Die Passion Christi – September 2015

Bei Jerusalem handelt es sich um eine Stadt in den judäischen Bergen. Gelegen ist die Stadt zugleich zwischem dem Toten Meer und dem Mittelmeer. Sowohl der Staat Palästina und Israel beanspruchen Jerusalem als Hauptstadt. Die Geschichte der Stadt mit all ihren Unruhen reicht jedoch sehr viel weiter zurück wie Spuren aus der Frühzeit zeigen. Literarisch belegt sind die ersten Angaben von Jerusalem in der hebräischen Bibel. Dies geschah in den Jahren 1200 bis 1000 vor Chr. Richtig an Bedeutung für die Öffentlichkeit gewann die Stadt ab den ersten Jahrzehnten der Neuzeit.

Der Film führt zurück in das Jahr 30 nach Palästina. Ursprünglich handelt es sich um einen Zimmermann. Jedoch kann er nicht als normaler Mensch angesehen werden. Er durchreist das Land, das von Römern besetzt ist. Auf seinen Reisen erzählt er häufig von Gott. Es ist ihm sogar möglich, kranke Menschen zu heilen. Auch kommt es durch ihn zur Auferstehung von Toten. Das ganze Geschehen gefällt jedoch dem hohen jüdischen Rat in Jerusalem gar nicht. Sie haben Angst um ihre Macht, was in der Ansicht mancher jüdischer Bürger begründet ist. Diese sehen in Jesus einen Heilsbringer. Auch glauben viele, dasss es sich bei ihm um den Messias handelt, von dem eine Ankündigung sprach. Eines Nachts kommt es zu einer besonderen Situation. Gerade ist das Abendmahl beendet. Mit Johannes, Jakobus und Simon Petrus will er in den Garten Gethsemani. Gemeinsam wollen sie dort beten. Während dieser Zeit erscheint Satan bei Jesus. Dieser kann jedoch der Versuchung widerstehen. Nach der Rückkehr findet Jesus seine drei Apostel schlafend vor. Schon bald muss Jesus erleben, wie er verraten wird. Der Verräter ist in Form von Judas Ischariot unter den Jüngern von Jesus zu finden.

Es handelt sich um einen der Filme, der mit Sicherheit am schwierigsten zu bewerten ist. Schon im Vorfeld der Dreharbeiten und während der Produktion  hat der Film unzählige Diskussionen weltweit ausgelöst. Dabei waren es die verschiedensten Aspekte, die die Kritiker auf den Plan gerufen haben. Dies ist insoweit schade, weil einige vielleicht davon abgehalten wurden, sich den Film anzusehen und ein eigenes Urteil zu bilden. Geht man unbedarft an den Film, ist das Erleben eines spannenden Filmabends möglich. Dies wird allein schon aufgrund der Person deutlich, die im Mittelpunkt des Films steht. Aus dem Anschauen heraus ergibt sich allerdings eine erhebliche Menge an Diskussionsstoff. Die schwierige Gradwanderung bei diesem Film ist sicherlich, dass es sich um eine reale Person handelt und niemand genau weiß, was damals wirklich geschehen ist. Insofern wird hier eine spannende Geschichte mit verschiedenen härteren Szenen gezeigt, die manchmal etwas grenzwertig erscheinen mögen. Doch ist der Film den Blick wert, damit man selber die Diskussionen nachvollziehen kann, die es um den Film gibt. (Marina Teuscher – 05.09.2015)

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