Hamburger Hill – März 2016

Im Jahr 1987 kommt es erschien der Film „Hamburger Hill“ in den Kinos. Es handelt sich um einen US-amerikanischen Kriegsfilm, der sich mit einer Operation aus dem Vietnam-Krieg befasst. Im Mittelpunkt stand die Schlacht am Hamburger Hill. Diese Schlacht fand in Form einer größeren Offensive in der letzten Phase vom Vietnam-Krieg statt.

Genauer fand die Schlacht Ende der 70er Jahre am als Hügel 937 bekannten Berg statt. Dem Hügel kam noch nicht einmal eine große strategische Bedeutung zu. Und doch wurde seitens der US-Kommandeure eine Bodenoffensive mit großem Ausmaß angeordnet. Dieser Schlacht widmet sich nun der Film.

Stationiert ist in diesem Bereich die Bravo-Kompanie, die aus dem 3. Bataillon, 187. Infanterie-Regiment, 101. US-Luftlandedivision besteht. Gemäß dem Auftrag soll die Höhe 937 im A-Shau-Tal eingenommen werden. Allerdings ist die Situation nicht so ganz einfach. Schließlich haben die so genannten „Screaming Eagles“ Verstärkung durch 14 Neulinge erhalten. Bei ihnen wird auch von den Fucking New Guys gesprochen. Daher tun sich Sanitätsoffizier Doc Johnson und Sergeant Frantz zusammen. Die Neulinge sollen eine Einweisung in den Dschungelkampf erhalten. Es kommt zum Flug der Soldaten ins Kampfgebiet, der sich bald als schwierig herausstellen soll. Erste Angriffe lassen nicht lange auf sich warten. Mit Mühe und Not Dagegen macht sich in der Heimat eine andere Stimmung breit. Dort werden studentische Friedensbewegungen aktiv, die den Krieg verdammen. Damit wenden sie sich auch gegen die Soldaten. Im Kriegsgebiet tut sich gleichzeitig für die Soldaten die Hölle auf. Was ursprünglich hinsichtlich des Hügels so einfach gedacht war, erweist sich als äußerst schwierig. Schnell macht sich ihnen die Auffassung breit, dass auf ihr Leben keine Rücksicht genommen wird. Die Nordvietnamesen leisten ziemlich heftige Gegenwehr. Besonders belastend wirkt sich zudem die Propaganda in der Nacht über die Lautsprecher aus. Verantwortlich dafür sind die Vietnamesen. Es gibt allerdings noch eine weitere Gefahr, die sich im „Friendly Fire“ zeigt. Und das bedeutet bekanntlich, dass es zu Beschuss aus den eigenen Reihen kommen kann…

Ohne Zweifel handelt es sich um einen guten Film, der eine hohe Aussagekraft gegen den Krieg hat. Wirkliche Gewinner kann es kaum geben. Das zeigt sich schon in den ersten Minuten des Films, als die Soldaten nur mit Mühe und Not aus dem Gefahrengebiet wieder herauskommen. Mitunter sind die Szenen des Kampfes recht realistisch dargestellt. Dies gilt auch für die Stimmung unter den Soldaten im Vietnam-Krieg. Zu spüren ist, dass selbst kleine Situationen die Stimmung außer Kontrolle geraten lassen. Insofern stimmt die Mischung beim Film. Allerdings ist doch eine kleine Unstimmigkeit zu spüren, die in dem Alter des Films liegt. Er stammt aus dem Jahr 1987 und somit aus einer Zeit, als Zusatzeffekte noch nicht vom Computer stammen. Diese besondere Note, die darin liegt, fällt denjenigen auf, die sich mit Filmwissenschaften näher beschäftigen. Abgesehen von dieser Note bietet sich mit dem Film ein intensiver Einblick in den Krieg, die Ängste und das Leid, dass der Krieg mit sich bringt. (Marina Teuscher – 03.03.2016)