Plötzlich Prinzessin

Die Zeit ist heute sehr hektisch geworden. Scheinbar bleibt keine Zeit mehr für das wirklich wichtige. Doch gibt es immer wieder Märchen, die die Welt verzaubern. Eines der schönsten Märchen wird bis heute in Schweden geschrieben. Es handelt sich um die Ehe von Königin Silvia und Carl Gustav. Sie lernten sich im Jahr 1972 kennen, als Carl Gustav von Schweden zur Olympiade nach München kam. Während dieser Zeit arbeitete Silvia als Hostess bei den olympischen Spielen.

Ein weiteres Märchen stellte die Hochzeit von Catherine mit Prinz William dar, auch wenn das Leben am Hof nicht immer einfach ist. Diese Feststellung macht auch Mia, die eben noch das einfache Schulmädchen war. Im Moment hat sie noch keine Ahnung, dass in ihren Adern blaues Blut fließt.

Mit ihrem Wuschelkopf und ihre nicht gerade modernen Brille zieht sie nicht gerade die Aufmerksamkeit auf sich. Zudem hat Mia eine unglaublich große Begabung: sie tritt in jedes Fettnäpfchen, was es überhaupt geben kann. Bei den Jungs findet sie nicht unbedingt sofort Anklang. Immerhin gibt es Lena, die allerdings ein bisschen oberflächlich ist. Doch dann kommt der Tag, der ihr Leben verändert. Im fernen Genovien lebt Königin Clarisse Renaldi, die langsam ans Abdanken denkt. Sie hat auch schon eine Nachfolgerin gefunden – ihre Enkeltochter Mia, die noch unbeschwert in den USA lebt.

Daher reist Clarisse zu Mia, da sie diese kennenlernen möchte. In Amerika angekommen, ist der Eindruck von Mia etwas verblüffend. Dazu kommt, dass Mia nicht weiß, wie sie mit der Eröffnung umgehen soll, dass sie eine Prinzessin ist. Sie hat auch ihren Vater nie kennengelernt. Die Tatsache, dass sie eine Prinzessin ist, spricht sich bald herum. Daher wird das Interesse der Medien an ihr größer. So wird sie fotografiert, als endlich mit ihrem Schwarm ein Date hat. Allerdings verläuft dies nicht so, wie sie es sich erhofft hat, so dass sie sich erst einmal verzieht. Am nächsten Tag bekommt sie von ihrer Großmutter Clarisse eine Predigt. Das macht ihr die Entscheidung nicht unbedingt leicht, ob sie wirklich dauerhaft nach Genovien gehen soll. Schließlich ist auch das Hofzeremoniell nicht das einfachste. Bald stellt sie fest, dass das Leben nicht einfach ist.

„Plötzlich Prinzessin“ gehört zu der Kategorie Filme, bei der sich leicht am Nachmittag oder Abend die Entspannung einstellt. Mia ist eben noch ein ganz normales Mädchen und plötzlich hat sie von null auf hundert eine riesengroße Verantwortung. Es ist klar, dass sie damit nicht so leicht zurechtkommt. Wer rechnet auch schon damit, dass in einem adliges Blut vorhanden ist. Die Geschichte ist sehr sympathisch inszeniert worden und hat mit Julie Andrews eine Königin, die diesen Titel auch verdient. Schließlich hat sie unzählige Millionen von Menschen allein im Film „Mary Poppins“ verzaubert. Auch diesmal hat sie eine Rolle, in der sie überzeugt, so dass man gern des Öfteren nach Genovien reist. (Marina Teuscher – 19.06.2015)

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