Kein Mann für jeden Tag

Festivals sind der Ausgangspunkt für viele Filmpremieren. Dabei gibt es die unterschiedlichsten Festivals. Eines der beliebtesten Film-Festivals sind die Internationalen Filmfestspiele von Berlin. Jedes Jahr im Februar treffen unzählige Filmstars in Berlin ein, um auf ihre neuesten Werke aufmerksam zu machen. Doch es gibt es auch kleineren Festivals, auf denen die Geschichte mancher Filme beginnt.

Dazu gehört das Sundance Film Festival, auf dem der Film „The diary of a teenage Girl“ im Januar 2015 Premiere hatte. Bereits wenige Tage später erfolgte die Präsentation des Films auf der Berlinale in Berlin. Doch erst im August 2015 startete der Film in den amerikanischen Kinos. Nach dem Start in den deutschen Kinos kurz vor Weihnachten 2015 ist der Film inzwischen auf Blu-ray erschienen.

Zurück führt der Film in das Jahr 1976 nach San Francisco. Ganz deutlich ist noch immer der Einfluss vom Summer of Love zu spüren. Zu dem Zeitpunkt leben in der Stadt auch viele Traumtänzer und verrückte Typen. Unter den vielen Bewohnern befinden sich auch Charlotte Worthington und ihre 15jährige Tochter Minnie. Zu ihren Leidenschaften gehört das Zeichnen von Karikaturen. Natürlich hat sie auch einige Freunde. Und doch ist sie gerade dabei, das Leben zu entdecken. So tauscht sie sich in Gesprächen regelmäßig mit einer ihrer Karikaturen aus. Besonders sympathisch ist ihr allerdings auch der Freund ihrer Mutter, der 20 Jahre älter ist. Sie macht sich Gedanken, ob dieser manchmal an sie denkt. Und so beginnt eine Affäre zwischen Monrow und ihr, über die sie Tagebuch führt. Dabei hilft ihr ein Tonbandgerät, auf das sie auch manch andere Erlebnisse spricht. Natürlich möchte sie nicht, dass irgendjemand von diesen Gesprächen erfährt und reagiert etwas irritiert, als eine Freundin sie belauscht. Schließlich sind auf dem Gerät Informationen über Ereignisse wie Partys zu finden. Nicht nur Hippies und Drogen sorgen im Leben von Minnie für erhebliche Unruhe. Auch die Affäre mit Monroe bringt ihr Leben durcheinander. Dabei entdeckt sie einige neue Seiten am Leben.

Der Film zeigt ziemlich eindrucksvoll, dass es für Mädchen nicht so einfach ist, erwachsen zu werden. Viele Interessen beeinflussen die Wege ins Leben als Erwachsene, was jedoch das Leben auch nicht einfach macht. Diese Seiten präsentiert der Film recht gefühlvoll und zeigt die bei Minnie spürbaren Irritationen über viele Fragen des Lebens. Es ist ein feines Juwel, welches die Filmemacher auf den Weg gebracht haben, in das sich der Blick lohnt (Marina Teuscher – 06.08.2012).