einem Vollidioten oder Vollpfosten. So hört sich die Wahrheit über den modernen Mann von heute doch nicht so gut an und kann doch auch wieder richtig komisch sein. Schließlich erzählen die Autoren davon, wie es ist, als Betamännchen und mit einem Betamännchen zu leben. Männer werden sich auf die Suche nach der Männlichkeit begeben und Frauen werden sich mitunter wundern.

Die tiefere Blick in die Geschichte

Als erstes beginnt Anne von ihrer beruflichen Laufbahn zu erzählen. Sie hat die Zeit des Praktikums, des Volontariats und der Assistenz endlich überstanden. Nun naht ihr erster Tag als Lektorin in einem großen Buchverlag. Sie beginnt darüber nachzudenken, was jetzt alles zusammen mit ihrem Freund möglich wäre. Das Gedanke an das Haus im Grünen könnte verwirklicht werden. Vielleicht könnte sogar die Planung einer Familie beginnen. Da gibt es allerdings nur ein Problem. Das liegt in ihrem Freund oder besser gesagt „ehemaligem Freund“. Für Anne gab es keine andere Alternative mehr, als sich von ihrem Freund zu trennen. Sie erzählt anschließend über ihren Freund und davon, der sein Leben als Student mag. Er hat einen Nebenjob an der Kinokasse, so dass er etwas Geld zum Lebensunterhalt beisteuert. Anfangs war für Anne das Leben von ihrem Freund okay. Jedoch ist die Stimmung später ins Wanken geraten. Da ihr Freund nicht zu Änderungen bereit war, lebt sie jetzt allein. So beginnt Anne nun ihren ersten Tag in der Firma und trifft als nächstes auf ihren neuen Chef. Dieser stellt ihr den neuen Kollegen vor, bei dem es sich um Stefan handelt. Er soll sie einarbeiten, wobei sie natürlich zunächst vom Erscheinungsbild auf einen ganz bestimmten Typ Mann abstellt. Sie haben sich auf dem Verlagsfest das erste Mal getroffen. Während er an diesem Tag noch sehr elegant gekleidet war, kommt er jetzt eher lässig rüber. Nachdem der Chef den Raum verlassen hat, macht sich Stefan mit Anne auf den Weg durch den Verlag, damit sie schon einmal einige neue Kollegen kennen lernen kann. Etwas später beginnt Stefan mit seinen Erzählungen. Er ist mit Maja zusammen und erhält eines Tages einen Anruf von einem Freund. Dieser erzählt ihm auf eine etwas skurile Weise davon, dass er Vater wird. An dieser Stelle ahnt Stefan schon, dass nichts gutes auf ihn zukommt. Schließlich hört er die Empfehlungen schon, er solle sich mit Maja ein Beispiel daran nehmen. Auch für sie wäre es an der Zeit, endlich mit der Familienplanung beginnen. Stefan selber kommt der Gedanke zu diesem Zeitpunkt noch völlig fremd vor, wenn es um das Heiraten und um Familienplanung geht. Doch bei Marko ist das ganz anders. Seit er Tamara kennt, ist für ihn das Leben anders geworden.

Mehr über die Autoren

Anne Weiß leitet derzeit, zusammen mit Stefan Bonner, die Bastei Lübbe Academy. Im Jahr 2008 erfolgte die Veröffentlichung des Sachbuches „Generation Doof“, das sie mit Stefan Bonner geschrieben hat. Zwei Jahre lang stand dieses Buch auf der Spiegel-Bestsellerliste. In dem Buch war die Aufmerksamkeit auf den Medienüberfluss gerichtet, dem immer mehr Menschen ausgesetzt sind. Auch die nachfolgenden Bücher, wie Doof it Yourself, erreichten die Spiegel Bestseller-Liste. Auch die erneute Zusammenarbeit der beiden Autoren – Betamännchen – hat es auf die Bestseller-Liste geschafft.

Fazit

Das Buch hat eine angenehme Gestaltung, die zum lesen anregt. Gewidmet ist das Buch allen Betamännchen und denen, die sie lieben. Bereichert werden die Kapitel durch bedeutende Zitate, wie von Albert Einstein. Zitat Anfang: Manche Männer bemühen sich lebenslang, das Wesen einer Frau zu verstehen. Andere befassen sich mit weniger schwierigen Dingen, wie mit der Relativitätstheorie. Zitat Ende. Dann beginnen die recht interessanten und teilweise witzigen Schilderungen aus dem Leben von Stefan und Anne. Dabei lassen sich doch einige Seiten entdecken, die mitunter in der Hektik des Alltags doch nicht so ins Gewicht fallen und doch bedeutend sind. Aufgezeigt wird ferner, dass die Familienverhältnisse nicht immer so einfach sein können. Natürlich wird zudem in der Blick auf die Kindheit gerichtet. Somit werden mitunter ganz ungewöhnliche Seiten sichtbar gemacht. Amüsant wird das Buch durch das Aufzeigen von Beispielen, was die Autokorrektur aus einer SMS machen kann. Das diese witzig aufgemachte Geschichte einen Bestseller-Platz beim Spiegel erreicht hat, lässt sich gut nachvollziehen. So macht in jeder Situation des Alltags das Lesen Spaß. (Marina Teuscher – 16.10.2014)