Vaya con dios – Und führe uns in Versuchung

Italien ist eines der beliebtesten Urlaubsparadiese, in die es nicht nur unzählige Deutsche immer wieder zieht. Dabei zieht es viele Gäste immer wieder in die Toscana. Dort befindet sich die Gemeinde Pomarance, zu der der Ortsteil Larderello gehört. Von dort bietet sich Gästen ein beeindruckender Anblick über die Region Montecerboli. Im vorliegenden Film handelt es sich bei diesem Namen um den eines Klosters, dessen fiktiver Orden im Mittelpunkt des Films steht.

Im Mittelpunkt steht das Kloster des Cantorianer-Ordens. Der Erhalt dieses Klosters war bis einige Wochen nach der Wende möglich. Doch dann war der Rückhalt des Lebens in der DDR weg und für die Menschen im Kloster nichts mehr wie es mal war. Als Sprache gilt bei den Mitgliedern des Ordens Latein als maßgebend. Im Ordensleben selber nimmt die Hierarchie keinen großen Stellenwert ein. Beachtung schenken sie eher dem heiligen Geist der Musik. Dieser soll sich nach ihrem Denken besonders im Gesang offenbaren. Dabei handelt es sich um die häretische Lehre. Seitens der katholischen Kirche gibt es eine Verfolgung seit dem Jahr 1693. Daher war das überleben des Ordens nur noch an zwei Standorten möglich. Es handelt sich um das italienische Mutterkloster Montecerboli in Italien sowie das brandenburgische Kloster. Jetzt scheint jedoch alles aus zu sein. Der Ruin bahnt sich für die Gemeinschaft an. Die Klosteranlage bietet einen baufälligen und herunter gekommenen Anblick. Zudem ist die Klosteranlage verpfändet. Sie ist nicht mehr zu halten, so dass die Herausgabe ansteht. Für Abt. Stephan ist das eine besonders schmerzliche Entscheidung. Zunächst einmal läutet er an diesem Tag die Glocke zum Gebiet, damit die anderen drei Mönche eintreffen. Einer der Mönche begibt sich während dessen auf die Jagd nach einer Ziege und kommt dadurch etwas zu spät zum Gebet. Dann stimmen sie gemeinsam ein Lied an. Allerdings sind die Spuren des Verfalls immer wieder deutlich nachvollziehbar. Seine Lebensaufgabe zerbricht, wie Abt Stephan mehrfach spürt. Bevor er der Welt ade sagt, erteilt er den drei Brüdern, die noch im Kloster sind, einen Auftrag. Es soll zu einem Zusammenschluss der beiden verbliebenen Klosterstandorte kommen. Zudem geht es um die Rückgabe der Ordensregeln, bekannt als Regula Cantorianorum. Einst war es mit dem Mutterkloster deshalb zu einem Streit gekommen. Nun begeben sich drei Mönche auf den Weg, die doch recht unterschiedlich sind. Einem wird sogar die Liebe auf der Reise begegnen. Doch zunächst einmal sind die drei zwischen den Eisenbahngleisen gefangen, als auf jedem Gleis ein Zug vorbeifährt.

Es ist die Unterschiedlichkeit der drei Mönche, die den Film zum einen auszeichnen. Jedoch haben alle drei gemeinsam, dass sie offenbar fast völlig weltfremd durch das Leben gehen. Das ist in vielen Situationen zu spüren, wobei viele Situationen Bruder Arbo betreffen. Dieser wird sich verlieben und steht bald im Zwiespalt seiner Gefühle. Vor allem müssen er und seine Ordensbrüder nun Verantwortung übernehmen und für das Leben lernen. Für die Brüder ist das nicht einfach und doch wird das als eine ordentliche Geschichte dargestellt. (Marina Teuscher – 06.11.2015)

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