Maybe Baby

Die britische Schauspielerin Emma Thompson hat sich zudem einen Namen als Produzentin und Drehbuchautorin gemacht. Sie ist inzwischen so erfolgreich, dass ihre Arbeit mit mehreren Auszeichnungen gewürdigt wurde. In den Jahren  1992 und 1995 erhielt sie jeweils den Oscar für ihre Arbeit. Es handelt sich um die Filme „Wiedersehen in Howards End“ und „Sinn und Sinnlichkeit“, für die sie in den gleichen Jahren den Golden Globe erhielt. Jeweils ein Jahr später den British Academy Film Award. Ihre Filmkarriere verlief weiterhin mit Erfolg, wie auch die Rolle der Druscilla in „Maybe Baby“ zeigt.

Vier wichtige Attribute kennzeichnen Sam und Lucy, die frisch verheiratet sind: Jung, Sexy, erfolgreich und dynamisch. Das Leben könnte so schön für beide sein. Doch sind sie nicht ganz zufrieden. Ihr Glück ist nicht komplett, da der ersehnte Nachwuchs fehlt. Dabei möchten sie so gern das Familienglück spüren. Daher fangen sie an, alles zu probieren, damit es endlich zum erhofften Familienglück kommt. Es finden Nahkämpfe im Kamasutra und Dessous-Paraden statt. Ebenso wird Freundin Druscilla um Rat gebeten. Allerdings zeigen ihre magischen Rituale keine Wirkung. Sogar die Ärzte wissen keinen Rat. Inzwischen gerät Sam in eine schwere Schaffenskrise. Dabei hat er mit seinem Job als Redakteur bei BBC eine attraktive Stelle. Jedoch ist er nicht zufrieden. Da bringt ihn Druscilla auf eine Idee. Er sollte doch mal eine Geschichte über ein Paar schreiben, dass sich sehnlichst Kinder wünscht. Doch nach Meinung seines Chefs ist seine Umsetzung ein einziger Witz. Seiner Frau gefällt die Idee mit dem Drehbuch überhaupt nicht. Allerdings lässt Sam sich nicht von seiner Frau abhalten. Was Lucy noch nicht ahnt, ist die Tatsache, dass ihr Mann ihr Tagebuch gelesen hat. Beim Schreiben greift er auf einige Sätze und Formulierungen aus dem Tagebuch zurück, was für ihn einige Auswirkungen haben wird.

Schaut man zunächst auf den Titel, glaubt man, die Handlung schon zu kennen. Schließlich scheint es um die Erfüllung eines Kinderwunschs zu gehen.  Dies ist allerdings nur bedingt richtig, da hier zwei Handlungsstränge gegeben sind. Was Sam und Lucy anstellen, um sich den sehnlichsten Wunsch zu erfüllen, ist sehenswert inszeniert. Fast ist schon zu erahnen, dass die Ehe in die Krise gerät. Allerdings geschieht dies nicht durch den Kinderwunsch, sondern aufgrund eines Vertrauensmissbrauchs. Was danach passiert, bietet Freunden der Komödie und Fans von Emma Thompson doch recht vergnügliche  Momente.

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