Maina – das Wolfsmädchen

Bei den Inuit handelt es sich um eine indigene Volksgruppe. Ihre Heimat befindet sich auf Grönland sowie in den arktischen Bereichen von Nordost- und  Zentralkanada. So richtig bekannt ist es nicht, was die Herkunft der Inuit angeht. Doch der Ursprung dürfte so ungefähr bis in die Zeit um das Jahr 3000 vor Christus zurückzuführen sein. Auch heute noch wird die Kultur der Inuit im wesentlichen von der Jagdkultur geprägt. Die Inuit stehen zusammen mit den Innu im Mittelpunkt des inzwischen erschienenen Filmes „Maina“.

Friedlich könnte es schon sein, wenn es um das Zusammenleben in der Region geht. Dort leben die Stämme der Inuit und der Innu. Bei dem Häuptling von diesem Stamm handelt es sich um Mishtenapuu. Zu ihm gehört seine Tochter Maina, die bereits einen Namen als Kriegerin hat. Dann wird die Zeit jedoch plötzlich für alle schwerer. Zwischen den beiden Stämmen eskaliert eine Fehde. Noch schwieriger wird die Situation, als Maina plötzlich ihren Vater verliert. Es kommt sogar zu einer Entführung eines elfjährigen Jungen von Mainas Stamm. So jung wie Maina ist, muss sie sich nun dem Ernst der Lage stellen. Natürlich möchte sie den kleinen Jungen befreien. Daher ist es erforderlich, dass sie sich die Suche nach einer bestimmten Region und Leuten macht. Es handelt sich genauer gesagt um die Männer, im Land ohne Bäume leben. Also muss sie auf eigene Faust das Ödland durchqueren. Dabei stoppt sie Natak, ein Krieger der Inuit und nimmt sie gefangen. Nun lernt sie eine neue Gesellschaft kennen. Sie beobachtet Sitten und Bräuche, die sie bisher noch nicht kennen gelernt hat. Die ganze Kultur zeigt ihr völlig neue Welten auf. Das Bild verändert sich noch einmal, als Maina sich in Natak verliebt.

Im Endeffekt ist es so, wie es vom Leben manchmal geschrieben wird. Man glaubt bis eben, das Leben wäre völlig in Ordnung. Dann kommen Menschen, die einem aufzeigen, dass das Leben doch noch viel schönere Seiten besitzen kann. So erlebt dies auch Maina, die bisher nur die Lebensweise ihres Stammes kannte. Völlig beeindruckt ist sie von dem, was sich ihr nun eröffnet. Der Film zeigt ebenso auf, dass es Werte im Leben gibt, die manchmal nur schwer zu entdecken sind. Die Suche danach lohnt sich allerdings schon. Vor allem lernt sie viele neue Seiten kennen. All diese Facetten vereinen sich mit wunderschönen Landschaftsbildern, die dem Film ein wirklich rundes Bild verleihen. Marina Teuscher – 05.01.2015

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